Eittings Bürgermeister Reinhard Huber kann mit den aktuellen Finanzergebnissen ganz gut leben. Den Umständen entsprechend, versteht sich.

Gewerbesteuereinbußen von 40 000 Euro 

Corona: Eitting kommt bei den Finanzen mit einem blauen Auge davon

  • vonDaniela Oldach
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Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise haben die Finanzlage der Gemeinde Eitting noch nicht wesentlich belastet. Bürgermeister Reinhard Huber stellte im Gemeinderat am Dienstag den Halbjahresbericht vor. Im Blick hatte er vor allem die Einkommen- und Gewerbesteuer.

Eitting– Kämmerer Georg Neudecker hat im Haushalt 1,15 Millionen Euro an Gewerbesteuereinnahmen angesetzt. Bisher wurden knapp 487 000 Euro verbucht. Nach Prognosen werden am Jahresende aber 1,111 Millionen Euro eingegangen sein – ein Minus von rund 40 000 Euro. „Da können wir noch froh sein. Eitting ist da mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagte Huber. Es gebe lediglich ein paar Stundungsanträge, ansonsten habe die Krise noch keine spürbaren Auswirkungen auf die Eittinger Finanzlage gezeigt. Das liege sehr an den gesunden Mittelstandsfirmen in der Kommune. Im Verwaltungshaushalt liegt man also gut.

Bei der Einkommensteuer liegt Eitting sogar im Soll. 2,205 Millionen Euro sollen es am Jahresende sein. Bisher ging die erste von vier Raten in Höhe von 522 600 Euro voll ein. Bei der Grundsteuer A hat Kämmerer Neudecker 46 500 Euro angesetzt, zum Jahresende werden es rund 1000 Euro mehr sein. Auch bei der Grundsteuer B wird ein Plus erwartet. Der Haushaltsansatz von 340 000 Euro wird um voraussichtlich 29 000 Euro überschritten.

Bei den Ausgaben hat die Kommune bisher 951 700 Euro an Kreisumlage bezahlt. Die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft, die Eitting mit Oberding bildet, beträgt 594 200 Euro, von denen schon 294 000 Euro bezahlt wurden. Für die Musikschule und die Volkshochschule (VHS) wurden bereits 14 500 Euro der angesetzten 16 900 Euro beglichen. Im Jahr 2018, dem die VHS-Berechnungen zugrunde liegen, haben 314 Teilnehmer aus der Gemeinde Eitting Kurse belegt, informierte Huber.

Den bisherigen Einnahmen im Verwaltungshaushalt von 1,954 Millionen Euro stehen Ausgaben von 2,462 Millionen Euro gegenüber (Stand 30. Juni). Auf der Habenseite sind aber die zweiten Steuer-Raten noch nicht eingegangen. Im Vermögenshaushalt wurden 859 500 Euro eingenommen und bisher 559 026 Euro ausgegeben.

Die Ausstattung und Ausrüstung der Feuerwehren kostete heuer bisher 35 400 Euro. Die Ausstattung der Schule wurde für 10 500 Euro ergänzt. Unter anderem wurden vier Computer, eine neue Doku-Kamera und eine neue Reinigungsmaschine für die Turnhalle angeschafft. Die Sanierung der Turnhalle ist jetzt abgeschlossen, die letzten Schlussrechnungen belaufen sich auf knapp 56 000 Euro. Für den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Eittingermoos-Berglern fielen nochmals rund 31 000 Euro an. Und da im Januar die restliche Summe von 312 500 Euro für den ursprünglich Eine-Million-Euro-Kredit für den Kinderhaus-Bau zurückgezahlt wurde, hat der frühere Bürgermeister Georg Wiester seinem Nachfolger eine schuldenfreie Kommune übergeben. 

DANIELA OLDACH

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