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Reinhard Huber (59)Ortsliste Reisen, mit 728 Stimmen zum Bürgermeister gewählt; 986 Stimmen für den Gemeinderat
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Hermann Hofer (46)CSU/Parteifreie Wähler, 1323 StimmenKassenverwalter der Gemeinde Fraunberg
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Christine Wiest (43)CSU/Parteifreie Wähler, 901 StimmenMetzgermeisterin, Betriebswirtin
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Konrad Zollner (56)CSU/Parteifreie Wähler, 815 StimmenLandwirt
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Max Klinger (58)Gemeindefriede Eitting, 1300 stimmenSchreinermeister
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Franziska Wiester (28)Gemeindefriede Eitting, 649 StimmenReferentin Garten- und Landschaftsbau
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Helga Niedermayer (52)Ortsliste Gaden, 434 StimmenHausfrau
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Markus Scharl (39)Gemeindefriede Eitting, 895 StimmenBauhofleiter

Fast die Hälfte ist weiblich

Neuer Gemeinderat in Eitting: Frauenquote verdoppelt

  • vonDaniela Oldach
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Auf ordentlich Frauenpower darf sich der neu gewählte Eittinger Bürgermeister Reinhard Huber freuen. Denn künftig sind im Gemeinderat gleich sechs statt bisher drei Damen vertreten.

Eitting– Auf ordentlich Frauenpower darf sich der neu gewählte Eittinger Bürgermeister Reinhard Huber freuen. Denn künftig sind im Gemeinderat gleich sechs statt bisher drei Damen vertreten.

Angela Fodermair-Hasenhündl, die bereits seit sechs Jahren im Gremium dabei ist, freut das besonders. „Das Wahlziel unserer Ortsliste Gaden war, zwei Personen wieder in den Gemeinderat zu bekommen. Ziel erreicht. Mit unserer Frauenpower freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit dem gesamten Gemeinderat, um für die Bürger aller Ortschaften das Beste zu erreichen. Persönlich freue ich mich natürlich über das tolle Wahlergebnis und das mir geschenkte Vertrauen“, sagt die 48-Jährige, die gemeinsam mit Helga Niedermayer für die Ortsliste Gaden wieder mit an Bord ist.

Nach 36 Jahren im Gemeinderat ist Schluss

Ortslisten-Urgestein Franz Wurzer, der seit 36 Jahren im Gemeinderat vertreten ist, hatte nicht mehr kandidiert – dafür aber sein Sohn Wolfgang. Doch seine 333 Stimmen reichten nicht im Vergleich zu Niedermayer (434).

„Die neue Periode wird bestimmt sehr interessant. Es sind acht neue Mitglieder und mit mir sieben wiedergewählte Gemeinderäte im Gremium. Es ist eine gute Mischung aus Jung und Alt und mit einer hohen Frauenquote“, freut sich Huber, der bereits seit 18 Jahren im Gemeinderat sitzt und nach dem Tod von Rudi Brand im März 2017 dessen Vizebürgermeisteramt übernommen hatte. Ab 1. Mai hat Huber, der seit Juli 2019 im Vorruhestand ist, den Chefposten inne. Der Reisener hat schon in der vergangenen Zeit den amtierenden Bürgermeister Georg Wiester unterstützt. „Wir haben eine ausgezeichnete Zusammenarbeit.“

Gemeindefriede mit Wahlergebnis zufrieden

Der 59-Jährige hatte für die Reisener Liste kandidiert, unterstützt von Gemeindefriede Eitting. Für die Reisener Liste bleibt Agraringenieurin Hedwig Strobl im Gremium. Ein Top-Ergebnis mit 746 Stimmen hat Benjamin Groß erzielt. Der 31-jährige Maschinist war hinter Huber gleich Zweitbester der Liste. Wieder im Rat vertreten ist nach sechsjähriger, freiwilliger Pause Josef Straßer, der dem Plenum schon 18 Jahre angehört hatte. Für Johann Schwarz hat es dagegen nicht mehr gereicht. „Ich bedanke mich bei allen Wählerinnen und Wählern und ganz besonders beim Gemeindefriede Eitting für das Vertrauen, das sie mir geschenkt haben“, betont Huber.

