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Verkehrsmessungen fanden an der Moosburger Straße in Gaden von 20. Mai bis 2. Juli statt. Es wird eindeutig zu schnell gefahren – so das Fazit der Aktion. Foto: Daniela Oldach

Kommunale verkehrsüberwachung

Geschwindkeitsmessungen: Mit 124 Stundenkilometern durch Gaden

In Gaden wird ordentlich aufs Gaspedal gedrückt. Bei einer kommunalen Überwachen.  21 544 Fahrzeuge hatten ein Tempo zwischen 55 und 69 Stundenkilometer drauf. Weitere 837 waren noch rasanter. Die Kommune plant, die kommunale Verkehrsüberwachung einzuführen.

Eitting/Gaden – In Gaden wird ordentlich aufs Gaspedal gedrückt. Das ergab eine Geschwindigkeitsmessung, die Bürgermeister Reinhard Huber in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Eitting vorstellte. Die Kommune plant, die kommunale Verkehrsüberwachung einzuführen (wir berichteten). Angebote sollen in der kommenden Sitzung besprochen werden.

Vorab sollen nun in diversen Straßenzügen Verkehrsmessungen durchgeführt werden. Von 20. Mai bis 2. Juni war das an der Moosburger Straße in Gaden der Fall. Während sich 14 445 Fahrzeuge an die vorgeschriebene Geschwindigkeit mit 50 Stundenkilometern hielten beziehungsweise diesen Wert mit einem Tempo von insgesamt 54 km/h nur leicht überschritten hatten, waren die meisten Verkehrsteilnehmer schneller unterwegs. 21 544 Fahrzeuge hatten ein Tempo zwischen 55 und 69 Stundenkilometer drauf. Weitere 837 waren noch rasanter. „Unser Highlight war einer mit 124 km/h in der Ortschaft“, sagte Huber. Das war am 27. Mai gegen 8 Uhr morgens. Gemessen wurde in der Ortsmitte nähe des Feuerwehrhauses. Es werde aber zu allen Uhrzeiten gerast. So seien einmal 110 Stundenkilometer gegen 12 Uhr Mittag und 105 km/h um 19 Uhr gemessen worden. Dass Handlungsbedarf besteht, war allen Ratsmitgliedern klar. Doch es gebe in der Bevölkerung auch kritische Stimmen bezüglich der geplanten Einführung der kommunalen Verkehrsüberwachung. „Ich wurde schon einige Mal angesprochen, dass Leute es nicht gut finden. Schließlich hat der Führerschein viel Geld gekostet“, sagte Huber zu den vorgebrachten Argumenten, die er aber nicht gelten lässt. Denn wenn ein Verkehrsteilnehmer mit ganzen 124 Sachen durch die Ortschaft brause, bleibe laut Huber als einzig logische Konsequenz der Entzug der Fahrerlaubnis übrig. „In der Früh da mit über 100 km/h durchzurauschen, das ist schon brutal“, sagte auch Max Klinger (Gemeindefriede Eitting).

Gemessen wurde außerdem schon an de St.-Georg-Straße. Das Ergebnis aber liegt noch nicht vor. Jetzt wird in einer nahe liegenden 30er-Zone die Messanlage installiert. Auf Anregung sollen zudem an der Berglerner Straße sowie in Reisen an der Bushaltestelle Messungen durchgeführt werden. In der kommenden Gemeinderatssitzung soll dann über die eingeholten Angebote zur Umsetzung der Verkehrsüberwachung beraten werden. (Daniela Oldach)

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