Gute Laune, kesse Choreographie: Patricija Belousova und Simon Zachenhuber überzeugten Jury und Publikum und haben sich für die sechste Runde der Tanzshow Let’s Dance qualifiziert.
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Gute Laune, kesse Choreographie: Patricija Belousova und Simon Zachenhuber überzeugten Jury und Publikum und haben sich für die sechste Runde der Tanzshow Let’s Dance qualifiziert.

Simon Zachenhuber meistert auch den Jive – Sein bisher fröhlichster Auftritt

Let‘s Dance: Die Party geht weiter

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Mit viel Arbeit und einem kunterbunten Hemd hat sich Simon Zachenhuber für die sechste Runde der RTL-Show Let‘s Dance qualifiziert. Jive gehört nun zu seinen Favoriten.

Köln/Reisen – War das ein Hawaii-Hemd oder doch eher ein Stück aus dem Souvenirshop des Botanischen Gartens? Simon Zachenhuber versichert jedenfalls: Ja, er könne sich durchaus vorstellen, dieses Hemd zu tragen, wenn er mit einem Eis durch die Erdinger Lange Zeile schlendere – „wenn ich sehr sehr gute Laune habe“. Eben diese strahlten der 22-Jährige aus Reisen und seine Partnerin Patricija Belousova am Freitagabend in der RTL-Show Let’s Dance aus.

Für ihren Jive auf den fröhlichen Song „Escape“ von Rupert Holmes erhielten die beiden zuerst 20 Punkte von den Juroren und danach auch die nötigen Anrufe der Zuschauer, die das „dynamische Paar“ (Zitat: Jurorin Motsi Mabuse) in die nächste Runde wählten. Im Gegensatz übrigens zu Schauspieler Erol Sander, der diesmal ausschied.

Über 8 Millionen Menschen hatten laut RTL-Angaben „Deutschlands schönste Live-Tanzshow“ eingeschaltet. Sie sahen mit der Startnummer 6 ein junges Paar, das offensichtlich richtig viel Freude hatte am Auftritt: Zachenhuber spielt einen Sunnyboy, der das Mädchen hinter einem Verkaufsstand charmant hervorlockt, um einen schwungvollen Jive zu tanzen. In der nun fünften Show legt das Paar die bisher lockerste und fröhlichste Performance hin.

Er habe vorher auch schon viel Spaß gehabt, erzählt der 22-Jährige, „aber anfangs waren das wahnsinnig viele neue Eindrücke. Das ganze Drumherum bei so einer Show, das ist eine Reizüberflutung, das kann man sich gar nicht vorstellen“. Aber inzwischen habe er eben schon fünfmal gesehen, wie das Ganze abläuft. „Ich kann nun mehr den Fokus aufs Tanzen legen“, und das erhöhe auch den Spaßfaktor.

Bei aller Gaudi: Wieviel Arbeit hinter einem Auftritt steckt, zeigen die Szenen aus dem Training während der Woche. Da hört man den Reisener stöhnen. „Vor meinen ersten Schritten habe ich gesagt, Jive ist mein Lieblingstanz“, sagt dabei der klatschnass durchgeschwitzte Zachenhuber, „jetzt nicht mehr“. Er habe ja vorher noch nie Jive getanzt, erklärt der Profiboxer. „Der Tanz schaut halt einfach cool aus, aber er hat schon eine anspruchsvolle Technik, das hatte ich mir leichter vorgestellt. Man muss die Kicks exakt ausführen.“

Auch für einen Boxer sei Beinarbeit wichtig. Schnelligkeit sei in beiden Fällen ein wesentlicher Faktor, „aber beim Tanzen hast du noch eine ganz andere Körperspannung“, erklärt Zachenhuber. „Und du hast gewisse Schritte vorgegeben, die du dann einstudierst.“ Und die müssen dann auch sitzen.

Das war der einzige Kritikpunkt der Juroren. „Arbeitet an eurer Technik“, forderte Mosti Mabuse. „Schneller, zackiger“ müsse das gehen. Zachenhuber empfand die Kritik als „sehr konstruktiv“. Er werde versuchen, dies beim nächsten Tanz umzusetzen. „Aber es hat so viel Spaß gemacht, auf dieses klasse Lied zu tanzen. Da neigt man dazu, zu viel Party zu machen, zu viel Gas zu geben, und da hat die Technik darunter gelitten.“ Längst hat er auch seine Meinung über den Jive erneut revidiert. „Doch, doch, der Jive gehört schon wieder zu meinen Favoriten.“

„Die Party“, wie es Zachenhuber ausdrückte, beeindruckte auch die Jury. „Es wird von Woche zu Woche besser“, lobte Motsi Mabuse. Auch Jorge Gonzalez hat es „sehr gut gefallen. Ihr habt den Charakter des Tanzes gut interpretiert“. Und der gestrenge Joachim Llambi erinnerte nochmal an den gelungenen letzten Auftritt: „Nach dem Paso Doble habt ihr es geschafft, den Elan zu halten.“ Damals vergab die Jury 23 Punkte, diesmal hielten Gonzalez, Mabuse und Llambi die Kellen mit der 6, 6 und 8 hoch – insgesamt 20 Punkte. Das bedeute Platz sechs unter den zehn Tanzpaaren. Nach dem Votum der Zuschauer war dann auch klar: Nächste Woche geht’s weiter.

Welchen Tanz er gern hätte? „Ich lass mich überraschen“, sagt Zachenhuber. Ein Standardtanz wäre vielleicht schön. „Aber ich bin kein Spezialist und freue mich über jeden Tanz, den ich lernen darf.“

Und über das Outfit, das er tragen darf. Das oben erwähnte Hemd hätte die Schneiderin gefertigt nach dem Wunsch seiner Tanzpartnerin Patricija Belousova, die auch für die Choreographie zuständig ist. Joachim Llambi vermutete: „Das Hemd ist doch von Kai Ebel geklaut.“ Es war bunt, „ein sehr sommerliches Hemd, den Schnitt fand ich irgendwie cool“, meint Zachenhuber. Vielleicht sieht man ihn damit tatsächlich auf Erdings Flaniermeile, oder, wie er sagt, „im Fasching in der ,Post‘, wenn das Motto ,Summerbreeze‘ heißt.“

Dieter Priglmeir

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