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Die Gründungsmitglieder , die vor 30 Jahren die Frauen-Union Erding aus der Taufe gehoben haben, wurden von FU-Ortsvorsitzender Dagmar Förster (l.) und Umweltministerin Ulrike Scharf (r.) geehrt (ab 2. v. l.): Sieglin de Mittermeier, Cornelia Neidlein, Rosemarie Wallmeier, Helga Sturm, Ottilie Kober (verdeckt), Maria Bauschmid, Helga Bauschmid, Gabi Pröller, Maria Bölsterl, Kornelia Angermaier, Christel Mayer, Roswitha Pieroth, Elisabeth Mayr und Helga Hochberger.

30 Jahre Frauen-Union Erding 

Dank an den „Hebammerich“

Ausgerechnet ein Mann war der Initiator der Frauen-Union Erding. Jakob Mittermeier hat die Gründung des Ortsverbandes vor 30 Jahren angeregt. Beim Festakt galt der Dank der Vorsitzenden deshalb ausdrücklich dem „Hebammerich“.

Erding/Langengeisling – Volles Haus herrschte im Gasthaus Pfanzelt in Langengeisling, als die Frauen-Union Erding ihr 30-jähriges Bestehen feierte. Zum Festakt begrüßte Ortsvorsitzende Dagmar Förster viel Politprominenz – an der Spitze Umweltministerin Ulrike Scharf, aber auch Vertreterinnen aus anderen Ortsverbänden und aus dem Landkreis Ebersberg.

Maßgeblich an der Gründung der Frauen-Union Erding beteiligt war Jakob Mittermeier. Der heutige CSU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat war damals Chef des CSU-Ortsverbands Altenerding und damit unzufrieden, dass nur wenige Frauen – obwohl politisch interessiert – Parteimitglied werden wollten. „Er war die männliche Hebamme, also der Hebammerich“, sagte Förster und sorgte für Heiterkeit im Saal.

Mit Blick auf die vergangenen 30 Jahre stellte Mittermeier fest: „Es war damals die richtige Entscheidung, die Gründung der Frauen-Union anzuregen.“

Staatsministerin Scharf erinnerte in ihrer Rückschau unter anderem an die damalige Mode, die ersten privaten Fernsehsender, die Medien und die Sprachveränderungen bei jungen Menschen. „Bereits 1987 gab es in Berlin Smog-Alarm, der ein zweitägiges Fahrverbot zur Folge hatte“, sagte sie und betonte, dass die Luftqualität in Bayern heute besser sei denn je. „Man muss zwischen den unterschiedlichen Schadstoffarten differenzieren“, erklärte Scharf: „Der Feinstaub liegt unter dem Grenzwert, aber wir haben ein Problem mit Stickoxiden, das in Angriff genommen werden muss“, räumte sie ein, denn: „Wir wollen keine Fahrverbote.“

Landrat Martin Bayerstorfer stellte fest, dass die Sichtweise politischer Entscheidungen zwischen Mann und Frau manchmal doch unterschiedlich sei. Deshalb sei die Frauen-Union eine Bereicherung in der politischen Landschaft – und vor allem in der CSU.

Oberbürgermeister Max Gotz erklärte dankbar: „Die Frauen-Union Erding hat mich von Anfang an gefördert und das gemeinsame politische Ziel der CSU unterstützt.“ Er dankte allen für ihr Engagement.

Die Landtagswahlen am 14. Oktober warfen ihre Schatten voraus. Alle Redner baten um Unterstützung der Frauen-Union, die sich weiterhin mit gesellschaftspolitischen und sozialen Themen auseinandersetzen und politisch einbringen solle. Gotz brachte es auf den Punkt: „Vor uns liegt eine sicherlich schwierige Zeit. Wir sind gut beraten, uns auf unseren Ursprung zu besinnen. Wir sollten uns Neuem gegenüber nicht verschließen, aber das Alte nicht vergessen.“

Scharf und Förster ehrten auch verdiente Mitglieder mit Urkunden und Blumen. Darunter waren die Gründungsmitglieder Sieglinde Goldmann, Sieglinde Mittermeier, Helga Menzel, Maria Bauschmid, Centa Hargaßer, Edith Neitzer, Helga Sturm und Roswitha Pieroth sowie die langjährige Ortsvorsitzende Resi Zech, die krankheitsbedingt fehlte.

Seit 25 Jahren ist Gabi Pröller dabei, auf 20 Jahre kommen Anna Hüttinger, Ottilie Lia Gäb, Elisabeth Mayr, Ottilie Kober, Christel Mayer, Cornelia Neidlein, Maria Bölsterl und Helga Hochberger. 15 Jahre gehören Silvia Kuhmann und Rosemarie Wallmeier der FU an, zehn Jahre Helga Bauschmid, Marietta Burger-Braun, Kornelia Angermaier, Hildegard Bauer. Giesela Griesenbeck wurde für 35 Jahre FU-Mitgliedschaft geehrt. Sie war vorher in einem anderen Ortsverband.  Elvi Reichert

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