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Die Abiturienten des Korbinian-Aigner-Gymnasiums mit Schulleiter Hans-Joachim Fuhrig (3. Reihe, r.).

Ein Drittel hat eine Eins vor dem Komma

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Erding - Ihren Abflug ins Erwachsenenleben haben 131 Abiturientinnen und Abiturienten des Korbinian-Aigner-Gymnasiums (KAG) Erding gefeiert. Sie bekamen am Freitag ihre Abschlusszeugnisse.

Abheben, losfliegen und die grenzenlose Freiheit genießen: Für 131 junge Frauen und Männer wurde dieser Traum am Freitagmittag Wirklichkeit. Sie bekamen in der Aula des Korbinian-Aigner-Gymnasiums Erding ihre Abiturzeugnisse überreicht. In kleinen Gruppen und begleitet von selbst gewählter Musik holten sie sich auf der Bühne die Zeugnismappen, limitierte „Abi 2016“-Tassen und das eine oder andere Selfie mit dem Schulleiter ab. Unter das Motto „Abi leave I can fly - ready for take off“ hatten sie zwei Tage zuvor schon ihren Abistreich gestellt.

Und auch Schulleiter Hans-Joachim Fuhrig griff das Thema der „KAG Airlines“ in seiner Abschlussrede auf. Fliegen sei ein Traum, genauso wie das Abitur die Folge eines Traumes der Abiturienten und ihrer Eltern sei. Die jungen Leute sollten sich die Pioniere der Luftfahrt wie die Brüder Wright zum Vorbild nehmen und ihre Ideen in die Tat umsetzen. „Nun können Sie durchstarten. Sie können fliegen - Sie haben es bei uns gelernt, davon bin ich überzeugt“, sagte er und lobte seine Abiturienten für ihre „außerordentlich guten Ergebnisse“. Fast ein Drittel hat eine Eins vor dem Komma stehen, 20 sogar ein Einserabitur bis 1,5 erzielt, darunter Julius Poppel, Jonas Hase und Bernhard Glas, der in allen drei schriftlichen Prüfungen die Bestnote von 15 Punkten erreicht hatte. „Das hat an unserer Schule noch niemand geschafft“, lobte Fuhrig, der sich aufgrund der drückend heißen Temperaturen in der Aula recht kurz hielt. Das hatte zuvor stellvertretender Landrat Jakob Schwimmer angesichts der vielen Gäste angemahnt, die sich mit den Programmheften Luft zufächelten. In seinem Grußwort ging es, wie schon im Gottesdienst zuvor, um die Freiheit. Die Abiturienten sollten sie genießen, aber auch daran denken: Nach der Schule ist vor der Berufswahl. Dabei werde von den jungen Erwachsenen in Zukunft vieles erwartet: Zielstrebig, leistungsstark und flexibel müssten sie sein, sich auf internationalem Parkett bewegen können und daneben auch genug Zeit für Familie und Freunde finden. „Vergessen Sie dabei nie Ihre Neigungen, Interessen und Fähigkeiten. Wenn man diese zur Leitlinie seiner Entscheidungen macht, kann man nur richtig liegen“, ermunterte Schwimmer die Abiturienten.

An die gebotene Kürze hielt sich auch Erdings Oberbürgermeister Max Gotz. „Kurz, aber dennoch in aller Würde und mit großer Herzlichkeit“ gratulierte er den jungen Leuten zum „Gymexit“ in ironischer Anlehnung an die Entscheidung der Briten für den Austritt aus der Europäischen Union. Die Abiturienten hätten nun die „Berechtigung, dieses Haus mit Stolz zu verlassen“. Gotz formulierte einen Wunsch für sie, der „heute fast schon unmodern“ klinge: „Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich immer wieder Zeit nehmen können, Zeit bekommen und Zeit haben, Erfahrungen zu sammeln.“

Schließlich dankte Elternbeiratsvorsitzende Barbara Winkler Eltern und Lehrern für deren Unterstützung und Geduld während der vergangenen Schuljahre. Diese fanden am Samstag ihr würdiges Ende mit dem großen Abschlussball im Sportpark Schollbach.

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