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Rudolf Brandist Vorsitzender derEittinger CSU.

Jahreshauptversammlung 

Gesucht: Junge CSU-Mitglieder

Eitting – Der Ortsvorsitzende macht sich Sorgen um die CSU Eitting. Junge Menschen seien kaum für die Mitgliedschaft oder gar ein Engagement in der Partei zu begeistern.

61,5 Jahre – das Durchschnittsalter der CSU Eitting macht dem Vorsitzenden Rudolf Brand Kopfzerbrechen. „Es wird immer wieder versucht, junge Leute anzusprechen. Es ist schwierig“, sagte er in der Hauptversammlung am Sonntag, Es würden zwar viele die CSU wählen, aber Mitglied werden? „Es will auch keiner mehr ein Amt annehmen.“

Gegenüber 2013 hat sich das Durchschnittsalter sogar erhöht. Das zeigen die Berichte des Vorstands von damals. Auch war der Ortsverband früher einmal stärker.

Es sei wichtig, die Strukturen vor Ort zu haben, schärfte Gastredner Max Gotz den Parteifreunden ein. „Ich sehe es mit Sorge, wie andere Volksparteien einbrechen.“ Damit meinte der Oberbürgermeister von Erding auch und ausdrücklich die Schwesterpartei CDU, die vielerorts die Verbindung zum Volk verloren habe. „Wir sind die Leberkas-Etage und nicht die Hummer-Etage“, zitierte er Franz-Josef Strauß und mahnte dringend, es bei dieser Grundhaltung zu belassen. „Was in Baden-Württemberg passiert ist, ist unvorstellbar!“ Dort muss die CDU als Juniorpartner mit den Grünen eine Regierung bilden. „Das kommt daher, wenn Ortsverbände keine lebendigen Strukturen mehr haben“, erklärte Gotz,

Und dann holte der Vertreter des Kreisverbandes weit aus, von Flüchtlingspolitik über Ausgleichsflächenproblematik bis zum S-Bahn-Ringschluss. Sein Vortrag dauerte länger als die gesamte übrige Versammlung, und so wurde es doch noch politisch.

Denn zuvor hatte Brand berichtet, dass in Eitting keine direkt politischen Veranstaltungen angeboten worden seien, wohl aber einige gesellschaftliche Anlässe organisiert wurden. Dazu gehörte vor allem das Sommerfest.

Der Vorsitzende hatte die Eittinger Jahreshauptversammlung bereits vor Wochen angesetzt, wurde aber von der Kreisführung der Partei zurückgepfiffen. Die Delegiertenwahlen wären zu früh erfolgt. Und so musste Brand die Versammlung verschieben auf den vergangenen Sonntag. „Tut mir leid, war mein Fehler“, gestand er.

Böse war ihm niemand, es gab nicht einmal Fragen dazu. Fünf Delegierte darf der konstant 40 Mitglieder starke Ortsverband stellen – sie und ihre Stellvertreter waren schnell gewählt.

Klaus Kuhn

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