Immer wieder ein Hingucker: Simon Zachenhuber und Patricija Belousova legten diesmal einen Slowfox aufs Parkett.
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Immer wieder ein Hingucker: Simon Zachenhuber und Patricija Belousova legten diesmal einen Slowfox aufs Parkett.

RTL Show: Simon Zachenhuber über Sympathiebekundungen und ein dramatisches Finale

„Let‘s Dance“: Die Tanzmaschine von Erding zittert sich durch

  • Markus Schwarzkugler
    vonMarkus Schwarzkugler
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Nervenkitzel pur für Simon Zachenhuber bei der RTL-Show „Let’s Dance“: Der Reisener Profiboxer stand mit seiner Partnerin Patricija Belousova im roten Licht, sollte den Showdown jedoch überstehen. Am Ende musste nämlich Schlagersänger Mickie Krause gehen. Puh, das war eng.

Reisen - Das Ganze passte auch irgendwie zu Zachenhubers Woche, in der er bei der Vorbereitung auf seinen Slowfox zum Song „Power over me“ schwer zu kämpfen hatte. „Was meine Frustration angeht, lernt ihr gerade eine neue Seite von mir kennen“, meinte er in die Kamera. Doch Zachenhuber fing sich, nahm sich eine Auszeit, notierte sich in Ruhe das, was er zu tun hatte – und am Ende wurde es doch noch was.

Jurorin Motsi Mabuse (7 von 10 Punkten) lobte den 22-Jährigen: „Das war nicht einfach. Du warst vom Timing her so gut in der Musik.“ Und sie legte so richtig los: Zachenhuber sei „der Wunsch jedes Schwiegervaters – so höflich, so süß, einfach ein netter Junge“. „Er ist ein super Typ. Wir sind froh, dass er in diesem Jahr bei uns ist“, pflichtete ihr Moderator Daniel Hartwich bei. Und Jorge Gonzalez (7) befand: „Du versuchst wirklich, deine Gefühle von innen nach außen zu transportieren.“ Ein bisserl mehr Leichtigkeit wünschte sich der Juror noch.

„Du hast ein Problem: Du bist Boxer“, meinte dagegen Joachim Llambi (5) trocken. Seine Nackenmuskulatur lasse Zachenhuber ein bisserl starr wirken. Aber selbst der strenge Experte musste zugeben: „Technik und Fußarbeit waren zu 90 Prozent gar nicht so schlecht.“

Am Ende also doch vor allem viel Lob und fast schon Liebesbekundungen für Zachenhuber, der im Gespräch mit unserer Zeitung unter anderem darüber und über das spannende Finale spricht.

Herr Zachenhuber, Moderator Daniel Hartwich hat Sie als „Tanzmaschine von Erding“ angekündigt. Wie gefällt Ihnen der Titel – wäre doch vielleicht was auch für ihre Boxkarriere.

(lacht) Das ist auf jeden Fall ein kreativer Titel. Ich weiß noch nicht genau, was ich davon halten soll. Wenn der Name gut ankommt und den Leuten gefällt... Naja, ich find ihn irgendwie nett.

Das letzte Mal ein kunterbuntes Hemd, diesmal wieder ein feiner Zwirn. Was steht Ihnen besser?

Also modisch gefällt mir der Anzug deutlich besser als das bunte Hemd vom letzten Mal. Aber das war ja ein ganz anderes Tanzthema. Mir persönlich steht was Elegantes auf jeden Fall besser als ein schräges Hemd (schmunzelt).

In der Vorbereitung waren Sie ganz wirkten Sie ganz schön frustriert.

Ja, ich war frustriert. Langsam baut man sich ein paar Grundlagen auf, aber die sind immer noch zu wenig, um schnell was Neues lernen zu können. Ich bin wahnsinnig ehrgeizig, aber oft funktioniert es über den schnellsten Weg einfach nicht. Manchmal muss man den harten Weg nehmen. Ich habe hier bei Let’s Dance neue Seiten an mir entdeckt. Was den Umgang mit mir selbst angeht, kann ich hieraus etwas für mein weiteres Leben mitnehmen.

Schwamm drüber über den ganzen Frust. Sie wurden dafür ja am Ende mit Sympathiebekundungen nur so überschüttet. Was bedeutet Ihnen das, gerade weil Sie sich unter so vielen doch wesentlich prominenteren Persönlichkeiten zu behaupten haben?

Für das Lob, das von Herrn Hartwich und anderen kommt, bin ich wahnsinnig dankbar. Ich selber komme mir nicht so vor, als wäre ich netter als jemand anderer hier. Das ist aber sehr, sehr schön zu hören. Es gibt prominentere Teilnehmer, das stimmt. Aber so sieht oder verhält sich mir gegenüber keiner, wir begegnen uns auf Augenhöhe.

Mit welchen Promis verstehen Sie sich denn besonders gut?

Zum Beispiel mit dem Mickie, der jetzt ausgeschieden ist. Ich habe viel von ihm gelernt, er ist ja schon wahnsinnig lang im Showgeschäft. Ich komme aber mit allen gut aus. Eine nette Sache sind unsere wöchentlichen Läufe, bei denen wir über dieses oder jenes reden. Mit dem Rurik Gislason verstehe ich mich auch super, der ist ein sehr, sehr netter Kerl.

Müssen Sie sich eigentlich manchmal noch kneifen, wenn Sie daran denken, dass Sie vor einem Millionenpublikum auftreten?

Ich müsste mich jede Minute kneifen, ob das hier alles echt ist – gerade, wenn man im Studio sitzt oder dann beim Tanz selber. Ich kann mir nicht vorstellen, wie viel fünf Millionen Leute sind. Ich habe das noch nicht so richtig realisiert, was das für eine Menge ist. Umso dankbarer bin ich, dass ich immer noch dabei bin.

Diesmal war’s eng. Was glauben Sie, wie weit es noch gehen kann?

Ja, es wird wirklich immer enger. Diesmal war ich im roten Licht, und wir sind gottseidank weitergekommen. Ich will einfach nur von Show zu Show kommen. Jetzt bin ich schon in Show Nummer sieben – wer hätte das gedacht? Ich freue mich um jede weitere.

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