Warnung für München: KATWARN löst wieder aus - Heftige Gewitter mit extremem Starkregen kommen

Warnung für München: KATWARN löst wieder aus - Heftige Gewitter mit extremem Starkregen kommen
In alle Richtungen soll das Klinikum Landkreis Erding nach dem Bebauungsplan wachsen dürfen. Unter anderem könnte der Parkplatz (l.) komplett überbaut, der Funktionstrakt mit dem Haupteingang nach Süden verlängert und das mehrstöckige Bettenhaus mit einem Erweiterungsbau versehen werden. 
+
In alle Richtungen soll das Klinikum Landkreis Erding nach dem Bebauungsplan wachsen dürfen. Unter anderem könnte der Parkplatz (l.) komplett überbaut, der Funktionstrakt mit dem Haupteingang nach Süden verlängert und das mehrstöckige Bettenhaus mit einem Erweiterungsbau versehen werden. 

Neuer Bebauungsplan

Mehr Platz fürs Klinikum Erding

  • vonTimo Aichele
    schließen

Für das Klinikum Erding  gibt es unterschiedliche Ausbaupläne. In der Öffentlichkeit  wurde vor allem über  eine pädiatrische Abteilung debattiert. Ein neuer Bebauungsplan für das Areal soll die Voraussetzung für Erweiterungen schaffen.

Erding – Eine Verdoppelung der genutzten Fläche im Klinikum Erding – dafür hat der Krankenhausausschuss in seiner Sitzung am Montag die ersten Weichen gestellt. Das Gremium billigte einstimmig einen Bebauungsplanentwurf, der dem Krankenhaus eine Brutto-Grundrissfläche von fast 85 000 Quadratmeter ermöglichen soll. Bisher sind es etwas mehr als 40 000 Quadratmeter.

„Das sind noch keine Baupläne. Hier geht’s um die Gewinnung von Baurecht“, schärfte Fritz Galuschka, Geschäftsführer des Büros RRP Architekten und Ingenieure, den Kreisräten ein. Eine solche Bauleitplanung bildet also die maximalen Entwicklungsmöglichkeiten ab. Nicht einmal die genaue Lage von Gebäuden ist damit festgeschrieben. Der Landkreis reicht den Entwurf nun bei der Kreisstadt als Baugenehmigungsbehörde ein.

Gleichzeitig laufen die Bemühungen, das gesamte Krankenhaus gesundheitspolitisch eine Stufe höher zu heben. Der Krankenhausausschuss hat im Oktober 2019 einen Antrag an den Freistaat Bayern beschlossen. Demnach soll das Klinikum vom Grund- und Regelversorger zum Schwerpunktversorger werden. Konkret wurde dabei auch über eine pädiatrische Abteilung beraten. Die Schaffung einer Erdinger Kinderklinik ist ein von Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) oft genanntes Ziel. Der Status als Schwerpunktversorger würde dieses und weitere Ausbauprojekte ermöglichen.

Bis es aber soweit ist, geht Bayerstorfer von „mehreren Jahren Vorlaufzeit“ aus, erklärt er auf Nachfrage unserer Zeitung. So sei der Erdinger Antrag noch nicht vom Bayerischen Krankenhausplanungsausschuss behandelt worden. Wegen des Corona-Virus seien auch hier Sitzungen ausgefallen, berichtet der Landrat. Erst als Schwerpunktversorger könne der Landkreis die Ausbaupläne für Pädiatrie und Hybrid-Op sinnvoll weiterverfolgen. Dialyse, Strahlentherapie und erst recht die Parkplatzerweiterung seien davon aber nicht zwingend betroffen.

Zum Bebauungsplan haben schon mehrere Vorbesprechungen zwischen Stadt und Kreis stattgefunden. „Der Prozess geht bereits über einen längeren Zeitraum“, berichtete Matthias Huber, Abteilungsleiter im Landratsamt. Der bisherige Bebauungsplan sei mit dem Bau des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe ausgereizt gewesen.

Das von Galuschka vorgestellte Konzept sieht großflächige Erweiterungen auf dem Klinikum-Areal vor: Im Norden könnte der gesamte Parkplatz überbaut werde – um die Anzahl der Stellplätze zu verdoppeln. Möglich machen könnte das ein Parkdeck auf zwei Ebenen.

Der Zugang über das Haupt- oder Funktionsgebäude würde laut Galuschka so bestehen bleiben. „Das Besondere ist hier die Erschließung“, erklärte er. Die Zufahrt für Krankenwagen sowie die Eingänge für gehfähige Patienten und Besucher sind hier in drei Ebenen übereinander angeordnet. Im Krankenhaus selbst ist der Aufzug laut Galuschka der „Hauptknotenpunkt“. Diese Wegebeziehungen müssen bei allen Planungen berücksichtigt werden.

Für das Bettenhaus sieht der Bebauungsplanentwurf einen Anbau auf ganzer Länge Richtung Osten vor. Auch das Personalwohnheim könnte wachsen, der Funktionstrakt nach Süden, also in Richtung der Straße Am Wasserwerk, erweitert sowie der Hubschrauberlandeplatz überbaut werden. Die überbaute Grundstücksfläche würde laut Galuschka damit von 11 000 auf 20 000 Quadratmeter wachsen. „Das sind eigentlich städtische Werte“, sagte er über die GFZ von 1,56, die das Maß der baulichen Nutzung angibt.

Thomas Bauer (CSU) wollte wissen, ob man den Funktionstrakt noch aufstocken kann. „Das kann in Teilbereichen sinnvoll sein“, erklärte der RRP-Geschäftsführer. Normalerweise seien Häuser zwar „so gerechnet, dass es keine Reserven für Höhenentwicklung gibt“. Wenn ein Gebäude so lange stehe, in diesem Fall um die 50 Jahre, „kann man aber davon ausgehen, dass der Baugrund so verdichtet ist, dass man etwas machen kann“.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Riesen-Projekt am Flughafen: Kritiker warnen vor Kollaps - Olympiahalle "tot"?
Am Flughafen München ist eine große Event-Arena in Planung. Schon jetzt spaltet das Projekt die Gemüter: Kritiker vermuten ein Kultur-Sterben, auch eine enorme Zunahme …
Riesen-Projekt am Flughafen: Kritiker warnen vor Kollaps - Olympiahalle "tot"?
Fetisch-Ausstellung in Erding: Alles, was einen in den Bann zieht
Besondere Objekte des Begehrens zeigt der Kunstverein Erding aktuell im Frauenkircherl. Dem Thema „Fetisch“ hat er eine Ausstellung gewidmet. Spannend!
Fetisch-Ausstellung in Erding: Alles, was einen in den Bann zieht
Flughafen München: Randale in Türkei-Flieger eskalieren - Pilot muss Landung abbrechen
Bei einem Flug von Ankara nach München ist es zu Randale gekommen. Eine schwerbehinderte Frau wurde attackiert. Der Pilot musste den Landeanflug abbrechen.
Flughafen München: Randale in Türkei-Flieger eskalieren - Pilot muss Landung abbrechen
Hans Schreiner: „Es war mir eine Ehre, in Bockhorn Bürgermeister sein zu dürfen“
36 Jahre lang war Hans Schreiner kommunalpolitisch aktiv, 18 Jahre als Bürgermeister von Bockhorn. Die Gemeinde dankt ihm mit der Ernennung zum Altbürgermeister. 
Hans Schreiner: „Es war mir eine Ehre, in Bockhorn Bürgermeister sein zu dürfen“

Kommentare