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Viele Informationen bekamen die Zuhörer in der Eittinger Bürgerversammlung.

Bürgerversammlung Eitting 

Baugebiet Gaden soll im Herbst 2019 starten

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Eine Messung von Ultrafeinstaub im Gemeindegebiet sowie detaillierte Informationen über das Gadener Baugebiet wünschten sich etliche Zuhörer der Eittinger Bürgerversammlung. Sauer stieß einigen zudem die tierischen Hinterlassenschaften von Hunden auf.

Eitting– Nahezu volles Haus war in der Bürgerversammlung Eitting am Freitag in der Pizzeria Da Massimo angesagt. Nach einem detaillierten Bericht von Rathauschef Georg Wiester (Bericht folgt) waren die rund 80 Zuhörer mit ihren Fragen an der Reihe. Der Wunsch nach einer Ultrafeinstaub-Messung im Gemeindegebiet kam mehrmals zur Sprache. Der Bürgerverein Freising zur Vermeidung von Lärm- und Schadstoffbelastungen besitzt ein so genanntes UFP-Messgerät, mit dem diese Schadstoffe gemessen werden können. „Könnte sich die Gemeinde dieses Gerät ausleihen?“, fragten einige Gäste.

Wiester steht dieser Bitte skeptisch gegenüber. „Es gibt keine gesetzlichen Grenzwerte. Was bringt dann die Messung? Ich möchte es aber nicht runterspielen. Wir werden es im Gemeinderat besprechen“, versprach der Bürgermeister.

Welche Auswirkungen die Erweiterung des Terminals 1 am Flughafen auf die Gemeinde habe, darüber konnte Wiester keine Auskunft geben. Es laufe ein Planfeststellungsverfahren. Die Unterlagen dazu liegen im Rathaus Oberding aus. Ein Zuhörer befürchtet „durch die technische Aufwertung mehr Abfertigungen“.

„Ab wann kann man sich für Grundstücke bewerben?“, wollte ein Gast zum Baugebiet Gaden wissen. Auf einer Bruttofläche von 2,8 Hektar soll Wohnraum entstehen. Den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nummer 28 Gaden-Mitte hatte der Gemeinderat bereits vor zwölf Jahren gefasst, aber das Verfahren nicht mehr weiterverfolgt. Heuer geht es mit der Entwicklung weiter. „Die Grundstücksverhandlungen sind bereits durch notarielle Verträge abgeschlossen worden“, sagte Wiester. Bis auf den Umgriff des Bebauungsplans gibt es noch keine detaillierteren Informationen. Der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München soll den Bebauungsplan erstellen. Dazu gab es ein erstes Gespräch. „Unser ehrgeiziges Ziel ist es, dass im Herbst 2019 mit der Bebauung begonnen werden kann“, sagte Wiester. Im Gemeindeanzeiger werde regelmäßig darüber informiert.

Eine Leinenpflicht für Hunde wünscht sich ein Landwirt. „Ich appelliere an die Hundehalter“, sagte er. Die tierischen Hinterlassenschaften der Vierbeiner stießen mehreren Gästen sauer auf. „Ich fahre den Leuten auch nicht die Gülle in den Garten rein“, sagte der Zuhörer, der das Thema zur Sprache brachte. „Man kann nur an die Vernunft der Hundehalter appellieren“, stimmte auch Wiester zu.

Unter einer Schulterhöhe von 50 Zentimetern würden Hunde nicht unter die Verordnung zum Anleinen fallen. „Muss ich dann jeden Hund messen?“, so Wiester schmunzelnd. Es gibt jedoch eine Tafel vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), die darüber informiert, dass der Kot der Zamperl im Fressen der Kühe schädlich sei. Wiester reichte die Tafel unter den Anwesenden herum und empfahl, diese aufzustellen.

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