Wache am Lagerfeuer hielten die Hirten im Wirtshof – eine der vier Stationen des Eittinger Krippenwegs.
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Wache am Lagerfeuer hielten die Hirten im Wirtshof – eine der vier Stationen des Eittinger Krippenwegs.

Neue Idee sorgt trotz Corona für Weihnachtsstimmung – Vier Stationen

Krippenweg statt Feier in der Eittinger Kirche

Für mich ist das keine Notlösung, sondern an sich eine gute und passende Idee“, lobte Pfarrer Philipp Kielbassa die Organisatoren des Eittinger Krippenwegs. „Denn auch Maria und Josef waren ja unterwegs“, meinte er.

VON CHRISTINE HOFER

Eitting – „Und wenn wir uns in diesem Jahr zur Krippenfeier nicht in die Kirchenbank setzen, sondern uns gewissermaßen auch auf den Weg machen, werden wir der Heiligen Familie vielleicht noch ein bisschen näher sein.“

Das Stichwort „Nähe“ bringt es auf den Punkt, warum heuer die klassischen Krippenfeiern in den Kirchen nicht stattfinden konnten. Deshalb suchten die Erstkommunion-Mütter mit den Mitgliedern des Kindergottesdienst-Teams nach alternativen Lösungen, um den Zauber der Weihnachtsgeschichte für die Kinder in der Pfarrei dennoch spürbar zu machen. Per Online-Meeting wurde konferiert, debattiert und diskutiert, bis schlussendlich die Idee zum ersten Eittinger Krippenweg immer mehr Form annahm.

Mit viel Liebe zum Detail gestalteten die Organisatoren vier Stationen. An der Grundschule Eitting, dem Startpunkt des Krippenwegs, war die Herberge aufgebaut – symbolisch dargestellt mit einer verschlossenen Tür. Der Weg führte die Besucher dann weiter in den Hof des Gasthauses Strasserwirt. Dort hielten die Hirten Wache am Lagerfeuer. An der „Grünen Insel“, in unmittelbarer Nähe des Eittinger Christbaums, konnte dann die Engels-Station bewundert werden, bevor die Wegweiser in Sternschnuppenform die Teilnehmer zur Krippe führten. Hier, auf der Wiese der Familie Kratzer, lag schon das Jesuskindlein inmitten von Heu und Stroh und wartete darauf, bei Groß und Klein Weihnachtsstimmung zu entfachen. Obwohl die Weihnachtsgeschichte hinlänglich bekannt ist, standen die passenden Textpassagen an den einzelnen Stationen zum Nach- und natürlich auch zum Vorlesen bereit.

„Dieser Krippenweg ist eine tolle Sache“, freute sich Gemeindereferentin Claudia Dorfner. „Durch diese Initiative wurde nicht nur den Eittinger Kindern eine Freude gemacht.“ Mehr als 100 Begleithefte zur Aktion waren schnell vergriffen. „Ich habe gleich noch weitere Exemplare nachgedruckt“, so die Seelsorgerin. Manchmal ist eben der Weg das Ziel – oder vielmehr die Lösung. red

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