Korruptionsskandal im BAMF? Asylanträge sollen grundlos genehmigt worden sein

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Hier steht das Gehölz noch. Jagdpächter Walter Krumpholz ist sauer wegen der Rodung, der Flughafenbetreiber sieht sich im Recht. 

Rodung durch FMG

Wiesenbrüter statt Reh, Hase und Fasan

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Die FMG hat ein Feldgehölz in Eittingermoos roden lassen. Das stößt Jagdpächter Walter Krumpholz sauer auf. Dieses Biotop sei ein wichtiger Lebensraum für viele Tierarten.

Eittingermoos Walter Krumpholz ist sauer auf die Flughafen München Gesellschaft (FMG). Der Airport-Betreiber hat ein etwa ein Hektar großes Feldgehölz in Eittingermoos roden lassen. „Für Wiesenbrüter soll dort eine Magerwiese angelegt werden. Diese Vögel sind anscheinend mehr wert als Rehe, Hasen, Fasane und Singvögel, die dort bisher Unterschlupf finden“, schimpft der Jagdpächter aus Gaden.

Von dem Plan habe er zufällig kurz vor dem Beginn der Arbeiten Wind bekommen. „Zu spät, um noch darauf zu reagieren.“ Nach dem Kahlschlag sei es ihm nun wichtig, dass auch andere Menschen „mitkriegen, wie der Flughafen mit unserer Heimat umgeht“, sagt der Klärwärter.

„Ich habe mittlerweile akzeptiert, dass die Fläche vom Eigentümer gerodet werden wird“, sagt Krumpholz. Nur, dass es keinen Versuch gab, für alle Beteiligten das Beste zu finden, stört ihn massiv. „Warum ausgerechnet diese Fläche?“ Er sei seit fast 25 Jahren „Jäger mit Leib und Seele“. Der nun gerodete Laubholzbestand mit Buche, Erlen, Eschen und Birken im so genannten Gemeinschaftsjagdrevier Eitting 3 sei erst etwa 15 Jahre alt. Denn so lange sei die FMG bereits im Besitz des Grundstücks. Bei der Übernahme habe der Flughafenbetreiber schon einmal alles gerodet und den Fichtenbestand zum Mischwald umgebaut. „Ein gewachsenes Biotop, in dem mindestens zehn Tierarten Unterschlupf finden. Selbst im Laubboden können Kleintiere wie Igel leben.“ Dass der Kiebitz geschützt werden muss, dafür habe er vollstes Verständnis. „Er hat einen schlechten Stand. Aber für ihn die Unterkunft von zehn anderen Arten zu opfern, ist nicht nachvollziehbar“.

FMG-Sprecher Ingo Anspach bestätigt auf unsere Nachfrage die Rodung. Es handle sich „um einen Teil der Ausgleichs- und Kohärenzmaßnahmen, die im 98. Planfeststellungsbeschluss von 2011 festgelegt sind“. Für die geplanten Infrastrukturmaßnahmen im Osten des Geländes, also zum Beispiel den Bau eines Tunnels für den S-Bahn-Ringschluss, müsse der Ausgleich geschaffen werden. Dass ausgerechnet das Wäldchen im Pachtgebiet von Walter Krumpholz weggeschnitten wird, begründet Anspach mit landschaftspflegerischen Anforderungen. Es sei ein großes, zusammenhängendes Areal, in dem es schon Wiesenbrüter gebe. Nur dort würden sich weitere Tiere dieser Art auch ansiedeln. Das Gehölz müsse weg, weil die Vögel eine große Distanz zu Bäumen bräuchten, auf denen Feinde lauern könnten. Die Aktion sei zudem mit der Unteren und Höheren Naturschutzbehörde abgestimmt. „Wenn wir Gehölze entfernen, kompensieren wir das natürlich an anderer Stelle“, sagt Anspach. Nach seinen Worten würde die FMG auf ihren Flächen derzeit sogar mehr aufforsten, als vorgeschrieben.

von Henry Dinger

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