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Den Verschluss in Empfang nahmen Albert Grandl (r., 2. Kommandant Eittingermoos), Christian Schröcker (Kommandant Gaden, M.) und Bürgermeister Reinhard Huber.

Freude in Eittingermoos und Gaden

Damit sich der tödliche Qualm nicht ausbreiten kann: Mobiler Rauchschutz für zwei Eittinger Feuerwehren

  • Markus Schwarzkugler
    vonMarkus Schwarzkugler
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Brandrauch ist für Menschen eine tödliche Gefahr und kann sich im Haus oft binnen kürzester Zeit unkontrolliert ausbreiten. Um dem entgegenzuwirken, gibt es mobile Rauchverschlüsse. Über einen solchen dürfen sich nun die Feuerwehren Eittingermoos und Gaden freuen. Die Versicherungskammer Bayern hat ihnen jeweils eines dieser lebensrettenden Geräte übergeben.

Eitting/Gaden – Initiator des Ganzen war einer Pressemitteilung der Verwaltungsgemeinschaft Oberding zufolge der stellvertretende Kommandant von Gaden, Andreas Urban, der auch den Kontakt mit der Versicherungskammer aufgenommen hat. Auf Nachfrage, wie er auf die kostenlosen Rauchschutzvorhänge aufmerksam geworden ist, sagt er: „Ich hab’ im Internet geguckt, was Versicherungen tun als Brandschutzerziehung, und ob da Rauchschutzvorhänge im Portfolio aufgenommen sind. Da bin ich auf die Versicherungskammer Bayern und ihre Aktion für die bayerischen Feuerwehren gestoßen.“ Außerdem meint Urban, er freue sich, wenn er der Feuerwehr etwas Gutes tun und der Gemeinde ein wenig Geld sparen könne.

Aber wie funktioniert der mobile Rauchverschluss? Öffnet die Feuerwehr die Tür zu einer brennenden Wohnung, um dort zu löschen und Menschen zu retten, quillt der Brandrauch ungehemmt durch die Türöffnung in den Treppenraum und macht diesen als Rettungsweg für andere Bewohner unbenutzbar. „Mit einem in den Türrahmen eingesetzten Verschluss lassen sich solch kritische Einsatzsituationen entschärfen“, heißt es in der Pressemitteilung. Zudem werde die Gefährdung der Einsatzkräfte beim Öffnen von Türen durch mögliche Stichflammen erheblich reduziert.

Der Einbau sei einfach und könne unabhängig von der Türbreite innerhalb weniger Sekunden von nur einer Person gestemmt werden. Der Rauchverschluss bestehe aus einem in der Breite verstellbaren Metallrahmen und einem temperaturbeständigen Gewebe. Seine Verwendung eines erfordere keine Änderung des einsatztaktischen Vorgehens der Feuerwehr.

Die Versicherungskammer Bayern hat bislang über 2800 mobile Rauchverschlüsse bayernweit vergeben. Bei einem Stückpreis von rund 500 Euro wurden folglich bereits über 1,4 Millionen Euro in zusätzliche Sicherheit investiert. „Unser vordringlichstes Ziel ist es, Gefahren abzuwehren. Wenn dennoch etwas passiert, gilt der Rettung der Menschen unser höchstes Interesse“, sagt Frank Walthes, Vorsitzender des Vorstands der Versicherungskammer Bayern. „Als Versicherer der bayerischen Kommunen ist es uns wichtig, diese bei der Ausrüstung ihrer Feuerwehren zu unterstützen.“

Gleichzeitig minimiere man die Schäden, was wiederum auch positive Folgen für das Unternehmen mit sich bringe.  

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