Heißer Tanz: Bei ihrem Paar-Auftritt legten Simon Zachenhuber und Patricija Belousova eine ausgelassene Salsa aufs Parkett.
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Heißer Tanz: Bei ihrem Paar-Auftritt legten Simon Zachenhuber und Patricija Belousova eine ausgelassene Salsa aufs Parkett.

LET’S DANCE - Simon Zachenhuber und Patricija Belousova müssen diesmal nicht zittern

Mit Salsa und Freestyle in die nächste Runde

  • Wolfgang Krzizok
    vonWolfgang Krzizok
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Ausgelassener Jubel bei Simon Zachenhuber und seiner Tanzpartnerin Patricija Belousava. Das Paar hat die nächste Runde bei der RTL-Tanzshow „Let’s Dance erreicht.

Köln/Reisen – Ausgelassener Jubel bei Simon Zachenhuber und seiner Tanzpartnerin Patricija Belousava. Das Paar hat die nächste Runde bei der RTL-Tanzshow „Let’s Dance erreicht. Musste eine Woche zuvor noch bis zum Schluss gezittert werden, wurden die beiden von Moderator Daniel Hartwich diesmal schnell erlöst mit einem lauten: „Ihr seid weiter!“

Zweimal mussten die sieben Paare diesmal aufs Parkett, erst – wie immer – im Paartanz, und dann noch im Gruppentanz. Jeder der drei Juroren hatte eine Gruppe zu coachen, die jeweils anderen beiden Juroren bewerteten dann die Darbietung. Eigentlich hätten es acht Paare sein sollen, aber Ilse DeLange hatte sich verletzt und musste zusammen mit Evgeny Vinokurov pausieren.

Beim Gruppentanz präsentierten (v. l.) Zachenhuber und Belousova zusammen mit Rurik Gislason (r.) und Renata Lusin (M.) einen Freestyletanz. Die Choreografie hatten sie mit Juror Jorge Gonzalez (2. v. r.) eingeübt.

„Love Week“ lautete das Thema, und schon bei den Proben während der Woche hatte sich Simon Zachenhuber als wahrer Kavalier gezeigt, als er Patricija Belousova mit einem Blumenstrauß überraschte mit den Worten: „Ich wollte mich bedanken für deine Geduld.“ Es sei an der Zeit gewesen, erzählt Zachenhuber im Gespräch mit der Heimatzeitung. „Ich bin und bleibe ein Profiboxer, der gerade tanzen lernt. Ich habe jetzt zwar ein paar Basics gelernt, aber letztlich fängst du immer wieder bei Null an“, sagt der 22-Jährige. „Das ist mit viel Frustration verbunden – auch für sie. Das kann ich natürlich verstehen, und deswegen war es eine kleine Aufmerksamkeit, dass sie weiß, dass ich mein Bestes gebe.“ Und Zachenhuber betont nochmal: „Ich bin sehr dankbar, dass sie da so geduldig ist.“

Salsa war diesmal beim Duo Zachenhuber/Belousova angesagt. „Salsa ist eine Leidenschaft, da darf man auch ein bisschen dirty sein“, meinte die Litauerin im Training. „Ich will die Leidenschaft aus Simon herauskitzeln.“ Und dass ihr das bei der Choreografie gelungen ist, das zeigte sich beim Auftritt, als sich der 22-Jährige unter anderem das Hemd vom Leib riss und seinen durchtrainierten Körper präsentierte.

„Gute Figur, da kann sich selbst der Gislason verstecken“, meinte Juror Joachim Llambi lachend in Anspielung auf Frauenschwarm Rurik Gislason. Er wünschte sich bei Zachenhuber „mehr Bewegung im oberen Bereich, in den Schultern“. Er kritisierte zudem, dass der Reisener „ein bisschen o-beinig“ getanzt habe und wünschte sich „noch mehr Rhythmik“. Er gab letztlich nur 5 von 10 möglichen Punkten. Motsi Mabuse lobte die „sehr schönen Körperbewegungen“, hätte sich allerdings von Zachenhuber „mehr Grundschritte gewünscht“ , und verteilte letztlich 7 Punkte. Der Kritik schloss sich Jorge Gonzalez an. „Ich ärgere mich ein bisschen, du hast die Grundschritte trainiert, aber nicht so umgesetzt“, sagte er, außerdem hätte er sich „mehr Lockerheit gewünscht“. Er gab letztlich 6 Punkte, was insgesamt 18 Zähler bedeutete – damit war das Paar im hinteren Bereich der Rangliste zu finden. „Salsa macht richtig Spaß“, meinte der 22-jährige Profiboxer hinterher im Interview mit Moderatorin Victoria Swarowski.

