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Einen Einsatz der denkwürdigen Sorte erlebte die Freiwillige Feuerwehr (Symbolbild).

Denkwürdiger Einsatz

Drama auf der A92: Bikerin von Kleinbus überrollt - Feuerwehr rückt zu Fuß an

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Über einen „Einsatz in noch nie dagewesener Art und Weise“ empört sich die Freiwillige Feuerwehr Eitting auf Facebook. Der Chef der Autobahndirektion kommt zu einem ganz anderen Fazit.

Freising – Unter dramatischen Umständen ist am Sonntagabend eine Motorradfahrerin gerettet worden, die auf der A 92 einen schweren Unfall im Baustellenbereich erlitten hatte. Feuerwehrleute aus Eitting (Kreis Erding) machten sich auf der heiklen Passage zwischen den Anschlussstellen Erding und Freising-Ost zu Fuß auf den Weg. Die Kameraden aus Attaching mussten zwei Autobahn-Spuren queren, um zu der schwer verletzten Person zu gelangen. 

Wie die Autobahnpolizei berichtet, ereignete sich der Unfall am Sonntag gegen 18 Uhr auf Höhe der Anschlussstelle Freising-Ost. Eine 62-jährige Motorradfahrerin aus dem Passauer Raum, die in Fahrtrichtung Deggendorf unterwegs war, kam aus bisher ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab, prallte mit ihrer Honda gegen die Behelfsleitplanke aus Beton und wurde auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Ein Kleinbus konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und überrollte die Motorrad-Fahrerin. Sie erlitt schwere Verletzungen an Armen und Beinen mit teils offenen Brüchen. Ein Rettungshubschrauber brachte die Bikerin ins Klinikum München-Bogenhausen. 

„Einsatz in noch nie dagewesener Art und Weise“

Doch bevor die Frau weggeflogen werden konnte, kam es für die Feuerwehr Eitting zu einem „Einsatz in noch nie dagewesener Art und Weise“. Auf ihrer Facebook-Seite berichtet die Eittinger Wehr, dass es ihnen und den Kameraden aus Erding nicht möglich gewesen sei, mit ihren Fahrzeugen zur Unfallstelle vorzudringen. Auf den verschmälerten, mit niedrigen Betonwänden abgegrenzten Fahrstreifen hatte sich ein Stau gebildet. An eine Rettungsgasse war im Baustellen-Bereich nicht zu denken. Zumindest der Sprecher der Autobahnpolizei wollte den Verkehrsteilnehmern, die den Abschnitt verstopft hatten, keinen Vorwurf machen: „Es ist in dem Bereich schlicht nicht möglich, eine Rettungsgasse zu bilden.“ 

Vier Spuren, wo eigentlich nur zwei sind: Aufgrund von Sanierungsarbeiten ist die Hälfte der Autobahn bei Freising Ost gesperrt. Auf den verbleibenden, beengten Spuren sind Rettungsgassen nicht möglich, wie sich bei einem schweren Unfall am Sonntagabend schmerzlich gezeigt hat.

Mit dem Einsatzfahrzeug jedenfalls war für die Eittinger Feuerwehrler kein Durchkommen. „Wir wussten zwar, dass auch die Feuerwehr Attaching alarmiert wurde, die von der anderen Seite kommen sollte“, berichtete Eittings Kommandant Georg Kohlhuber dem FT. „Aber wir wussten nicht, ob die schon vor Ort waren.“ Also entschieden die Eittinger, sich zu Fuß auf den Weg zum Unfallort zu machen – drei Kilometer weit in voller Montur und bei tropischen Wetterbedingungen. Autofahrer versorgten die Einsatzkräfte mit Getränken. 

Attachinger Feuerwehr muss zwei Spuren überqueren

Als sie am Unfallort ankamen, hatten die Kollegen der Feuerwehr Attaching die Situation bereits im Griff. Auch für sie war der Einsatz nicht alltäglich. „Um zum Unfallopfer zu gelangen, mussten wir zwei Spuren queren“, sagte Kommandant Toni Lacherbauer. Mit Hilfe des Verkehrssicherheitsanhängers der Freisinger Feuerwache 2 wurde die Fahrbahn Richtung Deggendorf gesperrt, Autos bei der Ausfahrt Freising Mitte abgeleitet, erläuterte Lacherbauer. „Die Autos, die zwischen Freising Mitte und Freising Ost standen, haben wir noch langsam passieren lassen.“ Insgesamt war die A 92 für eine Stunde komplett gesperrt. 

Die Erstversorgung der Frau übernahm nach Angaben der Polizei ein privater Rettungsdienst, der zufällig am Unfallort vorbeigekommen war. Anschließend kümmerten sich das BRK Freising und der Sanitäter der Feuerwehr Attaching um die Frau. „Als die Kollegen aus Erding angekommen sind, lag die Person bereits transportbereit auf dem Rettungswagen“, berichtete Lacherbauer. 

