Feuriger Auftritt: „Torero“ Simon Zachenhuber und sein „Tuch“ Patricija Belousova.
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Feuriger Auftritt: „Torero“ Simon Zachenhuber und sein „Tuch“ Patricija Belousova.

RTL-Show „Let’s Dance“: Simon Zachenhubers feuriger Auftritt mit viel Fingerfertigkeit

Der Tanz des Toreros

  • Markus Schwarzkugler
    vonMarkus Schwarzkugler
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Reisen – Typisch spanisch hat es Simon Zachenhuber am Freitagabend mit seiner Tanzpartnerin Patricija Belousova souverän in die nächste Runde der RTL-Show „Let’s Dance“ geschafft. Die beiden legten einen Paso Doble hin, der 23-Jährige trat als Torero auf. Der feurige Auftritt überzeugte sowohl die Jury als auch das TV-Publikum.

„Du bist der Torero, ich bin dein Tuch“, sagte Belousova im Vorlauf zu dem Reisener, für den sich vor allem die Fingerakrobatik als nicht ganz so einfach herausstellen sollte. Doch am Ende lief alles gut. „Sieht so aus, als wüsstest du mittlerweile, was du mit deinen Händen machst“, meinte Moderator Daniel Hartwich. Und Juror Jorge Gonzalez (8 von 10 Punkten) lobte: „Dein Ausdruck hat mir sehr gut gefallen.“

„Du bist aus deiner Komfortzone raus, endlich mal auf Angriff“, meinte der gestrenge Joachim Llambi (7), der sich aber noch mehr Arroganz wünschte. Motsi Mabuse (8) konterte: „Es muss nicht immer arrogant sein. Ein bissl dirty – das hat mir gut gefallen.“

Was Simon Zachenhuber selbst von seinem Auftritt am Freitag hält, das hat unsere Zeitung den Profiboxer gefragt.

Herr Zachenhuber, Fäuste ballen ist wohl leichter als Fingerakrobatik?

(lacht) Naja, Boxen ist bei der Handakrobatik deutlich einfacher. Für jeden Tanz gibt es drei, vier verschiedene Arten, seine Finger abzuspreizen. Das ist schwieriger als es ausschaut. Tänzer machen das von kleinauf, aber wenn man das noch nie gemacht hat, ist es schwierig. Ich musste mich während des Tanzes darauf konzentrieren. Eigentlich sind die Finger ein kleines Detail, aber es war für mich eine große Herausforderung.

Wie hat Ihnen Ihre Rolle als Torero gefallen?

Die Rolle als Torero gefällt mir eigentlich ganz gut. Im Training war es zunächst ungewohnt. Aber ich habe mich voll drauf eingelassen. Wir hatten beide unseren Spaß, und am Ende hat es ja sehr gut funktioniert.

Die „Boys vs. Girls“-Challenge haben die Männer verloren. Ganz konntet ihr Jüngeren die Schwächen in der hinteren Reihe nicht cachieren, oder?

Wir haben leider verloren, es hat aber jeder im Team sein Bestes gegeben. Der Spaß stand im Vordergrund, auch im Training. Die Männer mal unter sich – das war ein lustiger Tag.

Punktetechnisch sind Sie beide konstant im Mittelfeld. Was ist nach oben noch drin?

Ja, wir sind konstant im Mittelfeld, aber wir verbessern uns punktetechnisch auf jeden Fall. Ich verstehe immer mehr, um was es beim Tanzen geht. Es beginnt, mir immer mehr Spaß zu machen, was ich so gar nicht erwartet hätte. Ich bin gespannt, wo die Reise – auch punktetechnisch – noch hingeht.

Gibt’s eigentlich Frotzeleien von Boxerkollegen, so nach dem Motto: Der harte Kollege, der versucht sich jetzt als Tänzer?

Ja, das würde naheliegen. Allerdings nur für Leute, die nicht so im Boxen drin sind. Die Experten wissen aber, dass ein paar der weltgrößten Boxer beziehungsweise Superstars alle was mit Tanzen zu tun hatten. „The Greatest of all Time“ zum Beispiel, Muhammad Ali, hat Ballettstunden genommen. Wassyl Lomatschenko hat 13 Jahre getanzt und ist heute für seine gute Beinarbeit bekannt.

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