40 Jahre CSU Eitting

Einfluss nehmen, sich Gehör verschaffen

  • schließen

Mehr politischen Einfluss nehmen, das war vor vier Jahrzehnten die Motivation einiger Eittinger, einen CSU-Ortsverband zu gründen. Mit einem Festabend und zahlreichen Ehrengästen feierten die Christsozialen das 40-jährige Bestehen am Sonntag im Gasthaus Fischerbräu.

Eitting – Oskar Vincenti und der damalige Rathauschef Leonhard Zollner waren 1977 die treibenden Kräfte, in Eitting einen CSU-Ortsverband zu gründen. Altbürgermeister Matthias Kammerbauer, selbst Gründungsmitglied, ließ im Rahmen des Festabends die vergangenen 40 Jahre Revue passieren. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Blaskapelle Hohenpolding.

„Einfluss nehmen und sich Gehör zu verschaffen war das Ziel der Entscheidungsträger“, so Kammerbauer über die Ortsverbandsgründung. Erster Vorsitzender wurde Vincenti, der bereits im Kreistag saß. Sich gegen den Bau des Flughafens zu wehren, war damals eine Löwenaufgabe. Erfolglos. Vincenti aber gab nicht auf. Bis zu seinem Tod vor zwei Jahren kämpfte er vehement gegen die Auswirkungen und setzte sich für die Belange der Bürger ein.

Ein Statement zur geplanten dritten Start- und Landebahn am Airport gab auch Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz ab. „Man muss erst den Bedarf feststellen, und da hat sich meiner Meinung nach nichts geändert“, so Lenz. Danach komme die Erschließung. Und auch hier müssten noch viele Hausaufgaben gemacht werden.

Das „Durchpeitschen der Ehe für alle“ innerhalb von vier Tagen im Bundestag, stieß ihm sauer auf. Eine Volladoption solle auf dem klassischen Rollenbild Mann und Frau basieren. Leitkultur und Werte dürfe man nicht vergessen. „Die Regeln macht das Parlament und nicht der Prophet. Und man muss sich auch mal entscheiden, zu welchem Land man sich zugehörig fühlt“, so Lenz.

„Man darf die Grundorientierung nicht vergessen. Die CSU ist dabei ein Fels in der Brandung. Aber auch in der Partei darf man andere Meinungen anerkennen und sie in der Öffentlichkeit kundtun“, meinte Landrat Martin Bayerstorfer. Der Schutz des Besonderen, der klassischen Familie, müsse gewährleistet sein. Aber es dürfe niemand ausgegrenzt werden.

Neben der politischen Arbeit runden kulturelle Angebote das Angebot des Ortsverbandes ab. Es gab aber auch schlechte Zeiten, in denen der Ortsverband Mitgliederschwund verzeichnen musste. Aktuell sind es 46 Eittinger CSU-ler.

Ein Tiefschlag war der Tod des langjährigen Vorsitzenden Rudi Brand, der den Festabend noch geplant hatte.

von Daniela Oldach

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Dorfen auf dem Weg zur digitalen Stadt
Dorfen soll digitaler werden. Im Rahmen dieses von der Stadt geplanten Digitalisierungsprozesses hat der Förderkreis Dorfen in Zusammenarbeit mit Marketingfachwirt Georg …
Dorfen auf dem Weg zur digitalen Stadt
Griechen-Kost gegen Herzinfarkt
Die sogenannte Mittelmeerkost wurde bisher als gute Präventionsmaßnahme gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesehen. Dem ist nur mehr bedingt so.
Griechen-Kost gegen Herzinfarkt
Neue Lebensmittelbehörde: Erst Oberding, dann Erding
Die neue, von Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) eingeführte Landesbehörde zur Lebensmittelüberwachung wird neben dem Hauptsitz in Kulmbach zunächst in der Gemeinde …
Neue Lebensmittelbehörde: Erst Oberding, dann Erding
Gaigl sieht Spielplatz als unerlässlich an
Durch neue Baugebiete und den daraus resultierenden Zuzug ist St. Wolfgang in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Einen öffentlichen Spielplatz für Kinder um zehn …
Gaigl sieht Spielplatz als unerlässlich an

Kommentare