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Mit einem neu gebauten Floss als Raketenabschussbasis beteiligte sich eine Gruppe der Feuerwehr Altenerding am 19. Neujahrsschwimmen ihrer Erdinger Kameraden und der Wasserwacht. Die Zuschauerkulisse fiel kältebedingt etwas kleiner aus als in den Vorjahren.

19. Neujahrsschwimmen von Wasserwacht und Feuerwehr

„Gefroren hat’s mich nur an den Händen“

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Erding - Für Außenstehende muss es ein zweifelhaftes Vergnügen sein, für die Teilnehmer ist es die höchste Gaudi – das Neujahrsschwimmen von Wasserwacht und Feuerwehr Erding. Bei der 19. Auflage waren die Bedingungen für die 88 Teilnehmer besonders extrem.

Einen heißen Glühwein versprach Moderator Jürgen Langner jenem Besucher, der die Temperaturen richtig schätzte. Gleich drei Haferl musste er schließlich ausgeben. Die Temperatur der Sempt betrug 4,6 Grad, noch kälter war es an der Luft – minus sechs Grad. Das dürfte auch der Hauptgrund gewesen sein, warum die 19. Auflage des ganz besonderen Neujahrsgrußes keinen neuen Besucherrekord verzeichnete. Das Anbaden ist aus dem Erdinger Festivitätenkalender nicht mehr wegzudenken: Hier wurden schon Heiratsanträge gestellt, hier ging schon eine Ministerin baden – Ulrike Scharf als Chefin der bayerischen Wasserwacht. Sie war heuer nicht am Start, dafür 88 Wagemutige – der Vorjahresrekord mit 90 Wasserratten wurde knapp nicht erreicht – zwischen zwölf und 66 Jahren. Eine von ihnen war Sylvia Wagner. Die 32-Jährige von der Feuerwehr Altenerding stieg das erste Mal in die Fluten – ziemlich sicher aber nicht das letzte Mal. „Heuer hab ich mich angemeldet, weil voriges Jahre alle, die mitgeschwommen sind, total begeistert waren“, berichtet sie über ihre Motivation, in den Neoprenanzg zu schlüpfen. „Super lustig“ sei es gewesen, und „gefroren hat es mich nur ein bissl an den Händen. Wenn’s zamm geht, bin ich 2018 sicher wieder am Start“, versichert Wagner schmunzelnd. Um kurz nach 18 Uhr schickte Oberbürgermeister und Schirmherr Max Gotz die Schwimmer nördlich des Stadtparks auf die Reise. Die dauerte diesmal ein wenig länger. Die ersten Schwimmer tauchten um 18.41 Uhr am Zielpunkt Semptbrücke am Schönen Turm auf. Langner hatte dafür eine Erklärung. „Der Sempt-Pegel ist niedriger als sonst, im Bereich der Haager Straße müssen die Schwimmer fast laufen.“ Das Neujahrsschwimmen wird immer mehr zur Parade. Viele Gruppen etwa von Feuerwehren, Wasserwacht, DLRG und Tauchsportclub Barracuda hatten Flöße dabei, die als Raketenabschussbasis für Silvesterfeuerwerk oder als schwimmende Bar herhielten. Für Gotz, der die Strecke vom Park bis in die Innenstadt trockenen Fußes neben dem Fluss zurücklegte, war es der erste offizielle Termin im neuen Jahr. Er wünschte Teilnehmern und Zuschauen alles Gute für 2017 – und versicherte, dass das Erholungsgebiet am Kronthaler Weiher zu Beginn der Pfingstferien endlich wieder für die Besucher freigegeben werden könne – nach gut vier Millionen Investition. Den Rettungsorganisationen dankte er für deren Einsatz, aber auch gesellschaftliches Engagement. Wer Stärkung und innere Erwärmung benötigte, griff entweder auf Glühwein beziehungsweise Punsch zurück, oder ließ sich von der BRK-Bereitschaft verköstigen, die Kartoffelsuppe ausschenkte.

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