Ein paar tausend Besucher ließen sich den Aktionstag der Luftwaffe aus dem Erdinger Fliegerhorst am Samstag auf dem Schrannenplatz nicht entgehen, schon gar nicht den Kampfjet vom Typ Starfighter.
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60 Jahre Bundeswehr im Fliegerhorst

Abschied von den “Gelben Engeln der Luftwaffe”

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Der 20. Mai 2017 wird in die Erdinger Geschichte eingehen. Es war der Tag, an dem die Luftwaffe ihr 60-jähriges Bestehen in Erding feierte, und die Bundeswehr zugleich ihren Abschied vom Fliegerhorst besiegelte. Bei allen Veranstaltungen wurde deutlich: Das Verhältnis könnte nicht besser sein. Wehmut machte sich breit.

Erding - Geschichtsträchtig war auch der 14. Dezember 1957. An diesem Tag wurden die Fliegerhorste Erding, Fürstenfeldbruck, Landsberg und Kaufbeuren an die Bundeswehr übergeben - durch den damaligen Verteidigungsminister Franz Josef Strauß. Seither hat die Luftwaffe den Namen Erding in die Welt getragen - immer im besten Verhältnis mit der Stadt Erding, deren größter Arbeitgeber der Fliegerhorst über Jahrzehnte war.

Und deswegen sollten Feier und Abschied am Samstag auch als Bürgerfest begangen werden. Etwa 400 Soldaten und Zivilbeschäftigte waren an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt. Die Ausstellung auf dem Schrannenplatz ließen sich tausende Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, nicht entgehen. Wann “landen” in Erdings guter Stube schon mal ein Starfighter und ein Hubschrauber? Sie waren auf Anhängern in die Innenstadt gekommen, ebenso wie ein Löschfahrzeug der Fliegerhorst-Feuerwehr. Die Gelegenheit hier einmal Platz zu nehmen, wollte sich niemand entgehen lassen, auch wenn man dafür teils lange anstehen musste. Gut besucht war auch der Info-Truck der Streitkräfte, der sich an die Berufssoldaten von morgen richtete.

Stolz präsentierte das in Erding beheimatete Waffensystemunterstützungzentrum 1, was es in der Herzogstadt und an den Außenorten leistet. So wurden ein ausgebautes Triebwerk und ein Schleudersitz gezeigt. Zu Gunsten der “Aktion Erbse - Soldaten helfen” verkauften Fliegerhorstangehörige Würstl, Grillfleisch und Getränke.

Feierlich wurde es dann am Abend, als Oberst Stefan Schmid-Schickhardt zum Empfang in die Stadthalle lud. Er ging noch einmal auf den Zeitplan des Auszugs ein. Im Januar 2018 zieht der Stab des Waffensystemunterstützungszentrums 1 nach Manching um, auch das Materialdepot wird im Laufe des kommenden Jahres aus Erding abgezogen. Nach und nach, so der Kommandeur, würden Truppenküche, Feuerwehr und Sanitätsdienst nicht mehr benötigt, so dass die Geschichte der Bundeswehr in Erding 2021 enden wird - und mit ihr die der Ausbildungswerkstatt.

Als Meilensteine nannte Schmid-Schickhardt die Übernahme der Instandhaltung der Kampfjets vom Typ Starfighter 1960. Im November 1981 habe man diese Dienstleistung auch für den Tornado übernommen - bis zum 16. September 2014, dem letzten Start eines Düsenjägers von Erding aus. Seither kommen nur noch Komponenten in den Fliegerhorst - auf Lastwagen. Der Fliegerhorst habe in den sechs Jahrzehnten viele Aufgaben übernommen. Der Oberst erinnerte an das Flugabwehrraketengeschwader, an die Logistik-Fachschule und die Reihe von Instandsetzungszentren.

Schmid-Schickhardt, bekannte, dass der Abschied schwer falle, “aber wir werden nicht vergessen, dass unsere Wurzeln in Erding liegen“. Dabei dachte er auch an die Erdinger Soldaten, die derzeit im Auslandseinsatz sind - unter anderem in Mali, im Sudan, in Afghanistan und in der Türkei. Mehrmals betonte er das über die sechs Jahrzehnte gepflegte Verhältnis zwischen Bundeswehr und Stadt. “Danke, dass die Luftwaffe in Erding 60 Jahre lang erfolgreich sein konnte”, so der Kommandeur.

Oberbürgermeister Max Gotz, selbst einst Soldat im Fliegerhorst, erklärte: “Der Erdinger Fliegerhorst ist Teil der Erfolgsgeschichte vom Bürger in Uniform.” Auch er sprach von einem “guten Miteinander über Generationen”. Der Abzug der Bundeswehr sei traurig und ein Verlust für die Stadt wie für die Region. Gotz Erding vor der großen Herausforderung der Konversion. Allerdings sicherte er zu, dass es keinen Ansiedelungsbrei, sondern eine Erinnerung an die militärische Nutzung geben werde. Gotz sprach sich unter anderem für den Erhalt der Fliegerhorst-Kirche und des Starfighters am Haupttor ein.

Der Höhepunkt der Feierlichkeiten war mit Einbruch der Dunkelheit erreicht. Rund 2000 Zuschauer erlebten einen feierlichen Appell, wie ihn Erding zuletzt 2006 gesehen hatte. Im Fackelschein zogen das Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen, die Truppenfahne und danach mehrere Abordnungen der Soldaten des Waffensystemunterstützungszentrums 1 auf den Schrannenplatz ein.

Die Ansprache hielt Generalmajor Lutz Kohlhaus, Chef des Stabs des Luftwaffentruppenkommandos aus Köln. Er begründete die Auflösung des Fliegerhorsts “mit neuen sicherheitspolitischen Entwicklungen”. Es gebe veränderte Herausforderungen, auf die die Bundeswehr mit einer Bündelung ihrer Kräfte und strafferen Entscheidungswegen reagieren müsse. Dies geschehe künftig von Manching aus. Das wehrwissenschaftliche Institut Wiweb bleibe jedoch am Ort. Erding habe bei der Instandsetzung von Flugzeugen über Jahre hinweg eine zentrale Rolle gespielt. Hier seien “die Gelben Engel der Luftwaffe” zu Hause gewesen. Zu Recht werde Erding als “Wiege der Luftwaffenlogistik” bezeichnet. Auch der Zwei-Sterne-General lobte das gute Verhältnis zur Region. “Seit 60 Jahren leistet Erding seinen Beitrag zum Frieden - mit den Bürgern dieser Stadt.” Kohlhaus versicherte: “Wir haben Erding viel zu verdanken.”

Staatskanzleichef Marcel Huber erklärte: “60 Jahre Luftwaffe in Erding, das sind 60 Jahre Einsatz für Demokratie, Frieden und Freiheit.” Die Soldaten seien “beseelt von ihrer Verantwortung für das Land”. Nach Bayernhymne und Deutschlandlied marschierten die Soldaten um den Schrannenplatz und dann durch den Schönen Turm - der symbolische und wehmütige Abschied von einer Garnisonsstadt.

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