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Reinhard Huber (59) wird am Montag, 4. Mai, als  neuer Eittinger Bürgermeister vereidigt.

Konstituierende Sitzung am Montag

Eittings neuer Bürgermeister: Reinhard Huber legt heute den Amtseid ab

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Seit drei Jahren war er Vize-Gemeindechef, am heutigen Montag wird Reinhard Huber als neuer Eittinger Bürgermeister vereidigt. Er freut sich auf sein neues Amt.

EittingWenn Reinhard Huber am heutigen Montag zu seinem Büro ins Oberdinger Rathaus kommt, kann er bequem die Eingangstüre aufsperren. „Bisher habe ich läuten müssen. Jetzt aber habe ich einen Schlüssel gekriegt“, sagt der 59-Jährige lachend. Sein erster Arbeitstag als neuer Bürgermeister der Gemeinde Eitting steht an.

„So ganz Neuland ist es nicht für mich, denn ich habe ja auch meinen Vorgänger Georg Wiester schon vertreten“, sagt Huber, der seit März 2017 als Vize tätig war. Ernst wird es heute Abend, denn in der konstituierenden Gemeinderatssitzung wird er als neuer Bürgermeister vereidigt. Beginn ist um 19 Uhr im Mehrzweckraum der Grundschule Eitting.

Die Aufregung hält sich bei Huber noch in Grenzen. „Aber es ist schon etwas anderes, wenn man plötzlich vorne sitzt und nicht nur dem Gemeinderat angehört.“ Seit 18 Jahren ist er Mitglied des Gremiums. Sein Bestreben: „Wir haben eine schöne Gemeinde und sie ist es wert, dass man sich engagiert.“ Das gilt für Huber vor allem beim Kindergarten. „Ich befürchte zwar, dass uns Corona einbremsen wird. Aber wir werden eine vernünftige Lösung hinbringen“, ist er beim Kindergarten- und Krippenneubau optimistisch.

So schlimm das Virus sei, Corona habe auch was Gutes. „Es herrscht weniger Hektik. Und es tut vielleicht auch mal ganz gut zum Durchschnaufen.“ Apropos Durchschnaufen: Huber ist seit Juli 2019 im Vorruhestand. „Faulenzen war gar nicht groß drin“, sagt Huber dazu. „Denn mein jüngster Sohn Dominik hat gleich neben uns in Reisen ein Haus gebaut. Und da ich Elektromeister bin, habe ich viel gemacht. Vom Abbrechen über Lastwagenfahren und natürlich Elektro.“

Huber freut sich auf die neue Herausforderung. „Es ist schön, mit neuen Menschen zusammenzukommen. Ich mag das gern“, sagt der dreifache Familienvater. Mit Langenbachs Bürgermeisterin Susanne Hoyer hatte er schon einen Termin. Und auch mit den Vertretern der Wählergruppen hat er sich schon getroffen. „Das ist alles recht harmonisch abgelaufen“, so Huber, der für die Ortsliste Reisen kandidiert hat und vom Gemeindefriede Eitting unterstützt wurde.

Neben Kindergarten/Krippe haben Wohnraum und der Ausbau des Geh- und Radwegenetzes für ihn Priorität. An der Planung des Baugebiets Gaden war Huber schon maßgeblich beteiligt. Aber auch in Eitting und Reisen würde er gerne weitere Baugebiete nach Vorbild des Einheimischenmodells verwirklichen.

Die Geh- und Radwegverbindung von Gaden nach Oberhummel (Kreis Freising) soll ausgebaut werden. „Wir können uns bemühen, einen Weg bis zur Gemeindegrenze hinzukriegen. Aber mehr kann ich euch nicht versprechen“, hatte Huber schon im Wahlkampf gesagt. Zudem wünscht er sich einen zweiten Gehweg an der viel befahrenen Kreisstraße, die durch Gaden führt.

Doch das ist noch alles Zukunftsmusik. Jetzt steht erst die allgemeine Arbeit an. „Aber ich kann mich gut auf die Verwaltung verlassen, bekomme überall Unterstützung und habe auch eine gute Sekretärin“, freut sich Huber. Sitzungen könne er leiten, das sei nicht das Problem. „Ich habe früher auch Schulungen geleitet und bin es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen.“ (DANIELA OLDACH)

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