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Ein blumiges Dankeschön überreichte Pfarrer Julian Tokarski an die scheidende Mesnerin Anna Schröcker.

Abschied von der „Schröcker-Kirche“

Mesnerin Anna Schröcker zieht sich zurück – Nachfolger gesucht

Nach 35 Jahren als Mesnerin zieht sich die 80-jährige Anna Schröcker zurück. St. Jakob, auch liebevoll „Schröcker-Kirche“ genannt braucht einen neuen Mesner.

Gaden – 35 Jahre war sie Mesnerin in der Filialkirche St. Jakob – und nicht nur das: Anna Schröcker engagierte sich als Lektorin, Kantorin, Kommunionhelferin. Sie betete mit der Filialkirchengemeinde Kreuzwege und Rosenkränze, schwang, wenn es sein musste, den Malerpinsel, mähte zusammen mit ihrem Mann den Rasen rund um St. Jakob und brachte Blumen aus dem eigenen Garten, um die Kirche zu schmücken.

„Die Gadener Kirche ist die Schröcker-Kirche“

Jetzt wurde Schröcker mit gut 80 Jahren anlässlich der Eucharistiefeier zum Patroziniumsfest von Pfarrer Julian Tokarski vor der Gemeinde aus dem Mesnerdienst entlassen. Die Gadener Kirche sei die „Schröcker-Kirche“ habe er gehört, verriet der Redner, und er habe dies mit Freuden gehört. Nach 35 Jahren dürfe man wirklich sagen: „Das war’s. Er sei dankbar, aber auch traurig, weil ein geschätzter Mensch verabschiedet werden müsse. Der Pfarrer dankte der langjährigen Mesnerin sehr und überreichte ihr einen Gutschein, mit dem sie zusammen mit ihrem Mann Rudi, der vor Jahren lange Zeit Kirchenpfleger gewesen war, mehrfach zum Essen gehen kann. Der Gutschein war in einen Berg von Blütenblättern gebettet, Gemeinderätin Angela Fodermair-Hasenhündl hatte das Präsent kunstvoll gestaltet.

Bürgersaal der Feuerwehr war immer voll – dank Schröcker

Zudem erinnerte Wortgottesdienstleiter Raimund Lex in einer kurzen Laudatio daran, dass Schröcker auch bei vielen weiteren Veranstaltungen in Gaden eine große Stütze gewesen sei: bei zehn Musikantreffen, zu denen sie ihre regelmäßig ihre berühmte Schwarzwälder-Kirsch-Torte beisteuerte. Auch bei der Saaldekoration habe sie mitgeholfen, mit Blumen aus ihrem eigenen Garten und vielem mehr. Der Bürgersaal des Feuerwehrhauses sei auch deshalb immer voll gewesen, wusste Lex, „weil sich die Leute darin wohl gefühlt haben“. Dies sei auch Schröckers Verdienst gewesen.

Gaden ab August ohne Mesner

Die scheidende Mesnerin habe immer voll mitgezogen und nicht geklagt. Vielmehr habe es ihr Freude bereitet, wenn St. Jakob mit Leben erfüllt war. Deshalb hatte Lex zwei große Kissen mitgebracht – Ruhekissen für die Eheleute Schröcker. Die Kirchgänger spendeten Applaus.

Problem ist allerdings: Gaden hat ab 1. August 2019 keinen Mesner und keine Mesnerin mehr. Pfarrer Tokarski nutzte deshalb die Verabschiedung zu einem dringenden Aufruf, es möge sich dafür doch jemand melden.

Raimund Lex

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