Bürgermeister Huber berichtet von aktuellen Projekten

Eitting: Bürger beschweren sich über Standort des neuen Kindergartens

  • VonDaniela Oldach
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In der Jahreshauptversammlung der Eittinger CSU blickte Bürgermeister Reinhard Huber auf wichtige Projekte in der Gemeinde, darunter auch der neue Kindergarten.

Eitting - Die Klage gegen den S-Bahn-Ringschluss habe die Gemeinde in allen Punkten verloren. Den weiteren Klageweg werde Eitting nicht beschreiten.

Ein Erfolg sei hingegen die Einführung der kommunalen Verkehrsüberwachung. „Seitdem herrscht ein gesitteteres Fahren“, so Huber. Im Baugebiet Gaden-Mitte liefen derzeit die Erschließungsmaßnahmen. Die Abwasserrohre sind verlegt. „Wir haben ein Riesenglück, weil wir vielleicht 20 Zentimeter über dem Grundwasserstand sind. So wie es jetzt aussieht, müssen wir keine Wasserhaltung machen“, so Huber. Bis jetzt gebe es auch noch keine Bauverzögerungen wegen Materialknappheit. Voraussichtlich in der ersten November-Woche sei die Abnahme. Ein Vergabemodell für die Grundstücke soll im Herbst beschlossen werden. „Vielleicht können wir dann im Spätherbst Gaden ausschreiben“, hofft Huber.

Die Gemeinde habe eine Bedarfsanalyse für Kindergarten und Schule durchgeführt. Denn dass Handlungsbedarf für weitere Betreuungsmöglichkeiten besteht, stehe außer Zweifel. „Wir haben versäumt, früh genug mit der Planung anzufangen“, meinte Huber zur Kindergarten-Situation. Drei Standorte standen für einen Bau einer weiteren Betreuungsstätte zur Auswahl. Entschieden hat sich die Kommune für den Platz gegenüber dem jetzigen Kindergarten, „weil uns das Grundstück gehört“, so der Bürgermeister. Damit seien aber nicht alle Bürger glücklich, „denn es gibt schon Protest“, erklärte Huber, der auch mit dem Ordinariat bezüglich der Übernahme der Trägerschaft in Kontakt steht. Dies sei von Seiten der Kirche bisher aber abgelehnt worden.

Wenn das Areal dann bebaut ist, sollen Schule, alter sowie neuer Kindergarten an die Hackschnitzelheizung angeschlossen werden, die ein benachbarter Landwirt errichten wird. „Wir haben in der Schule bisher eine alte Ölheizung“, so Huber. Für die Zukunft würde er sich die Ausweisung eines Baugebiets in Eitting wünschen.

Eine CSU-Wahlparty hat es vergangenes Jahr wegen Corona nicht gegeben. Auf dem Sommerfest am Samstag, 31. Juli, soll das jetzt nachgeholt werden. „Es wird ein öffentliches Sommerfest, zu dem alle kommen dürfen. Wir laden alle Kandidaten ein, und es wird das Abschlussfest zur Kommunalwahl“, kündigte der wiedergewählte CSU-Ortsvorsitzende Konrad Zollner in der Versammlung an. Als Gastredner werde Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz kommen. Auch Ehrungen langjähriger Mitglieder sollen in diesem Rahmen stattfinden.

Finanziell steht der Ortsverband auf gesunden Beinen. Das zeigte der Kassenbericht von Michael Hirt. Wegen Corona gab es außerdem kaum Ausgaben. Einstimmig wurde die Vorstandsriege entlastet.

Landrat Martin Bayerstorfer berichtete über die Lage im Landkreis. Im Mittelpunkt stand dabei die Regionalität. „Die ganze Fusioniererei, auch im Sparkassen-Wesen, bringt uns keinen Gewinn. Wir müssen uns wieder mehr auf das konzentrieren, was wir vor Ort haben“, ist Bayerstorfer überzeugt. Als Beispiel führte er auch das Klinikum Erding an, das der Landkreis selbst betreibt. „Das Krankenhaus Erding ist das einzige Haus in Oberbayern, das öffentlichen Tarif zahlt. Und wir bekommen Kräfte“, versicherte er.

Stolz ist Bayerstorfer auch auf das Bildungsangebot. An der Fach- und Berufsoberschule machten mehr Abitur als an den drei Gymnasien im Landkreis zusammen. „Bildungsgleichheit hat nichts mit Bildungsgerechtigkeit zu tun. Es hat auch nichts mit Klugheit oder Dummheit zu tun, wer welche Schule besucht. Gerechtigkeit bedeutet: jeder nach seinen Fähigkeiten“, so Bayerstorfer. Zum Schluss gab es von ihm „ein riesengroßes Dankeschön an die Menschen, die alles ein wenig leichter gemacht haben“, meinte er zu den Helfern und Engagierten in der Pandemie.

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