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Im Kreis seiner Parteifreunde sitzt Eittings CSU-Bürgermeisterkandidat Hermann Hofer (vorne, r.) beim politischen Dämmerschoppen 

Kommunalwahl 2020

Bürgerhaus und mehr Wohnraum: CSU-Bürgermeisterkandidat Hermann Hofer stellt seine Ziele vor

Zur Vorstellung seines Bürgermeisterkandidaten Hermann Hofer, lud der CSU-Ortsverein Eitting ins Gasthaus Strasserwirt ein.

Eitting – „Die fetten Jahre für die Volksparteien sind augenscheinlich vorbei. Deshalb haben wir uns dafür entschieden, zusammen mit den Parteifreien Wählern bei der Kommunalwahl breiter anzutreten“, erklärte Hofer bei seiner Vorstellung im vollen Wirtshaus. „Derzeit sitzen sechs CSU-Mitglieder im Eittinger Gemeinderat. Jedoch wird das neue Konzept nicht, wie von Skeptikern bereits angedeutet, die Politik in der Gemeinde entzweien. Wir wollen nicht spalten, sondern vereinen.“

Hofers CSU-Kollege Reinhard Huber kandidiert bekanntlich für die Ortsliste Reisen. Er sei zwar „kommunalpolitisch noch ein unbeschriebenes Blatt“, doch bei seiner Arbeit in der Gemeindekämmerei Fraunberg habe er vom dortigen Bürgermeister Hans Wiesmaier schon vieles gelernt, sagte Hofer. Wiesmaier war als zweiter Redner für diesen Abend angekündigt, musste aber wegen anderer Verpflichtungen absagen. Stattdessen sprach Landrat Martin Bayerstorfer.

Markthalle für regionale Waren

Der 46-jährige Hofer stammt aus Eichenried, lebt aber mit Frau und zwei Töchtern seit fast 20 Jahren in Eitting. Schon früh engagierte er sich in diversen Vereinen und Ehrenämtern, ist derzeit beim Fischerstammtisch, beim Männergesangverein und in der CSU.

Auf die Frage aus dem Publikum, ob er denn die anstehende Doppelbelastung als Kämmerer und ehrenamtlicher Bürgermeister stemmen könne, antwortete Hofer: „Ich werde meine Zeiten in Fraunberg und Eitting effektiv nutzen, außerdem habe ich ein sehr kompetentes Team hinter mir.“

Als Ziele nannte er vorrangig die Schaffung von mehr Wohnraum („Wir haben extrem hohe Zuwachsraten“), ein bedarfsgerechtes Kinderhaus sowie als Treffpunkt für die Bürger ein Bürgerhaus, in dem er sich sogar eine Markthalle vorstellen kann, „zum Verkauf regionaler Waren“.

Auch Bayerstorfer ging in seinem Grußwort auf die Bedeutung der regionalen Marke Erding und auf kurze Wege bei landwirtschaftlichen Produkten ein. Der Landkreis, für ihn „der schönste in der Welt“, erlebe einen enormen Aufschwung in Landwirtschaft und Mittelstand. „Unser Wohlstand kommt nicht allein vom Flughafen.“ Demnächst werde ein Konzept vorgestellt, das bei der Vermeidung von Plastik helfen solle, „und wir brauchen Menschen, die fit sind für die digitale Welt der Zukunft – wir müssen schon aktiv werden, bevor eine neue Entwicklung startet“.

Kommunalwahl 2020 in Bayern: Welche Aufgaben hat der Bürgermeister?

Service

Die Bürgermeisterkandidaten aller Gemeinden aus dem Landkreis Erding, haben wir für Sie in unserem Überblicksartikel zu den Kommunalwahlen 2020 aufgelistet. Alle weiteren Hintergrundberichte finden sie auch auf unserer Themenseite zu den Kommunalwahlen 2020 im Landkreis Erding.

Friedbert Holz 

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