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Ein Ort der Begegnung: Oberbürgermeister Max Gotz (r.) gratulierte der Sta dtbücherei Erding beim Festakt mit geladenen Gästen zum 50. Geburtstag. Im großen Atrium spielte das Violinissimo-Quartett, und es lasen Franziska Vogel und Albert Sigl.  

50 Jahre Stadtbücherei Erding 

Kommunikationszentrum, Begegnungsstätte, Rückzugsoase

Mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür feierte die Erdinger Stadtbücherei ihr 50-jähriges Bestehen.

Erding Mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür feierte die Erdinger Stadtbücherei ihr 50-jähriges Bestehen. Oberbürgermeister Max Gotz dankte in der Feierstunde mit geladenen Gästen, „allen, die dieses Haus mit Leben erfüllen“. Gotz würdigte die Stadtbücherei als barrierefreien Ort der Begegnung, herausragendes Kommunikationszentrum und „Rückzugsoase“ in der Innenstadt.

„Menschen, Medien, Moneten, Michaelsbund“: Mit diesen vier M’s leitete der geschäftsführende Direktor des St. Michaelsbunds, Stefan Eß, seine Betrachtungen zum Büchereiwesen ein und umriss die Aufgaben des katholischen Medienhauses, mit dem die Stadtbücherei seit ihrer Gründung zusammenarbeitet. „Wir sichten den Buch- und Medienmarkt, geben Empfehlungen ab.“ Auch stehe man beratend beim Bestandsaufbau zur Seite und fördere den Erfahrungsaustausch zwischen den Büchereien. Der Erdinger Einrichtung wünschte Eß weiterhin „viele gute, erfolgreiche Jahre“.

Bücherei-Leiterin Ingrid Müller-Heß fasste „das gute Miteinander und die Verbundenheit zum Haus“ mit einem Zitat des argentinischen Schriftstellers und Bibliothekars Jorge Luis Borges zusammen: „Ich habe mir das Paradies immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.“

Die beiden regionalen Autoren Franziska Vogel und Albert Sigl, die zum Festakt lasen, sind der Stadtbücherei seit vielen Jahren verbunden. Vogel ließ mit ihren wirklichkeitsnahen Texten ein Stück Zeitgeschichte aus dem Blickwinkel eines hellwachen Kindes lebendig werden. Sigl schenkte der Stadtbücherei zum Geburtstag hintergründige Reflexionen über das Lesen und präsentierte eine mit subversivem Witz durchdrungene Geschichte zur Tücke des Heimwerkens.

Meisterhaft spielte das Quartett des Jugendkammerorchesters Violinissimo (Leitung: Ulli Büsel) mit Clara Büsel, Jannis Roos (Violinen), Simon Burzin (Viola) und Felix Eckert (Cello). Das Ensemble überraschte die Zuhörer und den anwesenden Komponisten Quirin Vogel mit der Uraufführung seines Adagios, das der 17-Jährige extra für das Quartett geschrieben hatte.

Eine originelle szenische Liebeserklärung an die Stadtbücherei hatte die Klasse 5bG der Mittelschule am Lodererplatz (Anni Grozitze, Ellen Buldku, Josephine Zimmermann, Markus Haider und Martin Bahr, Klassenlehrerin: Christine Scherer) mit Regisseur Klaus Schiermann vorbereitet.

Zum Tag der offenen Tür gab’s ein Gitarrenkonzert mit Konrad Huber, eine Bücher-Rallye, einen Bücherflohmarkt, Kinderschminken und weitere Aktionen.  vev

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