Provisorische Gestaltung: Die neue Tafel für Eittings Ortseingang ist bestellt.
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Provisorische Gestaltung: Die neue Tafel für Eittings Ortseingang ist bestellt.

Noch keine Spur von Ortstaferln

Schilderstreiche in Eitting, Reisen und Notzing: „Warum man so was macht, ist mir ein Rätsel“

  • VonOlaf Heid
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Sind verschwundene Ortsschilder ein Phänomen? Nein. Eher ein Ärgernis für die betroffenen Partnergemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Oberding. Nicht nur in Eitting waren, zwei Schilder vertauscht beziehungsweise abhanden gekommen. Auch am Ortseingang von Notzing, auf der Strecke von Aufkirchen kommend, herrscht derzeit Leere.

Eitting/Oberding - „Seit drei oder vier Wochen fehlt das Schild“, erklärt Bürgermeister Bernhard Mücke auf Nachfrage. „Warum man so was macht, ist mir ein Rätsel.“ Von dieser ungeplanten Art der „Ortschaftserweiterung“ hält Mücke gar nichts. Es verursache nur Kosten. Natürlich habe man sofort Ersatz bestellt, doch der sei noch nicht geliefert worden.

Sein Eittinger Kollege Reinhard Huber muss ebenfalls noch Geduld aufbringen. Wie berichtet, hatten anonyme Täter das Ortsschild von Reisen abgebaut und kurzerhand am Eingang Eittings befestigt. Dieses sei bereits wieder umgehängt worden, so Huber. An einem notdürftigen Provisorium hängt es wieder richtig in Reisen. Von dem Ortsschild von Eitting, aus Richtung des südwestlichen Nachbarorts kommend, fehlt aber weiterhin jede Spur. Ebenso von dem oder den Tätern. Auf den Bericht in der Heimatzeitung habe es „keine Reaktion oder Hinweise“ gegeben, so der Bürgermeister.

Wo ist das Notzinger Ortsschild? Dort fehlt die Tafel schon seit Anfang Mai. Auf die Gemeinde kommen wegen des Streichs Kosten zu.

In Eitting hat der Bauhof vorerst eine 50-km/h-Geschwindigkeitswarntafel angebracht. Für beide Ortseingänge werde es aber neue Schilder geben, teilt Huber mit. Kostenpunkt pro gelbem Richtzeichen: 300 Euro. Die Reisen-Tafel sei „gebraucht und gealtert“, die Farben verblasst, weil der Zahn der Zeit an ihr genagt habe. „Sie hätten wir vielleicht nicht heuer, aber dann wohl nächstes Jahr ausgetauscht. Und darum werden jetzt gleich beide Schilder neu gekauft“, erläutert der Gemeindechef. „Dann sparen wir uns auch einmal Versandkosten.“ Eine Versicherung springe für das verschwundene Schild hingegen nicht ein, so Huber weiter. Deswegen werde die Gemeinde also die Kosten von 600 Euro alleine tragen.

Wann genau der provisorische Zustand beendet ist, weiß Huber noch nicht genau. „Die Schilder sind bestellt. Ich hoffe, dass sie in den nächsten beiden Wochen kommen.“ Dann wäre das Ärgernis endgültig vom Tisch – oder anders gesagt: das Phänomen selbst verschwunden.

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