Neuaufnahmen: 2. Vorsitzender Robert Schuster, Lucas Henning, 2. Kommandant Sepp Pfanzelt, Albert Mannseicher, Florian Kieblspeck, Florian Fruhmann, 1. Kommandant Christian Kronseder, Fabian Fischer, Bürgermeister Franz Hofstetter und Vorsitzender Martin Außerbauer (v.l.). F: mel

Feuerwehr Moosen

„Dynamisches, begeistertes Team“

Moosen – Es war viel los, aber die Motivation in der Mannschaft passt bei der Freiwilligen Feuerwehr Moosen. Christian Kronseder erinnerte nach seinem ersten Jahr als Kommandant bei der Generalversammlung der Wehr an die 13 Einsätze.

Darunter waren ein Brandmeldealarm in Algasing, eine Technische Hilfsleistung bei einem Verkehrsunfall, ein Wasserschaden in Moosen und ein Brand im Wald. 232 Mann seien bei den Alarmen 506 Stunden im Einsatz gewesen, rechnete Kronseder hoch. Die Aktiven bat er, sich bei ihm auch abzumelden, bevor sie den Einsatzort verließen.

Auch diverse Sicherheitswachen standen 2015 für die Moosener auf dem Plan, etwa beim Volkstrauertag und beim Volksfest. Zudem absolvierten die 55 Aktiven elf Übungen, wobei die Teilnahme noch besser sein dürfte, wenn es nach Kronseder geht. Jeder Gruppenführer mache sich schließlich Gedanken, was bei den Übungen zu machen sei. Das sollte auch gewürdigt werden. Meistens unterstützen auch die Pressluft-Atemschutzgeräteträger die Übungen. Insgesamt 450 Stunden wurde dabei geleistet. Zudem wurden zwölf Funkübungen mit dem Kater (Katastrophenschutz-Fahrzeug) und Einsatzmanöver durchgeführt. Der Kommandant berichtete zudem, dass alle Atemschutzträger die Kriechstrecke in Erding absolviert hätten. „Mein Appell, Bart weg, sonst schließt die Maske nicht dicht“.

Ihrem Bildungsauftrag kam die Feuerwehr Moosen auch nach. Die beiden dritten Klassen und die Spielgruppe besuchten die Einrichtung. Für die örtlichen Lehrer und Kindergärtnerinnen wurden Feuerlöschkurse durchgeführt. Auch beim Sommerfest des Kindergartens waren die Rettungskräfte dabei. Die eigene Truppe nahm ebenfalls an Schulungen und Lehrgängen teil. 2. Kommandant Josef Pfanzelt absolvierte den Gruppenführerlehrgang und will dieses Jahr den Kommandanten-Lehrgang besuchen. Einige Mitglieder unterzogen sich erfolgreich der Leistungsprüfung. Darauf vorbereitet wurden sie von Hans Bachmayr. Kronseder stellte die sechs engagierten und motivierten Neuen bei der Versammlung vor: Lukas Henning, Albert Mannseicher, Florian Kieblspeck, Florian Fruhmann, Fabian Fischer und (nicht anwesend) Christoph Groll.

Kreisbrandinspektor Martin Angermaier freute sich über den Nachwuchs, der in größeren Orten nur noch schwierig zu bekommen sei. Er wies auf das „Führerschein-Problem“ hin, das künftig auftreten könnte und appellierte an die Gemeinde, sich an den Kosten zu beteiligen, damit auch die Jungen künftig die Einsatzfahrzeuge fahren könnten. „Den Digitalfunk habt’s im Griff“, fragte er und hörte aus dem Publikum: „Es braucht gwohna.“ Angermaier zeigte sich als alter Haudegen aber selber sehr überrascht, wie gut der Digitalfunk funktioniere. „Es ist ein Riesenschritt voraus.“

Auch Kreisbrandmeister Richard Obermaier meldete sich noch zu Wort und erklärte, dass die Moosener bei der Bedarfsplanung nicht zu kurz kommen werden. Das vorhandenen Löschfahrzeug LF 8 werde wohl durch ein LF 106 abgelöst. Wann genau, wisse er noch nicht. Aber „ihr habt’s Gefahrenpotential da“. Er lobte das „dynamische, begeisterte Team“ der Aktiven in Moosen, das auf das neue Fahrzeug geschult werden müsste. Deshalb achteten die Kreisverantwortlichen auch darauf, dass die Fahrzeuge nicht zu kompliziert zu bedienen seien.

Bürgermeister Franz Hofstetter freute sich über die „hervorragende Arbeit“ der Moosener Feuerwehrler, insbesondere auch der beiden neuen Kommandanten. „Es ist wichtig, dass alles passt“, betonte er. Die „motivierte Mannschaft und die sechs Neuen“, seien ein Zeichen dafür. Die Aufgaben für die Kameraden seien in den vergangenen Jahren gestiegen. Hofstetter nannte große Einrichtungen wie Schule, Kinderhaus und Altenheim, für die der Brandschutz gewährleistet sein müsse. Hinzu kämen die Straßen, unter anderem die B 388, wo die Moosener Feuerwehrleute ebenfalls oft im Einsatz seien. Eine gute Mischung zwischen jungen und erfahrenen Leute sei wichtig, meinte der Bürgermeister. Es sei gut, dass man die Sicherheit vor Ort habe, und dass geholfen werde. mel

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