Freuen sich über der neue CT (v. l.): Leitende Radiologie-Assistentin Claudia Kressierer, Landrat Martin Bayerstorfer, Radiologie-Chefärztin Dr. Gerda Leinsinger, Krankenhausdirektor Dr. Dirk Last, Ärztlicher Direktor Privatdozent Dr. Lorenz Bott-Flügel, Oliver Rätzel von der Firma Canon und Oberarzt Grigory Kulikov.
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Freuen sich über der neue CT (v. l.): Leitende Radiologie-Assistentin Claudia Kressierer, Landrat Martin Bayerstorfer, Radiologie-Chefärztin Dr. Gerda Leinsinger, Krankenhausdirektor Dr. Dirk Last, Ärztlicher Direktor Privatdozent Dr. Lorenz Bott-Flügel, Oliver Rätzel von der Firma Canon und Oberarzt Grigory Kulikov.

70 Prozent weniger Strahlung

Neuer Computertomograph im Klinikum Erding ist einsatzbereit

  • vonMayls Majurani
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Das Klinikum Landkreis Erding hat einen neuen CT. Und in einem benachbarten Raum wird fleißig gebaut. Dort soll ein MRT installiert werden.

Erding – Das Klinikum Landkreis Erding hat einen neuen Computertomographen (CT). „Es ist eine richtige Investition“, sagte Landrat Martin Bayerstorfer bei der Vorstellung des rund 800 000 Euro teuren Systems (inklusive Baumaßnahmen). Ärztlicher Direktor PD Dr. Lorenz Bott-Flügel bestätigte das: „Ohne einen Computertomographen lassen sich moderne Operationen gar nicht mehr planen. Ein CT ist in allen Bereichen der Medizin äußerst wichtig.“

Der bisherige CT in Erding stammte aus dem Jahr 2006 und machte sich zuletzt immer wieder mit Ausfällen bemerkbar, wie Bott-Flügel berichtete. Ende vergangenen Jahres sei das System über längere Zeit ausgefallen, „erst nach dreieinhalb Wochen haben die Techniker das Problem gefunden“, so Bott-Flügel weiter. 14 Jahre könnten sich durchaus sehen lassen, verriet Oliver Rätzel, Vertriebsingenieur von Canon: „Das habe ich in Bayern noch nicht gesehen. Das alte Gerät hielt wirklich lang.“ Der Canon-Mitarbeiter begleitete den Neukauf und die Installation des CT im Klinikum.

In den vergangenen Wochen wurde der in die Jahre gekommene CT ersetzt und der neue vom TÜV geprüft. Er ist mittlerweile einsatzbereit. Laut Rätzel ermöglicht das neue Gerät schnellere Aufnahmen und gibt bis zu 70 Prozent weniger Strahlung ab als der Vorgänger.

Während des Austauschs blieb das Klinikum aber nicht CT-los. Im Zuge der Corona-Pandemie hatte der Freistaat dem Klinikum einen CT-Container überlassen (wir berichteten), damit Corona-Infizierte und Gesunde im Krankenhaus sich besser aus dem Weg gehen können. Bayerstorfer: „Den CT im Container wird uns der Freistaat wahrscheinlich irgendwann zum Kauf anbieten. Den wollen wir dann auch kaufen.“ Eine moderne Krankenhaus-Ausstattung sei für die Gesundheitsversorgung immens wichtig, so der Landrat.

Ein paar Meter neben dem CT-Raum wird im Klinikum weiterhin gewerkelt. Dort soll ein neuer Magnetresonanztomograph (MRT) installiert werden. Die Baukosten für beide Räume belaufen sich auf rund 670 000 Euro, die Geräte nicht einberechnet. Für die Umbaumaßnahmen hatte das Klinikum 490 000 Euro in den Wirtschaftsplan 2020 eingestellt. Aufgrund der Corona-Pandemie und der angespannten Marktsituation erhöhten sich die Kosten jedoch. In seiner Sitzung am Montag beschloss der Kreisausschuss deshalb, weitere 180 000 Euro in den Haushalt des Klinikums einzustellen.

Aktuell steht der MRT in einem Container, direkt neben dem vom Freistaat zur Verfügung gestellten CT. Nach Abschluss der Baumaßnahmen, voraussichtlich im November, soll er dann in die neuen Räume eingebaut werden.

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