Gemeinderat Eitting 

Turbo-Internet startet im Herbst 2017

Eitting – Eittingermoos wird an die schnelle Datenautobahn angeschlossen. Jeder Haushalt erhält DSL mit einem Tempo von mindestens 30 Megabit pro Sekunde. 

Der Gemeinderat Eitting vergab am Dienstag einstimmig den Auftrag an die Deutsche Telekom. Die Gesamtkosten in Höhe von knapp 209 000 Euro werden mit 70 Prozent gefördert. Das bedeutet, dass der Freistaat 146 000 Euro zuschießt. Die Kommune zahlt knapp 63 000 Euro.

Von Freising-Lerchenfeld aus wird Glasfaser unterhalb der A 92 verlegt, erläuterte Michael Himmelstoß vom Ingenieurbüro IK-T. Zudem werden in Eittingermoos zwei Verteiler installiert – einer an der Kreuzung in der Nähe der Kirche und der zweite in der Nähe des Mooswirtes.

Schnelles Internet: Bis zu 50Mbit sind möglich

Laut Himmelstoß erhält jeder Haushalt eine Versorgung von mindestens 30 Mbit im Download. Je näher man am Verteilerkasten wohnt, desto schneller ist die Leitung. Bis zu 50 Mbit seien möglich, vereinzelt sogar mehr. „Die neue VDSL-Technik wird verbaut“, sagte Himmelstoß. Über das so genannte Vectoring könne später die Leistung sogar verdoppelt werden. „Doch das Vectoring ist im Förderprogramm nicht erlaubt“, erklärte der Experte. Nach sieben Jahren werde umgestellt, so dass die doppelte Bandbreite möglich ist.

Ausgeschrieben war das komplette Eittingermooser Versorgungsgebiet. Zwei Unternehmen hatten Angebote abgegeben. Nach entsprechenden Nachverhandlungen war die Telekom der wirtschaftlichste Anbieter.

Deutsche Telekom kann, aber muss nicht beauftragt werden

„Welche Kosten kommen auf uns zu?“, wollte eine Zuhörerin wissen. Das seien laut Himmelstoß lediglich die monatlichen Kosten des Anbieters und eine eventuelle einmalige Bereitstellungsgebühr, die bei der Telekom 69,95 Euro betrage. Je nach gewähltem Leistungspaket würden bei der Telekom 34,95 oder 39,95 Euro monatlich fällig. Es sei kein Muss, einen Vertrag mit dem Konzern abzuschließen. Jeder andere Anbieter könne ebenso beauftragt werden.

„Das deckt sich in etwa mit dem, was ich jetzt für meine Funklösung bezahle“, warf ein Zuhörer ein. „Das ist dann von der Geschwindigkeit eh schon das Zwanzigfache, was wir jetzt haben“, sagte ein weiterer Gast.

„Wie ist es, wenn ein Kunde einen Glasfaseranschluss möchte?“, fragte Ratsmitglied Paul Wiester. Das würde dann mehrere 100 Euro kosten, antwortete Himmelstoß. Die Telekom sei nach seinen Informationen gerade dabei, ein entsprechendes Produkt zu entwickeln, doch das sei Zukunftsmusik.

Noch müssen sich die Eittingermooser gedulden. Jetzt wird der Förderantrag gestellt. Ist die Zusage da – laut Himmelstoß in zwei Monaten – bekommt die Telekom die endgültige Zusage. Danach beginnt die zwölfmonatige Bauzeit. Das schnelle Eittingermooser DSL könne im Spätsommer oder Herbst 2017 in Betrieb gehen.  

do

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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