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Alles unter Kontrolle: Simon Zachenhuber (weiße Hose) beherrschte Darko Stevanovic klar.

Das starke Stück vom Wochenende

Zachenhubers durchschlagendes Profi-Debüt

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Überzeugende Vorstellung von Simon Zachenhuber. Seinen ersten Profi-Boxkampf hat der 19-jährige Reisener in Potsdam klar nach Punkten geworden. Fast wäre es sogar ein K.o.-Sieg geworden.

Potsdam– Simon Zachenhuber strahlte übers ganze Gesicht, als der Ringrichter seinen einstimmigen Punktsieg über den Serben Darko Stevanovic verkündete. In der letzten von vier Runden hatte der Reisener seinen Kontrahenten sogar auf die Bretter geschickt, der dann zwar angezählt, aber nicht ausgezählt wurde. Zachenhuber war das letztlich egal. Er war „einfach nur zufrieden und glücklich“.

Er sei schon ein wenig nervös gewesen vor dem Kampf, berichtet der 19-Jährige. „Aber diese Nervosität kam aus der Vorfreude auf den Kampf.“ Die Tage davor mit den anderen Boxern im Hotel in Potsdam seien aufregend gewesen. So kenne jeder in der Boxszene seinen Trainer Conny Mittermeier. „Die haben sich zum Ratschen zu uns an den Tisch gesetzt, und da habe ich viele interessante Leute kennengelernt.“

Auch das Wiegen sei für ihn eine neue Erfahrung gewesen, besser gesagt, das so genannte „Face to Face“, wenn sich beide Kämpfer Auge in Auge nur wenige Zentimeter voneinander entfernt gegenüberstehen. „Das hatte ich noch nie, das war schon cool“, erzählt der Reisener.

Bei der Box-Gala in Potsdam hatte Zachenhuber seinen Gegner Stevanovic dann in allen vier Runden im Griff. „Ich denke, es war ein super schöner technischer Kampf und kein Gewurschtel“, analysiert der 19-Jährige. „Er hat sich gut bewegt und hatte eine super Deckung.“ In der letzten Runde ging der 25-jährige Serbe jedoch zu Boden. Mittermeier habe ihm zugerufen: „Mach’s von der Seite!“ Dann habe er eine Kombination „wie im Training einstudiert“ gemacht und sei mir der Linken durchgekommen. Der Serbe sei zwar wieder hochgekommen, „aber ein anderer Ringrichter hätte vielleicht schneller gezählt, dann wäre es ein K.o. gewesen“, weiß Zachenhuber. So wurde es halt ein Punktsieg, mit dem der Reisener absolut zufrieden war. „Mir war wichtig, dass ich gezeigt habe, dass ich nicht nur technisch gut boxen, sondern auch hart schlagen kann“, sagt er.

Nach seinem Sieg habe er viele Glückwünsche bekommen, unter anderem von Box-Größen wie Jürgen Brähmer, Sven Ottke oder Axel Schulz. Und sein Handy sei ohnehin fast explodiert. „Ich hätte nie gedacht, dass mir so viele Leute gratulieren würden“, erzählt er stolz. Und sein Trainer? „Der hat gemeint: Ned gschimpft is globt gnua“, erzählt Zachenhuber lachend.

Nach dem Kampf ist der Reisener heimgefahren, „mal wieder die alten Spezl in Erding treffen“. Ein paar Tage bleibt er in der Heimat, dann geht es zurück nach Stuttgart, denn bald wartet die nächste Herausforderung. „So wie es ausschaut, werde ich schon im Juni wieder kämpfen, wobei der genaue Termin noch nicht feststeht“, berichtet Zachenhuber. „Aber es geht nächste Woche schon wieder los mit der Vorbereitung.“ So ist das Profi-Leben.

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