„Wir haben das Bestmögliche erzielt“, sagt Eittings Bürgermeister Reinhard Huber.
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„Wir haben das Bestmögliche erzielt“, sagt Eittings Bürgermeister Reinhard Huber.

Gemeinderat: Neue Filter oder mobile Geräte sind laut Fachfirma nicht nötig

Schule: Eitting mit Lüftungsanlage gut aufgestellt

  • VonDaniela Oldach
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In der Grundschule Eitting werden alle Unterrichtsräume durch zentrale Lüftungsanlagen mit Frischluft versorgt. Die Aggregate der Zu- und Abluftanlagen sind im Dachgeschoss der Grundschule installiert. Das bedeutet, dass der Außenluftanteil 100 Prozent beträgt. Darüber informierte Bürgermeister Reinhard Huber (Ortsliste Reisen) den Gemeinderat. Neue Geräte braucht es derweil nicht.

Eitting - Durch die eingebaute Wärmerückgewinnungstechnik sind die Zu- und Abluftströme baulich voneinander getrennt. Das heißt laut Huber, dass es keine Mischluft gibt. Da es aber kaum mehr Unterlagen über die Anlage gebe, habe eine Fachfirma eine Luftmengenmessung durchgeführt. Durch den Dauerbetrieb der Lüftungsanlagen auf der Stufe zwei wird der Firma zufolge ein ausreichender hygienischer Luftwechsel, der auch die Kriterien für den Neubau von coronagerechten stationären raumlufttechnischen Anlagen erfülle, gewährleistet. Die verbrauchte Luft werde ins Freie ausgeleitet. Deshalb seien keine Hepa-Filter oder mobile Luftreinigungsgeräte in den Räumen erforderlich, die durch die Anlage belüftet werden.

Zudem sollen die Kinder noch vernünftig lernen können und durch den Betrieb der Anlage nicht in ihrer Konzentration gestört werden. Deshalb wurde auch die Schallemission untersucht. Durchschnittlich 30,4 dB(A) entstehen bei dieser Betriebsweise. Die Fachleute stuften den Wert als unterrichtsverträglich ein. In der Arbeitsstättenrichtlinie werden 35 dB(A) als Höchstwert des Dauerschallpegels und ein maximaler Beurteilungspegel von 55 dB(A) für die Tätigkeitskategorie eins empfohlen. Darunter fallen hohe Konzentration und hohe Sprachverständlichkeit.

Die Lüftungsanlage sei leiser als entsprechende mobile Luftreiniger. Da die Kommune aber vier solcher Geräte besitzt, soll eines davon eventuell im Lehrerzimmer genutzt werden. Vorsorglich hat Eitting jedoch feinere Filter in die Anlage eingebaut.

„Wir haben das Bestmögliche erzielt“, ist Huber überzeugt. „Wir sollten einen Elternbrief verfassen, dass das jeder weiß. Dann gibt es keinen Gesprächsstoff mehr“, regte Christine Wiest (parteifrei) an. Zudem soll nach Wunsch Hubers ein Plan über die Anlage mit Verbindungen etcetera erstellt werden. „Die Firma, die sie eingebaut hat, hat keine Unterlagen mehr“, so der Bürgermeister.

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