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Eittinger Skulptur aus dem Holzbildhauer-Symposium

Kirchlicher Segenbei Kaiserwetter

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Im Mittelpunkt des Kirchweihsonntags stand gestern in Eitting die „Nachhaltigkeit“. So heißt das Kunstwerk von Simone Levy, das im Rahmen des Holzbildhauersymposiums entstanden ist. Pfarrer Philipp Kielbassa segnete das Werk, das jetzt den Platz vor der Gemeindekanzlei ziert.

Eitting– Zuerst war es nur ein gut gewachsener Eichenstamm. Jetzt ist es Nachhaltigkeit. So hat Bildhauerin Simone Levy ihr Werk tituliert, das vier geschwungene, nach oben strebende Arme symbolisiert, die sich vereinen. Sie stehen für die vier Ortsteile Eitting, Gaden, Eittingermoos und Reisen. Zudem ist im oberen Bereich das Eittinger Gemeindewappen integriert. Der Titel „Nachhaltigkeit“ leitet sich für zukunftsweisenden Klimaschutz ab.

„Denn die Gemeinde Eitting erzeugt mehr regenerative Energie als sie verbraucht“, sagte Bürgermeister Georg Wiester im Rahmen eines kleinen Feieraktes anlässlich der Holzstelen-Weihe. Auch der künstlerische Leiter des Holzbildhauersymposiums, Wolfgang Fritz, war dabei. „Das ist jetzt das erste Werk mit kirchlichem Segen“, freute er sich. Von 21. bis 30. Juni hatten bei der dritten Auflage des Symposiums neun Künstler ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und die ganze Bandbreite der Schaffenskunst dargestellt. Wiester war begeistert von der Künstlerin Levy aus Höhr-Grenzhausen (Rheinland-Pfalz). Wegen der weiten Entfernung konnte die Bildhauerin, die auch als Gesangspädagogin und Sängerin tätig ist, selbst nicht dabei sein.

Schmuckstück vor der Gemeindekanzlei

Doch das beste Kunstwerk kommt nicht zur Geltung, wenn es nicht ideal platziert ist. Hier hatte Eittings First Lady Adelgund Wiester den Stein ins Rollen gebracht. „Die Skulptur sollte ursprünglich erst weiter hinten angebracht werden. Aber auf das Anraten meiner Frau, die mir immer eine gute Ratgeberin ist, und unserem Baufhofleiter Markus Scharl steht es jetzt hier vorne. Und das ist auch gut so“, verriet Wiester.

Mitgeholfen hat dann auch der ehemalige Bauhofleiter Georg Scharl, der das Kunstwerk noch einmal einließ und damit die Haltbarkeit sicherte.

Doch „Nachhaltigkeit“ ist nicht das einzige Werk von Levy, das jetzt in Eitting eine neue Heimat gefunden hat. Aus den Resten des Eichenstammes schnitzte die Bildhauerin das Kunstwerk „Flamme“, mit dem sie sich bei Bürgermeister Wiester für die herzliche Aufnahme und die Unterstützung bedankte. Diese Skulptur schmückt jetzt den Hauseingang der Wiesters. „Auch das ist ein Zeichen von Nachhaltigkeit. Es wird nichts weggeworfen, sondern wiederverwertet. Und wenn dabei noch etwas so Tolles entsteht, ist es umso schöner“, freute sich der Rathauschef. Die „Flamme“ erhielt ebenso den kirchlichen Segen wie die Skulptur des Erzengels Gabriel, die Adelgund Wiester besitzt.

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