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Stolz auf Schulranzen und Schultüte: Greta Strobel hat alles parat, natürlich auch den Malkasten.

Schulstart am Dienstag

Darauf freuen sich Greta, Sebastian und Zebu am meisten

Landkreis – Ranzen, Schultüte, neue Freunde, Schulweg – für 1197 Kinder im Landkreis ist Dienstag, 13. September 2016, ein aufregendes Datum: ihr erster Schultag.

Sebastian Streicher aus Eitting besucht ab Dienstag die örtliche Grundschule und freut sich schon darauf. Er wird sich jeden Tag zu Fuß auf den Weg machen, erzählt er. Viel Übung braucht es dafür nicht. Der Kindergarten, den er zuvor besucht hatte, liegt direkt hinter der Schule. Trotzdem hat er beim Ferienprogramm „Schulweg üben“ mitgemacht. „Zweimal sind wir den Weg gegangen. Einen kleinen Berg muss man auch hoch“, erzählt der Sechsjährige. Am ersten Schultag begleiten ihn noch seine Eltern Maria und Sven Streicher, danach wird er mit einigen Freunden aus der Nachbarschaft den knappen Kilometer zur Schule laufen.

Sebastian kennt bereits einige Kinder aus seiner Klasse, sein bester Freund besucht jedoch die andere Klasse. Der Bub ist aufgeregt. „Ich bin fast die halbe Nacht wach“, erzählt er. Der Schulranzen ist schon gepackt. Auf jedem Stift klebt ein Aufkleber mit dem Namen. Nur auf dem Stundenplan im Federmäppchen steht noch nichts. Sebastian hat seinen Namen bereits geübt und auch den seiner Cousine Anna.

Stolz führt Sebastian die Blinklichter auf dem Schulranzen vor: die Scheinwerfer des vorne abgebildeten Traktors. Sein großes Vorbild ist sein Onkel, der Landwirt ist. Also sagt Sebastian über seinen Berufswunsch: „Bauer oder Fußballer. Am besten beides.“

Sebastian freut sich am meisten auf die Pausen, in denen er mit seinen Freunden spielen kann. Die Freunde sieht er ebenfalls in der Mittagsbetreuung wieder, in die er jeden Tag bis 14 Uhr geht, da seine Mutter drei Tage in der Woche arbeiten geht.

Den Inhalt seiner Schultüte kennt Sebastian noch nicht, aber er hofft auf ein Teleskop. „Oder einen Ventilator, der wäre praktisch wenn man am Weiher ist“, meint der Sechsjährige. Gebastelt hat die Schultüte die Mama. In den Farben des FC Bayern – das war ganz wichtig.

Zebu Struck aus Neufinsing ist schon sehr gespannt. „Ständig höre ich sowas wie ,Mama, freust du dich auch so, dass ich ein Schulkind bin?‘ und ,Mama, wann geht es los?‘“, erzählt Andrea Struck. Zebu geht in die Montessori Schule in Aufkirchen, wo er einige Freunde aus dem Kindergarten wieder trifft. Weitere Klassenkameraden hat er beim Schnuppernachmittag kennengelernt.

Zebu wird jeden Tag mit dem Bus von Neufinsing nach Aufkirchen fahren. Der Wagen sammelt Kinder aus mehreren Ortschaften ein. Nur am ersten Tag begleiten ihn seine Eltern in die Schule. Obwohl es in Neufinsing auch eine Grundschule gibt, haben sich Andrea und Marco Struck dazu entschieden, ihren Sohn auf die Montessori-Schule zu schicken. „Die Schule ist so schön bunt und das Motto ,Hilf mir, es selbst zu tun‘ finde ich super“, erklärt die Adoptivmutter.

Unter den Schul-Aktivitäten möchte Zebu beim Zirkus mitmachen und vielleicht Gitarre lernen. Sein Berufswunsch geht aber in eine andere Richtung: „Ich will zur Polizei.“ Auf die Idee hat ihn eine Freundin im Kindergarten gebracht.

Der Schulranzen ist längst gepackt. Alle Hefte, Stifte, Utensilien für den Kunstunterricht, Hausschuhe und auch die Sportsachen liegen bereit für den ersten Tag. „Nur die Filzstifte fehlen“ bemerkt der Sechjährige. Trotzdem ist der Schulranzen „schon ganz schön schwer!“, klagt Zebu. Tasche und Schultüte zeigen, was der Bub am liebsten mag. Fußbälle und Dinosaurier zieren beides, die Oma hat auch einen selbst gemachten Fußballanhänger beigesteuert.

Worauf sich der Sechjährige am meisten freut: „Die Schultüte!“ Er hofft auf Süßigkeiten. Von den Fächern, die ihn erwarten, begeistern ihn Lesen, Schreiben und Rechnen. Seinen Namen hat Zebu schon fleißig geübt, mit rechts und auch mit links, da er bis vor kurzem noch einen Gips an der rechten Hand getragen hat.

Greta Strobel aus Ottenhofen möchte unbedingt neben ihrer besten Freundin Jana sitzen. Wo, ist ihr dann egal. Am meisten freut sich die Sechsjährige auf ihre Lehrerin Frau Riepl, die auch schon ihre große Schwester Carlotta unterrichtet hatte.

Wie der erste Tag abläuft, weiß Greta bereits. Um 8.45 Uhr werden die Erstklässler in der Turnhalle begrüßt. Danach im Klassenzimmer dürfen die Mädchen und Buben das erste Mal in ihre Schultüte schauen. Die Eltern Yvonne und Christian Strobel sowie die Großeltern kommen mit, um diesen Tag zu feiern. Auch Greta wird drei Tage die Woche in die Mittagsbetreuung gehen, da beide Eltern berufstätig sind.

Die junge Ottenhofenerin wird wohl die älteste Schultüte dabei haben. Die hatten schon ihre Tante Susanne 1975 und ihr Papa 1977 mit Stolz bei der Einschulung getragen.

Franziska Huber

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