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Am Ziel: Die Schwimmer des Tauchsportclubs Barracuda (vorne) und der Erdinger Feuerwehr steigen am Schönen Turm aus der vier Grad kalten Sempt – beobachtet von mehreren hundert Zuschauern.

20. Neujahrsschwimmen in der Sempt

Ein Kaltstart, bei dem niemand frieren musste

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Zum 20. Mal hat am Abend des 1. Januar das Neujahrsschwimmen in Erding stattgefunden. Es wurde wieder zu einem bunten Spektakel, bei dem kurioserweise vor allem die Schwimmer nicht klagen mussten, dass ihnen kalt sei.

Erding - Nein, mit diesem Spektakel hatten sie in ihrem Revier nicht gerechnet: Aufgeregt schwammen am Montagabend drei Enten auf der Sempt, ehe sie hinter der Brücke am Schönen Turm mit kräftigem Flügelschlag aus dem Wasser zu einem Tiefflug über die paar hundert Zuschauer starteten.

Nach der tierischen Vorhut kamen nach und nach die 86 Teilnehmer des Neujahrsschwimmens von Wasserwacht Erding, Feuerwehr Erding und BRK-Bereitschaft Erding am Ziel an. Etwas mehr als eine halbe Stunde zuvor waren sie auf Höhe des Heiliggeist-Altenheims von Schirmherr und Oberbürgermeister Max Gotz auf die gut zwei Kilometer lange Reise in der Sempt in die Stadt geschickt worden.

Bereits zum 20. Mal fand das Neujahrsschwimmen statt. Hermann Josef Kraus jun. von der Feuerwehr war einer der Teilnehmer – zum 20. Mal, wie Moderator Jürgen Langner von der Wasserwacht berichtete. Der älteste Schwimmer war ebenfalls ein Wasserwachtler: Walter Rauscher, der im Neopren-Vollanzug und mit zwei Fackeln grinsend aus dem Wasser kam. „Schee war’s“, meinte er sichtlich zufrieden. Jüngster Starter war mit 13 Jahren Lennard Löge.

Langner lobte auch, dass die Wasserwacht nun einen Vorsitzenden habe, der sich selbst ins Wasser traue – Bernd Janowsky. Da musste Vorgänger Siegi Ippisch widersprechen: „Stimmt nicht, ich bin auch schon mal mitgeschwommen.“

Im Vergleich zu früheren Jahren war das Neujahrsschwimmen heuer fast eine angenehme Beschäftigung: Die Sempt war vier Grad kalt, die Luft 8,5 Grad „warm“. Vor einem Jahr hatten in Erding Minusgrade geherrscht.

Der Trend, dass das Semptschwimmen von Mannschaften bestritten wird, setzte sich fort. Die Vorhut bildete die Feuerwehr Altenerding, die ein Floß mit Blaulicht und Sirene mit sich führte. Dahinter folgten, ebenfalls prächtig und kreativ ausgestattet, unter anderem die DLRG, das Jugendrotkreuz, der Tauchsportclub Barracuda und die Erdinger Feuerwehr.

Organisiert hatten das Spektakel auch heuer wieder Wasserwacht und Feuerwehr aus Erding mit insgesamt über 50 Ehrenamtlichen. In den Tagen davor war, wie berichtet, die Sempt von Müll befreit worden. Die Feuerwehr leuchtete den Zieleinlauf aus und sperrte die Landshuter Brücke. Die Wasserwacht hatte ein Auge auf die Schwimmer und verkaufte Glühwein und Punsch. Die BRK-Bereitschaft schenkte Kartoffeleintopf aus.

Auf die Frage Langners, was OB Gotz denn dem 20-jährigen Jubiläum entgegen halten könne, antwortete der spontan: „Mein zehnjähriges Dienstjubiläum, das ich heuer feiere.“

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