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Dreckig, abgemagert und dehydriert: Für Kater Luki ging es nach seinem Auffinden bei der Firma Wurzer erst mal zum Tierarzt in Eitting. 

Dramatische Tiergeschichte mit Happy End

Fünf Wochen in Container fest gesteckt: Kater Lukis Gefangenschaft ist beendet

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Es ist eine wochenlange Odyssee, die der kleine Kater Luki nun hinter sich hat und die ihn beinahe das Leben gekostet hat. Der Vierbeiner hat es einem aufmerksamen Mitarbeiter der Firma Wurzer in Eitting zu verdanken, dass er nach fünf Wochen in einem Container noch lebt und mittlerweile sogar zurück bei seiner Besitzerfamilie ist. Die wohnt übrigens ganz woanders, nämlich in Inning am Holz.

Eitting/Kirchasch/Inning – Dort wurde Luki seit dem 16. März vermisst. Das Tier muss auf dem Wertstoffhof in einen Grüngutcontainer geraten sein. Vier Tage später, erzählt Solveig Wanninger vom Erdinger Tierschutzverein, verkündete Ministerpräsident Markus Söder die vorübergehende Schließung der Wertstoffhöfe. Das dürfte ihrer Vermutung zufolge der Grund dafür gewesen sein, dass der achtjährige Kater so lange in dem Container, aus dem er nicht mehr herauskam, unentdeckt blieb.

In miserablem Zustand gefunden

Irgendwann wurde der Container jedenfalls abgeholt und zur Recyclingfirma Wurzer nach Eitting gebracht. Über fünf Wochen später – am 22. April – entdeckte ihn dort ein Mitarbeiter. „Ich habe ihn, nachdem er schwer hinkend aus dem gekippten Container gekommen war, nach Eitting zum Tierarzt gebracht“, berichtet der 54-jährige Erdinger, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Anschließend ging es für den rot-weißen Kater ins Tierheim des Tierschutzvereins Erding in Kirchasch. „Er war in einem schlechten Zustand, dehydriert, abgemagert. Man hat jeden Wirbel gespürt. Es hatte nicht geregnet, also war auch kein Wasser in den Container gekommen“, berichtet Wanninger.

„Es ist ein kleines Wunder!“

Der Finder machte sich derweil eifrig auf die Suche nach den Besitzern des Tieres. Über sein privates Profil und in diversen Gruppen auf Facebook erzählte er Lukis Geschichte und postete Bilder von ihm. Es sollte ein Happy End geben: „Mehrere Bekannte von uns haben es dort gesehen“, erzählt Sylvana Elas, die zusammen mit ihrem Mann Florian sowie ihren Zwillingen Johannes und Hanna (7) den geliebten Kater schon vermisst hatte. „Wir sind unglaublich glücklich, dass er wieder da ist. Als wir Lukis Bild im Internet gesehen haben, wussten wir: Er ist es! Es ist ein kleines Wunder“, sagt die 39-jährige Mutter.

„Er ist unser Seelentier“

Seit 2014 lebt Luki bei der Inninger Familie. „Seitdem war er nie auch nur einen Tag weg“, erzählt Sylvana Elas, die unweit des Hofs wohnt, auf dem Luki in die Falle geraten war. „Er ist unser Seelentier. Wenn Johannes krank ist, legt er sich bei ihm auf den Bauch und tröstet ihn“, sagt Elas, deren Familie außerdem noch ein Pferd, zwei Kaninchen und zwei Meerschweinchen besitzt.

Sogar Suchhunde losgeschickt

Trotz all der Tiere wollten sie Luki nicht abschreiben. Die Familie hängte Plakate aus, fragte in Whatsapp-Gruppen, ob jemand das abhanden gekommene Tier gesehen habe, sogar Freunde und Suchhunde schickte sie los. Bis eben der erlösende Anruf einer Bekannten kam.

Auch der Erdinger Finder ist erleichtert. Da Luki nicht gechipt war, ist ihm noch ein Hinweis wichtig: „Man sollte seinen Hund oder seine Katze chippen lassen. So kann man den Besitzer schnell finden und dem Tier unnötiges Verweilen im Tierheim ersparen“, sagt der 54-Jährige, der sich bei allen Teilern seines Facebook-Beitrags, die so die Suche unterstützt haben, herzlich bedankt.

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Mitten auf der B11 fand Phillip Albrecht kürzlich eine verletzte Katze liegen. Mit seiner Freundin Christine Müller brachte er sie die Tierklinik. Auch ihre Besitzer konnte er ausfindig machen.

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