Rewe-Lager

164 000 Tonnen Obst und Gemüse

Eitting – Vom Apfel bis zur Zitrone: Obst und Gemüse aus aller Welt werden voraussichtlich ab November in Eitting ankommen und weiterverteilt. Die Rewe Group plant auf dem Areal an der Kreisstraße ED 19 ein so genanntes Kopflager für Obst und Gemüse.

In der Sitzung am Dienstag gab der Gemeinderat Eitting grünes Licht für das 10 000 Quadratmeter große Lager.

Dort sollen bis zu 90 Beschäftigte Arbeit finden. Die ersten Bagger werden in sechs Wochen anrollen. Dann wird der Kreisverkehr an der Kreisstraße gebaut. Er verbindet das bestehende Logistikzentrum mit dem neuen Waren- und Auslieferungslager, das auf der anderen Straßenseite angesiedelt wird.

Der Durchmesser des Kreisverkehrs beträgt 40 Meter, die Fahrspur acht Meter. Denn überwiegend werden Lastwagen den Bereich passieren. Ein entsprechendes Gutachten vom April 2014 zählte 2600 Kraftfahrzeuge am Tag, darunter auch einiges an Schwerverkehr. Die Berechnung stützt sich jedoch nicht alleine auf Rewe, sondern auf das komplette Sonderareal mit insgesamt 14,33 Hektar.

Um den Verkehr während der Bauzeit weiter aufrecht zu erhalten, wird eine provisorische Baustellenzufahrt errichtet. Autofahrer müssen aber während der Bauzeit mit Temporeduzierungen rechnen. Im Juni soll der Kreisverkehr fertig sein.

Läuft alles nach Plan, beginnen in Kürze die Ausschreibungen. Nach sechseinhalb Monaten Bauzeit soll das neue Kopflager im November an den Start gehen. „Wir haben bisher viel an unsere Lieferanten ausgelagert. Viele Lkw waren mit wenigen Paletten unterwegs“, sagte Matthias Geuder, Geschäftsführer der Rewe Group Fruchtlogistik. Jetzt möchte der Konzern „weg von der kleinteiligen Palettenlogistik“.

Eitting wäre nach Leipzig und Berkhof bei Hannover das dritte Kopflager, das Obst und Gemüse aus aller Welt bekommt. Von dort aus wird die logistische Versorgung der Regionallager koordiniert. Regionale Ware kommt nicht nach Eitting, denn diese wird weiterhin an die entsprechenden Lager vor Ort angeliefert.

Pro Jahr sollen in Eitting rund 164 000 Tonnen Obst und Gemüse umgeschlagen werden. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt einen Tag. 70 bis 80 Prozent sollen jedoch am gleichen Tag weiterverteilt werden. Angeliefert werden sollen die Waren überwiegend in den Nachtstunden. Die meistfrequentierten Stunden sind von Samstag auf Sonntag.

Im südlichen Bereich des Areals wird die Rewe Group Fruchtlogistik untervermieten. Einziehen wird dort eine Niederlassung der Univeg Deutschland, ein weltweit tätiger Anbieter von Obst und Gemüse. Bisher sind sie unweit der Münchner Großmarkthalle angesiedelt.

Voraussichtlich im März nächsten Jahres soll der Standort Eitting für München in Betrieb gehen. Geplant sind unter anderem Bananenreifekammern, aber auch Packstationen. Dabei werden Äpfel in Netze, Kiwis in Schalen oder eben Bananen in Folie/Kisten sortiert.

Im Obergeschoss wird Rewe eigene Büroflächen, Umkleiden und Sozialräume unterbringen. „Wir verschandeln in gewisser Weise auch die Natur mit unserem Lager. Das ist nun mal so“, räumte Geuder ein. Mit entsprechenden Pflanzungen soll das Areal soweit möglich grün gestaltet werden. Für den Umwelt- und Naturschutz sind außerdem Vogelschutzmaßnahmen, ein Bienenhotel und eine Photovoltaikanlage geplant.

von Daniela Oldach

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