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Fesche Musiker hat die Stadtkapelle Erding in ihren Reihen. Mit ihrem Dirigenten Martin Hirsch (vorne, l.) und dem Vorsitzenden Walter Dorn (r. mit Tenorhorn) plant sie heuer große Veranstaltungen zum 30. Wiedergründungsfest.

30-jähriges Wiedergründungsfest 

Volle Unterstützung für die Stadtkapelle

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Sie ist das musikalische Aushängeschild der Stadt und seit 2014 auch Kulturpreisträger des Landkreises: die Stadtkapelle Erding. Heuer jährt sich ihre Wiedergründung zum 30. Mal. Das wird am ersten Herbstfest-Wochenende gefeiert.

ErdingZum 30-jährigen Wiedergründungsfest der Stadtkapelle findet am Samstag/Sonntag, 1./2. September, das Bezirksmusikfest in Erding statt. Genau am ersten Herbstfest-Wochenende. Das ist kein Zufall. Dazu wird ein umfangreiches Programm geboten, dem die Stadträte im Verwaltungs- und Finanzausschuss jetzt zustimmten.

So ist am Samstag ein Musikantenwettbewerb „Bayrisch Böhmisch“ mit mehreren Kapellen im Festzelt geplant. Am Sonntag folgt ein Sternmarsch von Musikkapellen in die Innenstadt. Dabei marschieren die Musiker aus verschiedenen Richtungen zum Schrannenplatz. Dort wird dann eine Andacht gefeiert, ehe alle zusammen über die Lange Zeile zum Herbstfest ziehen.

Um diese Großveranstaltung stemmen zu können, unterstützt die Stadt das 60 Musiker starke Orchester mit einer Art Bürgschaft, wie sich Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) ausdrückte. Damit sichert die Stadt zu, nachgewiesene ungedeckte Ausgaben bis maximal 8000 Euro zu übernehmen. Nur so könne eine Großveranstaltung dieser Art von einem Verein bewältigt werden, erklärte Gotz. Es gehe um Absperr- und andere Sicherheitsmaßnahmen, die sehr kostenintensiv seien, „weil wir dazu eine Fremdfirma brauchen, denn alle Materialien sind im Bauhof nicht vorrätig“. Außerdem führe der Vorstand der Stadtkapelle bereits Gespräche mit Sponsoren, um weitere Unterstützung zu bekommen.

Das Wiedergründungsfest ist das eine, der jährliche Zuschuss für die Stadtkapelle das andere. Diesen erhöht die Stadt ebenfalls, auf nun 16 000 Euro. Dies gilt für die nächsten fünf Jahre. Seit 2013 hatte es 12 000 Euro pro Jahr gegeben. Vorsitzende Walter Dorn begründete den Mehrbedarf mit den steigenden Kosten für die Nachwuchsarbeit im Jugendorchester, für Trachten, Instrumente und vor allem das Notenmaterial. Außerdem will der Verein nach 13 Jahren die Aufwandsentschädigung für seinen Dirigenten Martin Hirsch anheben. Sie liege „weit unter Aufwandsentschädigungen vergleichbarer Dirigenten“, schrieb Dorn. Und man wolle schließlich nicht, dass dieser auf falsche Gedanken komme, „außer uns musikalisch anzuführen“.

Beim OB und den Stadträten rannte Dorn mit seinem Antrag offene Türen ein. Auch wenn Hubert Niestroy (SPD), erst seit vergangenen März im Gremium, den Antrag „etwas dahingerotzt“ fand. Ihm fehlten die Nachweise, „denn ich kenne die Kostenentwicklung nicht“. Da half ihm der OB und betonte, dass die Stadtkapelle sämtliche Kosten detailliert nachweise: „Das hat eine sehr seriöse Tradition.“

Jakob Mittermeier (CSU) bezeichnete das Orchester als „exzellentes Aushängeschild“ der Stadt. „Es hat gute Musiker, weil es einen guten Dirigenten hat, der auch das Rüstzeug hat, sie weiterzuentwickeln.“ Rainer Mehringer (Freie Wähler), dessen Tochter selbst in der Stadtkapelle spielt, sprach von ständig fortschreitender Jugendarbeit. Und Ludwig Kirmair (CSU) empfahl Niestroy, Mitglied der Stadtkapelle zu werden, „dann kriegt man monatlich ein Schreiben, was alles passiert ist“. Letztlich stimmte das Gremium einhellig zu.

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