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Skurriler Anblick: Die 26 THW-Kräfte arbeiteten wegen Corona mit Atemschutzmasken. 

Unfall am Kompostierwerk Wurzer

Sattelschlepper mit 24 Tonnen rutscht in Graben - THW rückt wegen Corona mit Schutzmasken an

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Spektakulärer Einsatz für knapp 30 Helfer des THW: Bei Eitting war ein großer Sattelschlepper voller Getränke in den Graben gerutscht. Wegen Corona rückten die Helfer mit Atemschutzmasken an. Ein Einsatz, der wegen des Sicherheitsabstands so noch komplizierter wurde als ohnehin schon.

Eitting – Von einem spektakulären Einsatz bei Eitting hat das Technische Hilfswerk Freising am Freitag in einer Pressemitteilung berichtet. Demnach wurde das THW bereits am Montag gegen 22.30 Uhr zum Wurzer-Kompostierwerk alarmiert. Dort war beim Rangieren ein Sattelschlepper, beladen mit rund 24 Tonnen Getränken, ins Bankett gekommen und in den Graben gerutscht. Der Lkw geriet dabei in eine gefährliche Schräglage und drohte umzustürzen.

Das vom Lkw-Fahrer verständigte Bergungsunternehmen sicherte das Fahrzeug gegen weiteres Abrutschen, so dass ein sicheres Arbeiten möglich war. Diverse THW-Fahrzeuge waren nun nötig, auch zum Abtransport der Getränkeflaschen.

Der Corona-Virus machte den Einsatz derweil noch heikler. Um die Helfer nicht unnötig einer Ansteckungsgefahr auszusetzen, wurden die THW-Lkw laut Mitteilung nicht voll besetzt und auf ausreichend Sicherheitsabstand geachtet, zusätzliche Helfer mussten mit den Jugendkombis anfahren. Da bei den anfallenden Umladearbeiten, die von Hand durchgeführt werden mussten, nicht immer auf den Sicherheitsabstand geachtet werden konnte, trugen die Helfer Atemschutzmasken, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

Die vollen Getränkeflaschen wurden auf Europaletten gestapelt, mit dem Radlader auf die THW-Fahrzeuge verladen und zur Unterkunft in Freising transportiert, wo es das beauftragte Bergeunternehmen am nächsten Tag abholte. Für die 26 Helfer endete der Einsatz erst gegen 5.30 Uhr, also nach sieben Stunden.

„Leider musste aufgrund der aktuellen Corona-Problematik auf das gemütliche Zusammensitzen in der Unterkunft verzichtet werden“, schreibt das THW. Und fügt an: „Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, dass sich die Bevölkerung an die Ausgangsbeschränkungen hält, um so die Ansteckungskette verlangsamen oder unterbrechen zu helfen. Nur so kann gewährleistet werden, dass Organisationen wie Feuerwehr und THW die Einsatzfähigkeit aufrecht erhalten und wertvolle Hilfe leisten können.  

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