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So sehen Sieger aus: Das 13-köpfige Violinissimo-Ensemble belegte den 1. Preis beim Orchesterwettbewerb in Wien. Leiterin Uli Büsel (rechts hinten) jubiliert. 

1. Preis beim Internationalen Orchesterwettbewerb in Wien - Weltweite Konkurrenz

Nächste Meisterleistung von Violinissimo

Wenn ein klein besetztes Kammerorchester in einem international besetzten Wettbewerb gegen 50 bis 70 Musiker starke Ensembles antritt, den 1. Preis gewinnt und die beste Bewertung mit nach Hause nimmt, so kann man das als Meisterleistung bezeichnen.

Erding/Wien Diesen grandiosen Erfolg hat gerade das Kammerensemble Violinissimo aus Erding unter der musikalischen Leitung von Ulli Büsel zustande gebracht.

Um sich für den internationalen Orchesterwettbewerb „Summa Cum Laude“ bewerben zu können, muss man sich in seinem Land in besonderem Maße herausragend qualifiziert haben. Als mehrfacher Gewinner des Deutschen Orchesterwettbewerbs war diese Hürde für das 13-köpfige Kammerensemble kein Problem, und so durften die jungen Erdinger nun am Wochenende Deutschland beim renommiertesten musikalischen Wettstreit weltweit vertreten.

31 Ensembles aus 13 Staaten nahmen teil, wobei Australien und vor allem Taiwan und China mit mehreren Orchestern sehr stark vertreten waren. In verschiedenen Kategorien wurden die Pflichtstücke und das frei wählbare Programm im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins vorgetragen. Die Konkurrenz aus Asien war unglaublich stark und beeindruckend. Trotzdem entschied die siebenköpfige internationale Jury, das Erdinger Ensemble mit dem 1. Preis, der höchsten Punktezahl und dem besonderem Prädikat „with outstanding success“ auszuzeichnen.

Am nächsten Tag suchten die Juroren das Gespräch mit Ulli Büsel. Das Auftreten sei in höchstem Maße professionell, der Klang des Ensembles wunderbar und farbenreich. Die Sicherheit, die die jungen Musiker sich gegenseitig auf der Bühne geben und in der Musik ausstrahlen, sei fantastisch.

Bei der Interpretation von Felix Mendelssohn-Bartholdys 4. Streichersinfonie hätten die meisten Teilnehmerorchester zu kämpfen gehabt. Violinissimo durfte dieses Werk in voller Länge beim Preisträgerkonzert im Großen Saal des Wiener Konzerthauses präsentieren. Der sehr humorvolle Juror und Dirigent Pablo Boggiano aus Argentinien erzählte, dass die Jury jedem Orchester auch Kritik mit auf dem Weg geben solle. Bei der Jurybesprechung hätten alle gesucht, jedoch keinen Kritikpunkt bei Violinissimo gefunden. Zudem berühre das Orchester mit seinen farbenreichen Werkinterpretationen wie kein anderes.

Das Zuckerl für die Erdinger, die sich in der Kreismusikschule hervorragend vorbereiten konnten, war die anschließende Konzertreise nach Prag in die ehrwürdige Smetana Hall. „Bei so einem Wettbewerb lernt man fliegen, man wachst über sich hinaus. Und plötzlich ist alles selbstverständlich, was man sich oft hart erarbeitet hat“, weiß Büsel. Mit dieser Selbstverständlichkeit spielte sich das Kammerensemble in die Herzen des Prager Publikums.  red

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