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Fast fertig: Das neue Rewe-Kopflager in Eitting geht am 24. November in Betrieb.

Neues Rewe-Kopflager

Platz für 150 000 Tonnen Obst und Gemüse

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Eitting – Der Startschuss für das neue Rewe-Kopflager fällt am Donnerstag, 24. November. Dann werden vom Standort Eitting aus jährlich rund 150 000 Tonnen Obst und Gemüse umgeschlagen. Rund 60 Arbeitsplätze wurden mit dem Bau geschaffen.

Südfrüchte aus aller Welt geben sich in Eitting künftig ein Stelldichein. Im so genannten Kopflager koordiniert die Rewe Group auf 10 000 Quadratmetern Obst und Gemüse für rund 860 Rewe- und Pennymärkte. Die durchschnittliche Verweildauer der Ware in Eitting beträgt einen Tag. Etwa 70 bis 80 Prozent werden aber noch am gleichen Tag an die Regionallager weiterverteilt. Bisher fuhren die Obst- und Gemüselieferanten mehrere Regionallager an, um sie mit Obst und Gemüse für die Märkte zu versorgen.

Mit dem Kopflager laufen die Fäden jetzt in Eitting zusammen. Neben Eitting gibt es noch Kopflager in Leipzig und Berkhof (Region Hannover). Durch die Strukturänderung verspricht sich der Lebensmittelkonzern noch mehr Frische, eine bedarfsgerechtere Planung, weniger Abfall sowie geringeren Transportaufwand. Angeliefert werden sollen Obst und Gemüse überwiegend in den Nachtstunden. Regionale Produkte werden weiterhin an die Regionallager vor Ort gebracht.

Rückblick: Nach dem genehmigten Bauantrag für das Kopflager im Februar rollten schnell die Bagger an. Zuerst wurde an der Kreisstraße ED 19 ein Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 40 Metern gebaut. Dieser verbindet das bereits bestehende Frischelager und das Logistikzentrum mit dem neuen Obst- und Gemüselager auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Zudem wurde die Erschließungsstraße zum Abwasserzweckverband neu gebaut.

Im südlichen Bereich des Areals wird eine Niederlassung der Univeg Deutschland einziehen, ein weltweit tätiger Anbieter von Obst und Gemüse. Die Filiale, die bisher nahe der Münchner Großmarkthalle angesiedelt war, zieht ebenfalls nach Eitting um. Dort wird dann Obst in Schalen und Netze verpackt. Zudem sollen Bananenreifekammern entstehen. Rewe selbst wird im Obergeschoss eigene Büroflächen, Umkleiden und Sozialräume unterbringen.

Die nächste Baumaßnahme steht aber schon in den Startlöchern. Das Frischelager, das 1994 entstanden istund mit dem Rewe den Grundstein seines Eittinger Sitzes gelegt hat, wird erweitert. Grünes Licht gab dazu der Gemeinderat Eitting in seiner jüngsten Sitzung. An der Westseite werden die bisherigen 28 Andockstationen für die Lkw entfernt, so dass ein zirka 37 Meter langer Anbau in Richtung Westen entstehen kann. Für den Lkw-Verkehr bleibt eine Straßenbreite von sieben Metern übrig. An der Richtung Eitting zugewandten Süd- und Nordseite kommen jeweils acht Andockstationen dazu. Weitere fünf entstehen durch die Umbauarbeiten bei den Büroräumen. Unverändert bleibt, dass auf der Südseite der Wareneingang und auf der Nordseite der Warenausgang abgewickelt werden. Eine steigende Lärmbelästigung soll es durch diese Erweiterung nicht geben. Das sichert Rewe in einer gutachterlichen Stellungnahme zu. „Das ist uns auch ganz wichtig, dass es für Eitting nicht lauter wird“, betonte Rathauschef Georg Wiester im Gemeinderat. Unter dieser Vorgabe genehmigte das Plenum diese Baumaßnahme.

Das Rewe-Areal komplettiert das Logistikzentrum mit Verwaltungsgebäude, das 2010 in Betrieb ging.

Daniela Oldach

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