Es swingt im Wasserschloss: Für eine tolle Stimmung sorgte das Erdinger Salonorchester mit Sänger Fabian Holzner (stehend, M.).

Serenadenabend im Wasserschloss

Drei Stunden lang Musikgenuss

Taufkirchen – Einen wunderschönen Serenadenabend haben dACor Isen und das Erdinger Salonorchester im Wasserschloss Taufkirchen geboten. Drei Stunden lang ließen sie im bis auf den letzten Platz gefüllten Fuggersaal die Herzen der Musikfreunde höher schlagen.

Eigentlich hätte das Konzert auf der Schlossterrasse stattfinden sollen. Doch obwohl die Sonne strahlte, trauten die Verantwortlichen dem (himmlischen) Frieden nicht und verlegten die Veranstaltung kurzerhand in den Saal. Der Förderverein Wasserschloss hatte eingeladen. In seiner Begrüßung blickte Vorsitzender Uli Wolter auf die Anfänge im Jahr 2000 zurück und las aus Presseberichten vor. „Ein Name ist mit dem Konzert seitdem verbunden – Andrea Traber“, erklärte der Vorsitzende. „Damals war sie angehende Musikstudentin, heute leitet sie den Chor.“ Außerdem sei sie als Pianistin festes Mitglied des Erdinger Salonorchesters.

Für den Isener Chor gab Wolter dann die Bühne frei. Johannes Schorr, Vorsitzender von dACor, stimmte die Besucher auf ein abwechslungsreiches Programm ein, mit berühmten Filmtiteln „und Nummern aus unserem Programm Glaube, Liebe, Sehnsucht“. Und dann legte der Chor los, von Andrea Traber engagiert dirigiert und am Klavier begleitet, mit einem bunten Melodienreigen, wobei Werke von Konstantin Wecker im Mittelpunkt standen. Herrlich vor allem das James-Bond-Thema und der Musical-Klassiker „Chim Chim Che-ree“. Natürlich mussten mehrere Zugaben gegeben werden, ehe die Chormitglieder schnell den Saal verließen, um sich ihrer nächsten Aufgabe zu widmen. Sie schleppten nämlich Tabletts mit Häppchen sowie Getränke heran, um die Gäste auf der – immer noch trockenen – Schlossterrasse zu bewirten.

Bilder vom Serenadenabend

Serenadenabend im Wasserschloss

Teil zwei des Konzerts gehörte dann dem Erdinger Salonorchester. Leiterin Veronika Marschall kündigte einen „kurzweiligen Abend“ an, und sie hatte nicht zu viel versprochen. Musik vor allem aus den 20er- bis 40er-Jahren stand im Mittelpunkt. „Wir könnten auch ein abendfüllendes Programm machen, aber wir haben für sie nur das Beste herausgesucht“, meinte Marschall schmunzelnd. Viele Liebeslieder, Evergreens, Schlager und Klassiker bot das Salonorchester dar, für den Gesang waren Katrin und Fabian Holzner zuständig. „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“, war der passende Schluss des offiziellen Programms, doch musste auch das Salonorchester noch Zugaben geben. Katrin Holzner und Veronika Marschall beendeten den großartigen Abend schließlich mit „Du sollst nicht weinen, wenn man auseinander geht“.

Der einzige, der in diesem Moment wirklich weinte, war der Himmel, denn es regnete mittlerweile in Strömen. Die Verantwortlichen hatten letztlich alles richtig gemacht.  wk

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