Diskussion um die Reinigung des Schulgebäudes: Künftig putzt eine Firma, da die Putzfrau in Rente geht.
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Diskussion um die Reinigung des Schulgebäudes: Künftig putzt eine Firma, da die Putzfrau in Rente geht.

Corona schlägt noch nicht durch

Eittinger Haushalt: Gadens großes Baugebiet ist der dickste Brocken

  • vonDaniela Oldach
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Die Corona-Pandemie verursacht noch keinen größeren Einbruch der Eittinger Finanzen. Kämmerer Georg Neudecker kalkuliert bei den Gewerbesteuer-Einnahmen vorsichtig mit 1,1 Millionen Euro. 2020 hat er 1,15 Millionen Euro angesetzt. Ansonsten ist der Eittinger Haushalt, den er in der Gemeinderatssitzung am Dienstag den Räten präsentierte, ausgeglichen.

Eitting - Im Vergleich zu den Dezember-Beratungen gibt es im endgültigen Zahlenwerk nur wenige Veränderungen. Redebedarf gab es aber bei den Personalkosten für die Reinigung der Grundschule Eitting. Dieses Gebäude wird bisher von einer Reinigungskraft gesäubert, die aber zum Ende des Monats in Rente geht. Die frei werdende Stelle wurde laut Neudecker zweimal im Gemeindeanzeiger ausgeschrieben, doch es fand sich keine geeignete Person. „Wir haben uns deshalb von der Firma, die die Fenster putzt, ein Angebot machen lassen“, sagte der Finanzchef. Ab April übernimmt dieses Unternehmen nun auch die Reinigungsarbeiten. Die Mehrkosten betragen dafür jährlich knapp 2000 Euro. 15 000 Euro hat Neudecker nun als Betriebskosten für die Reinigungsfirma veranschlagt, 13 100 Euro fallen dafür an Personal- inklusive Nebenkosten weg.

Lieber auf eigenes Personal würde aber Ratsmitglied Josef Brückl (Wählergemeinschaft Gemeindefriede) setzen. „Ich habe bei der Stadt nur schlechte Erfahrungen mit solchen Verträgen von Firmen gemacht“, berichtete er. „Die Firma macht schon die Fensterreinigung und hat auch schon immer beim Putzen ausgeholfen und macht das sehr gut“, antwortete Neudecker. „Haben wir in Eitting Probleme, dass wir jemanden aus der Gemeinde finden?“, hakte Konrad Zollner (CSU) nach. Das musste Neudecker bejahen. Eine Bewerberin ziehe im Herbst weg, eine andere stamme aus Erding, habe aber keinen Führerschein. Und auch die Stundenzahl hätte dort nicht gepasst. Der Vertrag mit der Firma ist laut Neudecker aber monatlich kündbar. „Mir geht’s darum, den Eittingern den Vorzug zu geben“, so Zollner.

Eine Ersparnis gibt es bei der Kreisumlage, die mit 1,8246 Millionen Euro um 54 200 Euro niedriger ausfiel. Die Verwaltungsgemeinschafts (VG)-Umlage wurde jedoch um 16 100 Euro erhöht. Eitting muss jährlich 631 700 Euro zur Finanzierung des VG-Haushaltes bezahlen.

Bei den Einnahmen soll neben der erwähnten Gewerbesteuer die Einkommensteuer-Beteiligung zwei Millionen Euro in die kommunale Kasse spülen. Überrascht war Neudecker von der Mitteilung, dass Eitting 10 900 Euro an Schlüsselzuweisungen erhält. Der Verwaltungshaushalt, der die laufenden Einnahmen und Ausgaben beinhaltet, umfasst ein Volumen von 5,1356 Millionen Euro. Die Zuführung an den Vermögenshaushalt beträgt 182 100 Euro.

Im Vermögenshaushalt, der die Investitionen der Kommune auflistet, betragen die Einnahmen und Ausgaben 1,759 Millionen Euro. Das prägendste Projekt ist dabei die Umsetzung des Baugebietes Gaden-Mitte. 816 000 Euro sind für die Tiefbau-Arbeiten vorgesehen. Für Grundstückskäufe sind 400 000 Euro kalkuliert. Die Planung eines neuen Kinderhauses wird heuer geschätzte 100 000 Euro verschlingen. Um alles zu finanzieren, werden 883 300 Euro aus den Rücklagen entnommen.  

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