Der Gemeindefriede bleibt mit fünf Sitzen stärkste Fraktion. „Wir sind mit dem Wahlausgang zufrieden“, sagt Spitzenkandidat Max Klinger. Der Schreinermeister erzielte 1300 Stimmen. Neben Klinger wurden Markus Scharl und Josef Brückl wiedergewählt. „Und mit Martin Lenz und Franziska Wiester haben wir auch zwei Neulinge in das Gremium gebracht“, sagt Klinger. „Wir freuen uns schon auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit unserem neuen Ersten Bürgermeister und den Mitgliedern der anderen Fraktionen“, ergänzt er.

Kein Gemeinderat aus Eittingermoos

Der kleinste Ortsteil Eittingermoos stellt nun keinen Gemeinderat mehr. Der Eittingermooser Feuerwehrkommandant und Ortssprecher Josef Schmidt hatte nicht mehr kandidiert. Ebenso hatten sich Wolfgang Lenz, Paul Wiester und Johann Scharl jun. (alle Gemeindefriede Eitting) nicht mehr zur Verfügung gestellt.

„Mein Glückwunsch geht auch an die neue Liste der CSU und parteifreien Wähler. Sie haben auf Anhieb vier Plätze gewonnen“, betont Huber. Hier hat sein Herausforderer Hermann Hofer auch Grund zum Feiern, denn mit 1323 Stimmen hat er das beste Ergebnis abgesahnt. „Nach der anfänglichen Enttäuschung, die Bürgermeisterwahl verloren zu haben, kam schon bald wieder Freude auf. Es ist für mich persönlich natürlich mehr als nur ein Trostpflaster, mit den meisten Stimmen aller Kandidatinnen und Kandidaten in den neuen Gemeinderat einzuziehen. Noch dazu, da Astrid Hellinger (1309) mit der Stimmenanzahl direkt nach mir folgt. Generell ist es für unsere Liste ein toller Erfolg“, sagt Hofer schon wieder zuversichtlich.

„Top-Ergebnis“ für CSU/parteifreie Wähler

Im Vorfeld sei es schwierig gewesen, eine Prognose abzugeben. „Eine Liste, die zum ersten Mal in der Gemeinde antritt und ein Spitzenkandidat, der noch nicht im Gremium vertreten war, birgt natürlich ein gewisses Risiko. Aber mit vier Sitzen haben wir ein Top-Ergebnis erzielt. Und wir können mit zwei Damen zu einem geschlechtlich fast ausgeglichenen Gremium beitragen. Davon können wir alle nur profitieren“, so Hofer. Für CSU/parteifreie Wähler haben es auch Landwirt Konrad Zollner (815 Stimmen) und Christine Wiest geschafft. Die Metzgermeisterin verbuchte beachtliche 901 Stimmen.

Hofer ist ein fairer Verlierer: „Ich konnte Reinhard Huber noch vor der Ausgangsbeschränkung zu seinem Sieg gratulieren. Ich glaube, wir hatten wirklich einen sehr fairen, aber sicherlich keinen langweiligen Wahlkampf. Jetzt können wir wieder zusammen für Eitting anpacken. Und ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben und Herausforderungen.“

„Gut aufgestellt sind wir mit Räten aus der Landwirtschaft, Selbstständigen, Angestellten und Handwerkern“, zieht Huber derweil Bilanz. „Wir haben uns viel für die Zukunft vorgenommen.“ Der Kindergarten- und Krippenneubau, die Schaffung von Bauland sowie der Ausbau von Geh- und Radwegen stehen ganz oben auf seiner Agenda. Priorität hat für den Familienvater jedoch erst etwas ganz anderes: „Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern, dass wir die Corona-Krise möglichst gesund überstehen.“

Daniela Oldach

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