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Über den Dankeszettel freuen sich in der Bäckerei Emslander (v. l.): Elfriede Gruber, Daniela und Pascal Quentmeier mit ihren Töchtern Alisa und Emily (mit dem Zettel), Roswitha Bauer und Maria Fischer. Fürs Foto wird freilich der Sicherheitsabstand eingehalten. 

Corona: Metzgerei Wiest und Bäckerei Emslander freuen sich über ein Zeichen der Anerkennung

Schöne Überraschung an der Ladentür: Anonymer Dank an Eittings Nahversorger

  • Markus Schwarzkugler
    vonMarkus Schwarzkugler
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Sie sind in einer schwierigen Zeit für die Versorgung der Bürger da und haben dafür nun auch künstlerische Anerkennung erhalten: Die Mitarbeiter und die Inhaberfamilie der Bäckerei Emslander in Eitting haben sich sehr gefreut, als sie kürzlich in der Früh einen in gelber und blauer Farbe gestalteten Zettel an der Tür der Bäckerei vorfanden. „Danke, liebes Bäckerei-Team!“, heißt es darauf.

Eitting – Ein ähnlicher Zettel klebte am Fenster der Metzgerei Wiest ein paar hundert Meter weiter. Auch dort wurde dem Team des Nahversorgers gedankt, dass es trotz der Corona-Gefahr weiter ihre Kunden mit Lebensmitteln versorge. Der Verfasser der netten Nachricht ist in beiden Fällen unbekannt.

„Das hat uns wirklich gefreut, dass die Leute das schätzen“, sagt Emslander-Mitarbeiterin Maria Fischer. Ihre Chefin Daniela Quentmeier ergänzt: „Das sind zurzeit alles blöde Umstände. Es ist schön, dass die Leute herkommen, um einzukaufen.“

„Witzig, aber auch schön“, findet Metzgerei-Chef Manfred Wiest den Zettel, der über Nacht an seinem Geschäft angebracht wurde. Es sei derzeit nicht einfach, die Menschen bei der Stange zu halten.

In beiden Läden gibt es dieser Tage verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. In beiden hängt eine Plastikplane von der Decke über der Theke, um einer möglichen Tröpfcheninfektion unter Kunden und Personal vorzubeugen. Beim Emslander, der übrigens wie ein Kramerladen neben Backwaren alle erdenklichen weiteren Dinge für den Haushalt im Angebot hat, dürfen maximal zwei Kunden gleichzeitig eintreten. Der Sicherheitsabstand von 1,50 Metern ist einzuhalten. So sieht es auch beim Wiest aus, in dessen im Vergleich zum Emslander größeren Räumlichkeiten drei Kunden eintreten dürfen. Ansonsten wird sich brav draußen in einer Schlange angestellt. Und es gibt die Möglichkeit, telefonisch Fleisch, Wurst und Co. zu reservieren und dann durch ein Fenster unweit der Eingangstür abzuholen.

Desinfiziert wird freilich auch fleißig, in der Bäckerei werden beispielsweise Theke oder die Türen der Kühlfächer stündlich besprüht und gewischt. Für die Kunden steht ein Desinfektionsspray bereit. „Die meisten sind froh, dass sie noch zu uns kommen können und nicht in die Stadt müssen“, berichtet Quentmeier. Das Kundenaufkommen sei so wie sonst auch. Kurzzeitig ein „großes Loch“ bei den Kundenzahlen festgestellt hat Wiest. Doch mittlerweile läuft es wieder. „Wir freuen uns, dass unsere Arbeit anerkannt wird“, so der Metzgerei-Chef.

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