+
Eher die Ausnahme: Boogie Woogie Pianistin Ulrike Hausmann kommt nach Erding in die Stadthalle.

32. Erdinger Boogie Woogie Nacht

Ein Gentleman, ein Löwe und viel Frauenpower

Zum 32. Mal präsentiert Peter Heger am Samstag, 10. März, um 20 Uhr die Erdinger Boogie Woogie Nacht in der Stadthalle.

Erding - Zwei Pianisten haben die deutsche Boogie Woogie Szene geprägt: Axel Zwingenberger und Vince Weber. Ebenso unterschiedlich wie diese beiden herausragenden Musiker sind die diesjährigen Gäste Hegers. Gemeinsam haben die beiden männlichen Musiker, dass sie Boogie Woogie spielen und aus dem Münchner Raum kommen.

Während Christian Willison eher in Webers Richtung geht und den ungebändigten Löwen am Klavier gibt, wie Heger es beschreibt, ist Matthias Heiligensetzer der Gentleman am Piano. „Auch äußerlich zeigt sich das“, meint Heger und schmunzelt.

Willisons’ musikalische Laufbahn begann 1980 in Münchner Clubs. Zu dieser Zeit lernte er auch Heger kennen. „Wir haben zusammen im ,Blue Note’ am Frankfurter Ring gespielt“, erinnert sich der Erdinger. 1986 gab Willison seinen Beruf als Steinmetz und Bildhauer auf. Ein Jahr später trat er mit Zora Young zum ersten Mal in den USA auf. Seither stand der heute 56-Jährige mit vielen internationalen Blues-Musikern auf der Bühne. „Er ist der einzige Pianist aus dem bayerischen Raum, der Weltkarriere gemacht hat“, weiß Heger, der dessen „kraftvolle Spielweise und vollen Gesang“ liebt.

Heiligensetzer folgt der Linie Zwingenbergers. „Er ist ein virtuoser und technisch absolut versierter Pianist“, lobt sein Erdinger Kollege, das zeige sich auch an der Auswahl der Stücke.

Nach fünf Jahren ist es Heger wieder einmal gelungen, eine Frau am Piano für die Erdinger Boogie Woogie Nacht zu gewinnen: Ulrike Hausmann. Allerdings gibt der Gastgeber zu: „Ich bin auch sehr gespannt auf sie.“ Denn er hat die Musikerin aus Dresden selbst noch nie live gehört, doch sie sei ihm von befreundeten Musikern „wärmstens empfohlen worden“. Hausmann gilt als eine der erfolgreichsten und unkonventionellsten Boogie-Pianistinnen Deutschlands.

Sich selbst hat Heger heuer nicht im Programm vorgesehen. „Die Erdinger haben das ganze Jahr über genug Gelegenheit, mich zu hören“, begründet er. Doch zur Boogie Woogie Nacht kommen nicht nur Einheimische. „Je nach dem, welche Pianisten auftreten, ziehen die natürlich auch ihre Fans mit, so dass wir schon Gäste aus Österreich, der Schweiz und Hamburg hatten“, sagt Heger. Vielleicht ist Heger für die auswärtigen Gäste ja dann doch noch beim Finale dabei. and

Karten

zum Preis von 34 Euro gibt es unter Tel. (0 81 22) 99 07-12 (Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr) sowie online unter www.stadthalle-erding.de.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Vom Bierteufel zum „10er“
Festlwirt – Kurvenwirt – Bierteufel – Saltire – das Lokal am Ende der Langen Zeile in Erding hatte schon viele Namen und ein lange Geschichte. Jetzt macht es wieder auf …
Vom Bierteufel zum „10er“
Audi-Fahrer mit Brüchen am Brustkorb im Klinikum
Er hatte keine Chance. Auf dem Weg in Richtung Taufkirchen rammte ein Transporter seinen Audi. Der Autofahrer musste am Ende ins Klinikum Erding.
Audi-Fahrer mit Brüchen am Brustkorb im Klinikum
Der Bürgermeister hat keine Zeit für Urlaub
Straßenbauarbeiten, Brückensanierungen, Recyclinghof, Feuerwehrhaus und, und, und: In der Gemeinde Bockhorn gibt es in den Sommerferien viel anzupacken oder zu planen. …
Der Bürgermeister hat keine Zeit für Urlaub
Wie gut, dass es die Rosi gibt
Volksfest ist für Rosmarie Grübel eigentlich das ganze Jahr. Sie zieht von März bis Oktober von Festzelt zu Festzelt. 20 Jahre lang macht die Rosi, wie sie gerufen wird, …
Wie gut, dass es die Rosi gibt

Kommentare