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Sie kandidieren für die CSU und die Parteifreien in Eitting: (hinten v. l.) Maria Maier, Christine Wiest, Anton Angelhuber jun, Wolfgang Ettl, Michael Hirth, Andreas Maier, Simone Thalhammer, Ludwig Maierhofer, Max Vincenti und Manuel Lerch; (vorne, v. l.) Christian Strasser, Nicole Huber, Konrad Zollner, Bürgermeister-Kandidat Hermann Hofer, Astrid Hellinger, Alfred Huber, Johannes Zollner und Joseph Faltlhauser. 

Aufstellungsversammlung

Eittinger CSU nominiert Hermann Hofer

Hermann Hofer (46), Kassenverwalter in der Gemeinde Fraunberg, will Bürgermeister von Eitting werden. Der verheiratete Vater von zwei Töchtern wurde in der gemeinsamen Aufstellungsversammlung von CSU Eitting und parteifreien Wählern am Samstagabend mit großer Mehrheit nominiert. Von 50 Wahlberechtigten gab es nur zwei Gegenstimmen. Zuvor hatte Hofer die Entscheidung, eine eigene Liste ins Kommunalwahl-Rennen zu schicken, leidenschaftlich verteidigt.

VON KLAUS KUHN

Eitting– „Wir spalten nicht, wir vereinen“, betonte Hofer und rief dazu auf, „Farbe zu bekennen, gerade weil die fetten Jahre der Volksparteien zu Ende zu sein scheinen“. Er nannte die Ortslisten in der Gemeinde Eitting wichtig, betonte aber auch: „Unsere Politik macht nicht vor dem Ortsschild Halt.“

„Es ist die Liebe zu Land und Leuten, die mich bewegt“, sagte der 46-Jährige zu seiner Motivation, sich um die Nachfolge von Bürgermeister Georg Wiester zu bewerben. Seit 20 Jahren lebt Hofer in Eitting, ist Vorsitzender des Männergesangvereins, Kassier beim Fischerstammtisch. Hofer stammt aus Eichenried, wo er nicht nur Fußball gespielt hat, sondern auch im Pfarrgemeinderat tätig war.

Die Tatsache, dass ein weiterer CSU-Mann – nämlich der amtierende Vize-Bürgermeister Reinhard Huber – für die Ortsliste Reisen für das höchste Amt in der Gemeinde kandidiert, nannte Hofer gegenüber der Heimatzeitung unproblematisch. Es solle eine Auswahl möglich bleiben für die Wählerschaft, sagte er.

Zuvor hatte Eittings CSU-Chef Konrad Zollner einige kommunalpolitische Ziele definiert, darunter vor allem das Problem Kindergarten. Er stellte die Frage: „Wie kann es sein, dass wir da nicht vorankommen?“ Weiter erklärte er: „Was wir brauchen, ist Wohnbebauung, speziell im Einheimischenmodell.“ Auch die Freizeiteinrichtungen will Zollner verbessert sehen, beispielsweise am Eittinger Weiher. Schnelles Internet gehört für ihn ebenso auf den Aufgabenzettel wie der Öffentliche Personennahverkehr, aber auch der Hebesatz der Gewerbesteuer.

Vieles davon wird Thema im neuen Gemeinderat, für den die Versammlung den Bürgermeisterkandidaten Hofer auf Platz eins der Liste setzte, gefolgt von Gemeinderätin Astrid Hellinger und CSU-Chef Zollner. Über die Spitzenplätze ließ Altbürgermeister Matthias Kammerbauer als Wahlleiter getrennt abstimmen.

Josef Schmidt stellte den Antrag, wie bei der Liste „Gemeindefriede“, dem Kandidaten aus Eittingermoos mit den meisten Stimmen Platz fünf einzuräumen. Darüber ließ Kammerbauer auf Antrag aus der Versammlung geheim abstimmen. Die Entscheidung dafür fiel mit 27:23 Stimmen knapp aus. Die weiteren Kandidaten nahm der Wahlleiter per Zuruf auf und kommentierte erfreut: „Junge Gesichter!“

Die Kandidaten:

1. Hermann Hofer, 2. Astrid Hellinger, 3. Konrad Zollner, 4. Christine Wiest, 5. Martin Vohburger, 6. Andreas Maier, 7. Wolfgang Ettl, 8. Max Vincenti,  9. Ludwig Maierhofer, 10. Christian Strasser, 11. Simone Thalhammer, 12. Anton Angelhuber, 13. Joseph Faltlhauser jun., 14. Nicole Huber, 15. Franziska Zollner, 16. Michael Hirth, 17. Maria Maier, 18. Manuel Lerch, 19. Anton Anzinger sen., 20. Johannes Zollner, 21. Georg Zollner, 22. Christian Gröber, 23. Alfred Huber.

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