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Offizielle Worte zur Verbandsgründung sprach Regionalvorstand Ulrich-Joachim Müller. 

Neuer Ortsverband

Ein Johanniter-Krankenwagen für Wartenberg

Die Johanniter gründen einen Ortsverband in Wartenberg. Der Verband stationiert einen Krankentransportwagen, ist aber noch auf der Suche nach Räumen.

Wartenberg – Die Johanniter sind in Wartenberg jetzt offiziell gestartet, mit rund 30 Gästen und einem Bieranstich mit Bürgermeister Manfred Ranft am Bürgerhaus. Für seine Rede musste er tief in der Geschichte zurück, um einen Bezug zwischen Wartenberg und den Johannitern herzustellen. Dazu musste er bis in die Zeit der Kreuzzüge zurückgehen. Vizelandrat Jakob Schwimmer tat sich da durchaus leichter: Ihm reichte der Hinweis auf die bereits bestehende Rettungswache im benachbarten Langenpreising.

Aus Puchheim, dem Sitz des Johanniter-Regionalverbands Oberbayern, war Pfarrer Markus Ambrosy gekommen. Er segnete die Aktiven und appellierte an sie: „Nicht mit der Leidenschaft aufhören.“ Gewissermaßen amtlich wurde Regionalvorstand Ulrich-Joachim Müller. Er ernannte die erfahrene Rettungsassistentin Diana Facchini zur Ortsbeauftragten.

In der Klinik Wartenberg“ betreiben die Johanniter bereits seit 2015 das „Café Glückszeit“, ein niederschwelliges Angebot für Demenzkranke und Senioren (jeden Dienstag von 14 bis 17 Uhr). Präsent sind sie auch mit der Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge im Auftrag des Kreisjugendamtes, wo mitten in Wartenberg und im Fraunberger Ortsteil Bachham Einrichtungen bestehen.

Ranft äußerte die Hoffnung, dass die First Responder der örtlichen Feuerwehr Entlastung erfahren könnten durch das ehrenamtliche Engagement, das die Johanniter mit einem eigenen in Wartenberg an den Tag legen. Tatsächlich hat der Verband bereits in einen Krankentransportwagen für die Marktgemeinde investiert.

Das aber bedarf einer gewissen Ausbildung, und genau dazu rief Diana Facchini auf. „Jeder kann helfen“, sagte sie. Dabei gab sie zu, dass das nicht immer leicht, aber eben lernbar sei. „Im Team macht es besonders viel Spaß.“ Es sei ihr eine Herzensangelegenheit, zum Mitmachen aufzurufen.

Genau dazu besteht am Dienstag, 26. September, ab 19 Uhr eine erste Gelegenheit. Immer am letzten Dienstag im Monat finden Ehrenamtlichen-Treffen in der Klinik statt. Wer Interesse habe könne vorab unter Tel. (089) 8 90 14 50 Informationen bekommen, teilte Facchini mit. Sie freue sich über die Unterstützung auch durch die Klinik in Wartenberg, machte sie weiter deutlich.

Schwimmer ging noch auf die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wie DLRG und Feuerwehr in Wartenberg ein, eine Sache, die für die Johanniter schon bei der Vorbereitung der Gründung wichtig war. Bereits aktiv geworden sind die Johanniter heuer in Wartenberg bei der gemeinsamen Organisation des Sanitätsdienstes beim Soafakistl-Grand Prix gemeinsam mit der DLRG und bei der Schauübung „Personenrettung mit Drehleiter“ mit der Feuerwehr beim verkaufsoffenen Sonntag.

Auf Stützpunkt-Suche

Die Johanniter in Wartenberg brauchen noch eine angemessene Unterbringung. Hier könnte sich, wie Bürgermeister Manfred Ranft bei der Feier am Freitag verriet, schon bald etwas tun: Das Haus Wartenberg könnte die Räume an der Thenner Straße frei machen, wo das Therapiezentrum bisher seine Metallwerkstatt betreibt. Die Johanniter, die derzeit im Bürgerhaus und in der Klinik Räume haben, könnten dann dort einziehen. Der Marktrat werde sich in seiner kommenden Sitzung mit diesem Thema befassen, kündigte Ranft an.

Klaus Kuhn

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