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Volles Haus beim Strasserwirt: MdL Doris Rauscher (am Pult) hatte zum Demokratieempfang geladen. 

Demokratieempfang der SPD

Respekt für „Macher der Menschlichkeit“

Die Kreis-SPD hatte alle, die sich für andere ehrenamtlich einsetzen, in den Strasserwirt nach Eitting eingeladen. Neben Dank gab es auch ein Plädoyer für die parlamentarische Demokratie.

Eitting – Die Landtagsabgeordnete Doris Rauscher (SPD) ist die Betreuungsabgeordnete für den Wahlkreis Erding. Sie hatte mit Fraktionsvorsitzendem Markus Rinderspacher zum Demokratieempfang in den Strasserwirt nach Eitting geladen und dabei an alle Menschen gedacht, die sich in Vereinen und Verbänden für ihre Mitmenschen einsetzen.

Längst nicht alle, die am Freitagabend die Gaststube füllten, haben SPD gewählt, aber das war für die Organisatoren unerheblich. Rauscher machte deutlich, worauf es ihr ankam: „Sie sind im Ehrenamt aktiv.“ Dieser Leistung für die Gesellschaft gelte es, Respekt zu zollen. Ob Kirchen oder Helferkreise, VdK oder Weißer Ring, Arbeiterwohlfahrt oder Hilfsorganisationen, Pax Christi oder Tafel, sie waren alle da. Abgesagt hatte nur die Lebenshilfe.

Rinderspacher nannte sie alle „Macher der Mitmenschlichkeit“, um diese Menschen sogleich einzubinden in sein großes Thema, nämlich die Verteidigung der parlamentarischen Demokratie, was, wie er deutlich machte, angesichts des Wunsches vieler nach einem „starken Führer“ bitter nötig ist. Er konnte dabei auf ein prominentes Datum verweisen: Vor 99 Jahren war es Kurt Eisner, der den Freistaat Bayern ausgerufen hatte. Im kommenden Jahr soll der 8. November deshalb ein Feiertag sein. Der Antrag liegt vor. Rinderspachers Rede wurde zu einem flammenden Appell, die demokratischen Werte zu verteidigen, gestützt auf sozialwissenschaftliche Fachliteratur, die er aus dem Kopf zu zitieren wusste, sie einband in die aktuelle politische Lage, gewürzt mit Seitenhieben auf jene, die stets auf die „Kartellparteien“ einhauen. Er vermied es, Parteinamen zu nennen und wurde nie persönlich. Er zerpflückte die Tendenz der Rechtspopulisten, auf Eliten einzuhauen und den kleinen Mann pro forma hochleben zu lassen. Er machte Front gegen jene, die sich gern in der Rolle der wahren Opposition sehen. „Natürlich brauchen wir Streit! Es wird doch niemand behaupten, dass wir keine Themen haben!“ Er stellte die sozialen Unterschiede an den Anfang: „In Bayern leben 1,8 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze. Die Schere geht immer weiter auf.“ Nach den Reden kamen die Abgeordneten mit den Ehrenamtlichen ins Gespräch. (klk)

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