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Auch die „Drahtesel“, ob mit oder ohne Elektroantrieb, sowie deren Fahrer wurden von Pfarrer Julian Tokarski mit Weihwasser gesegnet.

Patrozinium in Gaden 

Segen auch für Radler und ihre Gefährte

Mit Festgottesdienst, Fahrzeugweihe und Pfarrfrühschoppen feierte die Filialkirchengemeinde in Gaden das Patronat ihres Kirchenheiligen, Jakobus des Älteren.

Gaden– Zusammen mit seinem Bruder Johannes gehört er neben Andreas und Simon Petrus zu den erstberufenen Jüngern.

Wegen ihres ungestümen Wesens werden Jakobus und sein Bruder Johannes von Jesus auch „Donnersöhne“ genannt. Manchmal, so erklärte Pfarrer Julian Tokarski in einer Statio, sei dieser Jakobus ein Mensch gewesen, „der radikal sein wollte“. So habe er etwa Jesus mit der Frage konfrontiert, ob es nicht besser wäre, „Feuer vom Himmel fallen zu lassen“, um die zu vernichten, die das Wort Gottes nicht befolgen. „Denn auch damals schon wollten die Menschen das Wort Gottes nicht annehmen.“ Die Moral sei „im Eimer“ gewesen, wusste der Leiter des Pfarrverbands Langenbach/Oberhummel. Aber, so der Geistliche, „wir müssen einfach Geduld haben“, so wie der Bauer, der sät und dann warten muss, bis die Frucht kommt. Man dürfe nicht den Weizen zusammen mit dem Unkraut herausreißen, stellte Tokarski fest.

Er lobte die Gadener Vereine – Feuerwehr, Heimat- und den Schützenverein –, dass sie nicht nur traditionell mit ihren Fahnenabordnungen zum Festgottesdienst kämen, sondern damit zeigten, „uns ist das wichtig“.

Am Ende des Festgottesdienstes appellierte Tokarski in der Kirche beim Segen an „alle, die die Straßen benutzen, ihre Verantwortung füreinander“ zu sehen. „Hilf uns bei unserem Bemühen, Gefahren zu bannen und Unfälle zu verhindern“, flehte Tokarski. Der Pfarrer bat, die Gläubigen vor Unheil zu bewahren und ihnen eine glückliche Heimkehr zu schenken.

Der „Fahrzeugsegen“, wie er genannt wird, schloss mit einem gemeinsamen „Vater unser“ und der anschließenden Besprengung aller Fahrzeuge, die vor der Kirche aufgereiht waren, mit Weihwasser – von Fahrrädern bis hin zu Kraftfahrzeugen.

Vorher hatte Tokarski noch allen gedankt, die sich um die Kirche bemühten, vor allem Anni Schröcker, der langjährigen Mesnerin. Das Gotteshaus stehe „gut da“, war sich der Pfarrer sicher. Nach dem Gottesdienst begaben sich die Kirchgänger zum Feuerwehrhaus, wo die Mitglieder der Kirchenverwaltung einen Biergarten errichtet hatten, in dem es Speis und Trank sowie die legendären Torten gab, die in Gaden immer schon Aufsehen erregten.

lex

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