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Winke, winke: Die Eittinger Maibaumfreunde grüßen unseren Fotografen. Sie sind sich sicher: Der will das Prachtstangerl bestimmt nicht stehlen.

Eittinger Maibaum 

Hochsicherheitszone Kartoffelhalle

Die Eittinger passen gut auf ihren Maibaum auf.

Eitting – Ihren Maibaum lassen sie sich nicht nochmal klauen. Die Eittinger sind auf der Hut, am vergangenen Samstag haben sie ihren 30 Meter langen Maibaum aus dem Wald bei Grünbach heimgeholt. Die Eittinger Holznutzanteiler haben ihn gesponsert. „Die Berglerner waren schon da beim Spionieren“, sagt Max Klinger (46) von den Concordia Schützen Eitting. Und genau die haben den Eittinger Baum vor drei Jahren gestohlen. „Das soll heuer nicht passieren“, sagt Klinger.

Ihr Maibaumstüberl haben die Schützen in der Kartoffelhalle von Konrad Zollner eingerichtet. Rund um die Uhr sei jemand da: „Einige von uns haben sogar Urlaub genommen, um aufzupassen“, sagt Klinger. Auch er ist als selbstständiger Schreiner flexibel. Aber: Einige potenzielle Maibaumdiebe haben in der Eittinger Kartoffelhalle schon vorbeigeschaut. Klinger sagt: „Da kommen immer wieder welche, ratschen ein bisschen und schauen, ob jemand da ist.“ Er findet das nicht nervig: „Das gehört halt dazu, und das ist ja das Schöne, dass auch welche aus anderen Orten vorbeischauen.“

Die Eittinger hingegen gehen nicht auf die Jagd nach einem fremden Maibaum, sie haben mit ihrem schon genug zu tun: „Am Tag richten wir ihn her“, sagt Klinger. Erst wird der Baum gehobelt, dann abgeschliffen und zum Schluss weiß-blau angestrichen – alles in Eigenregie der Schützen im Alter von 14 bis 65 Jahren. „Und am Abend passen wir auf.“

Für die Schützen ist heuer ein besonderes Jahr. Nach drei Jahren stellen sie am 1. Mai ab 10 Uhr wieder einen Baum auf. Und am Sonntag, 22. April, feiern sie im Maibaumstüberl Gründungsfest: 100 Jahre Concordia. ans

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