Das bestätigt er auch tags darauf beim Interview mit der Heimatzeitung. „Der Tanz hat mir richtig getaugt, ich habe echt geglaubt, dass das mein Tanz wird“, sagt der 22-Jährige. „Im Grunde macht Salsa total viel Spaß. Deswegen ist es, was den Tanz angeht, bisher einer meiner Lieblingstänze, echt ein cooler Tanz.“ Die Juroren-Kritik am „oberen Bereich bei den Schultern“ könne er nachvollziehen, hat aber auch eine Begründung. „Beim Boxen ist es tödlich, wenn du den Hals lang machst und das Kinn rausstreckst. Das habe ich die letzten 15 Jahre lang abtrainiert.“ Und außerdem: „Was noch dazu kommt, meine gerade Schulterlinie, die soweit oben ist, ist einfach meine Anatomie.“ Aber er verspricht: „Ich versuche, noch mehr darauf zu achten.“

Auch Belousova weise ihn permanent auf diese „Schwäche“ hin: „Mensch, deine Schulter kommt immer wieder hoch“, sage sie ihm ständig. Was Zachenhuber gefreut hat: „Direkt nach dem Tanz habe Patricija gesagt: ,Simon, ich bin stolz auf dich, das hast du super gemacht’. Das hat mich echt gefreut.“ Er gibt zu, dass sie sich mehr Punkte erhofft hatten, und dass vor allem Belousova enttäuscht gewesen sei. „Aber ich bin auf alle Fälle mit einem guten Gefühl aus dem Tanz gegangen. Mir hat’s gefallen, und es war, glaube ich, eine gute Show. Ich bin zufrieden mit meiner Leistung“, betont der Reisener und hofft beim nächsten Mal, „dass ich mehr Punkte kriege und weiter vorne dabei bin“. Und hat nun Belousova die Leidenschaft in ihm geweckt? „Neben dem Ehrgeiz, der sowieso schon da ist, ist das Tänzerische mehr zu spüren“, beschreibt es Zachenhuber. „Ich merke von Woche zu Woche mehr, worum es geht. Das Tänzerische – von innen nach außen – spüre ich immer mehr.“

Viel Zeit zum Verschnaufen blieb nach der Salsa nicht, denn nach den Einzeltänzen stand noch ein Gruppentanz auf dem Programm. Im Team Gonzalez waren neben Zachenhuber und Belousova noch Rurik Gislason und Renata Lusin. „Der Jorge ist streng und ein guter Lehrer“, berichtet Zachenhuber. „Er ist sehr, sehr nett, ist nie abwertend, sondern betrachtet einen auf Augenhöhe und versucht, die Basics zu erklären.“ Was ein wenig schade war: „Du hast halt nur diesen einen Tag. Da eine ganze Choreo durchzuballern, das ist natürlich eine sehr kurze Zeit. Aber wir haben als Gruppe sehr gut zusammengearbeitet.“ Er habe das Gefühl gehabt, „dass ich in dieser Gruppe sehr gut gelernt habe. Man schaut, was der andere macht, und wie er es macht. Das hat mir sehr geholfen.“ Hatte er doch als männliches Pendant Rurik Gislason (Tanzpartner von Renata Lusin) in der Gruppe: „Wir haben gesagt, dass wir richtig Gas geben.“ Das taten sie und legten eine tolle Freestyle-Nummer aufs Tanzparkett. Die beiden anderen Juroren mussten jeweils urteilen, von Mabuse gab es 9, von Llambi 7 Punkte, der feststellte: „Rurik war vorher besser, Simon war jetzt besser.“

Dank dieser Bewertung rückten Zachenhuber/Belousova noch einen Rang nach oben und waren dann auf das Endergebnis gespannt. Offenbar hatten die Zuschauer fleißig für die beiden angerufen, denn sie mussten diesmal nicht – in rotes Licht getaucht – zittern und sind eine Runde weiter. „Dass wir nicht zittern mussten, war eine Erleichterung und große Erlösung“, erzählt der Reisener. „Ich habe mich riesig gefreut. Dadurch, dass wir von den Punkten her sehr weit hinten waren, habe ich damit gerechnet, dass wir zittern müssen.“ Und er fügt an: „Prinzipiell rechne ich jedesmal mit allem. Es kann ja immer vorbei sein.“

Vorbei ist es für Nachrichtensprecher Jan Hofer und Christina Luft, was Zachenhuber bedauert. „Es ist sehr schade um den Jan“, sagt er. „Er ist ein herzensguter Mensch. Ich glaube, das hat jeder mittlerweile erkannt, der ,Let’s Dance’ verfolgt. Er hat sich mit jedem hier gut verstanden. Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn wir uns dann im Finale, wenn wir alle zusammenkommen, wiedersehen.“

Kommende Woche steht der „Discofox-Marathon“ auf dem Programm, dem Simon Zachenhuber schon entgegenfiebert, und auf den er sich aus einem ganz besonderen Grund freut: „Alle sieben Songs wird Mickie Krause live performen. Das wird mega-cool, weil ich mich mit ihm richtig gut verstehe.“ Außerdem könne er seine Kondition ausspielen. „Bei einem Marathon geht es um Ausdauer, und vielleicht kann ich da richtig punkten“, hofft der 22-Jährige, der damit liebäugelt, dass es dann wieder von den Moderatoren heißt: „Ihr seid weiter!“

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