Marha Edrich (9) (Bild r.) mit ihrer Mutter Barbara Pöschl-Edrich (l.) und Jurorin Regina Doll-Veihelmann (r.)

55. Regionalwettbewerb Jugend musiziert

Weniger Teilnehmer, höheres Niveau

180 Talente stellten sich heuer dem Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“. In der Kreismusikschule in Erding zeigten die Teilnehmer vor den Juroren ihr Können, und diese staunten über das hohe Niveau.

von Vroni Vogel

Erding – Heuer fand der 55. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kreismusikschule Erding statt. Die zwei Musikschulen von Erding und Freising richten das musikalische Großereignis jeweils im Zwei-Jahresrhythmus aus. Der Austausch zwischen beiden Landkreisen wächst, wie sich auch in einigen Duo-Besetzungen zeigte.

Dieses Jahr lagen 180 Anmeldungen vor. In der Schulaula herrschte ein reges Kommen und Gehen. Es war in der geräumigen Aula aber auch viel Platz zum Verweilen und um sich bei einer Brotzeit zu stärken. Dort wurden auch die Ergebnisse auf einer Anschlagstafel bekannt gegeben. Bei aller Aufregung der jungen Musizierenden herrschte eine fröhliche Atmosphäre. „Es ist gelassen und entspannt abgelaufen“, so der Erdinger Musikschulleiter Bernd Scheumaier.

Seit Anmeldeschluss am 15. November habe man sich auf den Wettbewerb vorbereitet. Vor allem Vizeschulleiter Peter Hackel und Andrea Mooshofer von der Verwaltung seien stark gefordert gewesen. Am Wettbewerbstag selbst war das gesamte KMS-Team eingebunden. Inzwischen habe man bei der Organisation viele Erfahrungen gesammelt und diese auch eingearbeitet. Zum Niveau des Wettbewerbs meinte der KMS-Leiter: „Die Beiträge haben sich deutlich gesteigert.“ Teils habe man über das Gehörte fasziniert staunen können. Dieser Eindruck sei Scheumaier auch im Gespräch mit Jurymitgliedern bestätigt worden.

Die Erdinger Musikerin Regina Doll-Veihelmann war in der Jury „Klavier vierhändig“ tätig. Zu ihrer Aufgabe befragt, sagte sie kurz und bündig: „Toll“.

Die Konzentriertheit der Kinder und Jugendlichen habe sie fasziniert. Außerdem lerne man neue Stücke kennen. Doll-Veihelmann kennt das Wettbewerbsgeschehen aus verschiedenen Perspektiven – als Mitwirkende, Mutter musikalischer Kinder und Jurymitglied. Man sei sich bei den Bewertungen einig gewesen. Boogiepianist und Musikschullehrer Peter Heger ist seit 20 Jahren Juror bei „Jugend musiziert“. „Ein bisserl Spannung gehört dazu“, meinte Heger zum Lampenfieber der Wettbewerbsteilnehmer. Sie seien „sehr konzentriert“ in die Prüfungssituation gegangen. Gut sei nach der Bewertung das Angebot von Beratungsgesprächen mit der Jury, um Fragen zu klären.

Die 15-jährige Querflötistin Laura Varzari bekannte: „Ich war ziemlich aufgeregt. Mein Herz hat ganz schnell gepocht.“ Doch das Spielen habe ihr dann viel Spaß bereitet. Die Jugendliche freute sich über einen ersten Preis.

Die beiden elfjährigen Paul Jakob Brüllmann (Klavier) und Lorenz Georg Kirmayer (Bass), traten zum ersten Mal als Duo an. Ihr souveränes und lockeres Spiel wurde mit einem ersten Preis samt Weiterleitung zum Landeswettbewerb honoriert. Dieser findet von 23. bis 27. März in Regensburg statt. Lorenz betonte, dass die Jury „sehr nett“ gewesen sei. Die Vorbereitung habe beiden Buben viel Spaß gemacht. „Es wird schon schief gehen“, dachte Xiao Le Wu (Klavier), der mit Paul Edrich (Violine) spielte. Sie errangen einen zweiten Preis. Beide Duos wollen weiter miteinander Musik machen. Pauls neunjährige Schwester Martha Edrich (Cello) spielte mit Dorothea Schlegel (Klavier). Den Mädchen wurde ein erster Preis verliehen.

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