Auf Facebook äußerte sich die Feuerwehr Eitting frustriert: „HOFFENTLICH KOMMT SOWAS NIE WIEDER VOR“, heißt es dort in Großbuchstaben. Josef Seebacher, Sprecher der Autobahndirektion Südbayern, kommt indes zu einem anderen Schluss: „Letztlich lief alles planmäßig.“ 

Auto rast mit 185 km/h über beengte Baustellen-Spur

Denn das Einsatzkonzept, das bei Autobahn-Baustellen wie dieser erstellt werde, sehe vor, dass die Alarmierung von beiden Seiten der Baustelle aus erfolge. Denn eines sei klar: „Es gibt keine einzige Autobahn-Baustelle in ganz Deutschland, auf der eine Rettungsgasse möglich ist.“ Das ginge nur, wenn Flächenverbrauch keine Rolle mehr spiele, oder man die Baustellen-Passage dreispurig halte. „Aber dann haben wir Staus ohne Ende.“ Umso mehr, wenn sich in diesem Bereich auch noch ein schwerer Unfall ereignet wie kürzlich erst im Mai.

Seebacher appellierte auch an die Autofahrer, sich auf den engen Fahrspuren an das Tempolimit von 60 km/h zu halten. Erst kürzlich habe man einen Autofahrer geblitzt, der mit 185 km/h durch die Passage gerauscht sei. „Vielleicht müssen wir auch mit der Polizei sprechen, dass die dort intensiver einschreitet.“ Seebacher selbst möchte nochmals das Gespräch mit den Feuerwehren suchen. Zwar seien alle Betroffenen über die Einsatzpläne informiert worden, betonte Seebacher. „Aber Kommunikation hilft, dass sich beide Seiten noch besser verstehen.“ Die Feuerwehren würden einen harten Job machen. „Wenn wir etwas verbessern können, dann tun wir das. Wir sitzen schließlich alle im selben Boot.“

Erstmeldung, 23. Juli, 10.31 Uhr

Eitting - Sie war gemeinsam mit der Feuerwehr Erding am Sonntagabend zu einem schweren Unfall mit einem Motorrad auf die A 92 zwischen den Anschlussstellen Erding und Freising gerufen worden. Auf ihrer Facebookseite berichtet die Eittinger Wehr dass es den Rettern aufgrund der Baustelle nicht möglich gewesen sei, mit ihren Fahrzeugen zur Unfallstelle vorzudringen. 

Auf den verschmälerten, mit niedrigen Betonwänden abgegrenzten Fahrstreifen hatte sich ein Stau gebildet, an die Rettungsgasse in der Baustelle hatte offensichtlich keiner der Autofahrer gedacht. 

Feuerwehr muss bei Einsatz in Eitting drei Kilometer zu Fuß gehen

Als sich die Einsatzkräfte von hinten näherten, war kein Platz mehr, um nach rechts und links auszuweichen. Die Feuerwehrleute mussten drei Kilometer (!) zu Fuß gehen – und konnten dann doch nicht helfen. 

„Gott sei Dank wurden auch die Kräfte aus Attaching alarmiert, die aus der Gegenrichtung anrücken. Sie haben den Einsatz dann abgewickelt“, teilen die Eittinger Kameraden mit. Nicht nur ihnen danken sie, sondern auch den Autofahrern, die die Retter mit Getränken versorgten. „Hoffentlich kommt so etwas nie wieder vor“, schreiben sie auf Facebook. Die Autobahnpolizei Freising bestätigt die Vorfall. 

Eitting: Motorradfahrerin schwer verletzt - keine Rettungsgasse möglich

Eine 62-Jährige Motorradfahrerin aus dem Raum Passau war in Fahrtrichtung Deggendorf unterwegs. Laut Polizei kam sie auf Höhe der Ausfahrt Freising Ost immer weiter nach links, bis sie mit ihrer Honda gegen die Behelfsleitplanke aus Beton prallte. Die Frau wurde darüber geschleudert und landete auf der Gegenfahrbahn. Dort wurde sie von einem Richtung München fahrenden Opel überrollt. Sie erlitt schwere Verletzungen an Armen und Beinen mit teils offenen Brüchen. 

Ein Rettungshubschrauber flog die Bikerin ins Klinikum München-Bogenhausen. Der Polizeisprecher wollte den Autofahrern, die den Abschnitt verstopft hatten, keinen Vorwurf machen. „Es ist in dem Bereich schlicht nicht möglich, eine Rettungsgasse zu bilden“, so ein Sprecher.

ham

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