Mit Hilfe von Heizpaneel (l.) und Fräsgut geht es den Schlaglöchern an den Kragen. Foto: Macht

Mit einem Riesenbügeleisen gegen Schlaglöcher

Pastetten - Eine ökologische und schnelle Art, um Riss- und Schlaglöcher auf Asphaltbahnen zu reparieren, verspricht die Firma Instratec GmbH aus Eichendorf (Landkreis Dingolfing-Landau).

Am Donnerstag führten Geschäftsführer Bernhard Neumaier und sein Team ihre Technologie in Pastetten vor.

An der Karlsdorfer Straße stopften sie einige Löcher mit Hilfe einer absenkbarer Infrarot-Hochleistungsheizmatte, die auf einem Zwölftonner verbaut ist. Dessen Herzstück ist ein Recycler, ein Wiederaufbereiter mit integriertem Heizvorratsbehälter. Er fasst rund 1,2 Kubikmeter Fräsgut, das so genannte Recyclat. Sechs Gastanks mit einem Fassungsvermögen von je 100 Litern betreiben die Heizkammer und das Infrarot-Heizpaneel.

Dieses wird wie ein Glätteisen über die schadhafte Asphaltdecke gesenkt und rund zwölf Minuten lang aufgeheizt. „Ein Vorteil ist, dass wir auch bei bis zu -15 Grad reparieren können“, erklärte Neumaier. Dann dauere die Aufheizphase zwar ein paar Minuten länger, der ganze Vorgang gehe aber genauso schnell. Rund 30 Minuten dauert die Reparatur eines Schlagloches. Dieses wird mit Fräsgut gefüllt, das anschließend eingewalzt wird. Schon nach kurzer Zeit ist die reparierte Straße wieder befahrbar. „Wir brauchen keine Straßensperrungen, da wir als Wanderbaustelle arbeiten“, sagte Neumaier. Zudem verspricht die Firma weder Staub- noch Lärmentwicklung. Die Maschinen seien durch Mitarbeiter, die ein bis drei Tage geschult werden, zu bedienen.

Die Bauhofmitarbeiter zahlreicher Gemeinden in der Umgebung und einige Bürgermeister schauten sich die Vorführung an. Ihr Fazit: Für die Reparatur vereinzelter Schlaglöcher sei die Technologie von Instratec durchaus interessant. Die Karlsdorfer Straße jedenfalls hat jetzt ein paar Stolperfallen weniger. Die komplette Sanierung der Fahrbahn hat die Gemeinde Pastetten fest im Blick - allerdings erst, nachdem die Ortsdurchfahrt saniert wurde, wie Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger erklärte.

(vam)

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